Lokalführer – Szene

Drahtwarenhandlung

Drahtwarenhandlung

17. Oktober 2011 • Szene

Restaurant und Bar im 7. Bezirk

Wie ein Besuch „klassischer“ Bars und Restaurants abläuft, wird den meisten von uns bekannt sein: Meist haben sie, höchstens mit einem oder zwei Tagen Ausnahme pro Woche, täglich ab spätestens den frühen Abendstunden geöffnet, man spaziert also – egal, ob einer Empfehlung folgend oder durch eine zufällige Entdeckung – hinein, bekommt eine Karte ausgehändigt und sucht sich aus deren Inhalt die Speisen und Getränke seiner Wahl aus.

 

3 Köche, 2 Tage, 1 Lokal

Die Drahtwarenhandlung in der Neustiftgasse 57-59 im 7. Bezirk ist zwar auch ein Restaurant beziehungsweise eine Bar, in der gut gespeist beziehungsweise getrunken werden kann, in zwei Punkten unterscheidet sie sich jedoch wesentlich vom üblichen Lokalangebot Wiens: Zum einen beschränken sich die Öffnungszeiten auf lediglich zwei Abende die Woche, nämlich auf freitags und samstags von jeweils 18:00 bis 2:00 Uhr. Zum anderen muss man hier als Gewohnheitsmensch kleine Kompromisse eingehen, denn das einzig Fixe ist die Getränkekarte, die Speisekarte dagegen wird jede Woche aufs Neue von den drei Köchen und gleichzeitig Gründern der Drahtwarenhandlung liebevoll und detailreich zusammen gestellt. Die Menüs der jeweiligen Woche können kurz vor Wochenendstart auf der Homepage der Drahtwarenhandlung abgerufen werden.

 

Qualität vor Quantität

Kommt man zum Abendessen, und nicht bloß, um einen der Hausweine wie beispielsweise 1/8l Welschriesling um oder 1/8l Zweigelt um jeweils € 1,90 oder ein Bier wie etwa 0,5l Eggenberg Märzen um € 3,10 oder 0,5l Stiegl um € 3,30 zu genießen, erwarten einen in dem kleinen, aber nicht gedrängt und sehr luftig und modern angelegten Lokal unter anderem folgende Leckereien:

Passend zum herbstlichen Oktoberwetter werden dann beispielsweise eine wärmende, rote Linsensuppe mit Limette um € 3,90, Weißwurst mit Brezel und Senf um € 4,90, geröstete Kalbsleber mit Erdäpfel-Zeller-Pürree um € 9,90 oder Gemüsecurry mit Reis um € 8,90. Auf jeden Fall ein wenig freien Platz im Magen sollte man sich für die Nachspeise aufheben, denn Kreationen wie Zwetschken-Crumble mit Heavycream und Vanilleeis oder Kirschknödel mit Marzipan und weißer Schokolade um jeweils € 4,90 lassen einen bereits beim bloßen Lesen das Wasser im Mund zusammen laufen. Die Auswahl ist zwar zugegebenermaßen nicht die größte, wer sich hier zum Mahl niederlässt hat aber trotzdem die Qual der Wahl, die Qualität ist nämlich durchgehend ausgezeichnet und die Preise in Anbetracht dieser Tatsache sehr fair.

 

Feiern in der Drahtwarenhandlung

Wer mit Sicherheit einen Platz in der gut besuchten, ehemaligen – wie der Name bereits verrät – Drahtwarenhandlung ergattern möchte, dem sei aufgrund der nicht unbedingt ausufernd großen Platzkapazität eine Reservierung ans Herz gelegt.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer kompletten Reservierung des Lokals: Eine feierfreudige Gesellschaft von etwa 30 Personen findet in der Drahtwarenhandlung ganz gut Platz, gegen eigens mitgebrachte Musik haben die Betreiber auch nichts einzuwenden. Die Reservierung ist zwar gratis, auf einen Mindestumsatz von € 300,- sollte man im Laufe des Abends aber schon kommen.

 

Stadtbekannt meint

Durch die eingeschränkten Öffnungszeiten und die variierenden Menüpläne bekommt die Drahtwarenhandlung einen exklusiven Touch, ohne aber gleichzeitig zu „elitär“ oder nobel zu wirken. Ein besonderes Lokal für ein Abendessen, das man sich nicht jeden Tag gönnt oder einfach auch nur für ein Gläschen Wein oder ein Bier in angenehmer, entspannter Atmosphäre.

 

Ambiente – modern Service – sehr freundlich
Qualität – ausgezeichnet Preis – angemessen

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Drahtwarenhandlung

Neustiftgasse 57-59
1070 Wien

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