Lifestyle – Mode

Stephansdom Wienblick (c) STADTBEKANNT
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Do it yourself

28. Mai 2010 • Mode

Was auch immer der Grund sein mag – sei es sich von der Masse abzuheben oder sich selbst genauso speziell fühlen wie die Produkte, die man trägt – KonsumentInnen gieren immer mehr nach individuellen Einzelstücken. 

Auch die Industrie ist auf den Zug der Individualisierung aufgesprungen.

„Mass Customization“ oder „Kundenindividuelle Massenproduktion“, nennt sich das dann. Converse und Puma beispielsweise, ermöglichen das Kreieren eines persönlichen Schuhdesigns. Bei Nike und Adidas kann man sich gleich die gesamte Sportbekleidung selbst zusammenstellen.

Für den Hersteller ermöglicht der Eingriff der KundInnen einerseits die Reduktion von Fehlplanungen und andererseits das rasche Erkennen sich rasant ändernder Kundenwünsche. Die KonsumentInnen ihrerseits, sind bereit für selbst kreierte oder persönlich angefertigte Produkte mehr zu bezahlen, selbst wenn, wie in den meisten Fällen, letztendlich bloß die Farbwahl und einige kleine Gestaltungsmöglichkeiten im Design möglich sind.
Am Ende sparen die Firmen also eine ganze Menge Geld bei der Produktenwicklung und beim Vertrieb, der meist übers Internet erfolgt.

Das mit der Individualität ist dann aber auch so eine Sache.

Maßanfertigung und besonders individuell kann man das nämlich eigentlich nicht nennen, wenn KosumentInnen gerade mal die Farbgestaltung und Anordnung von Streifen auf Schuhen überlassen bleibt. Richtige Einzelstücke oder eigens angefertigte Designerstücke hingegen sind meist kaum leistbar.

Um uns richtig einzigartig und vor allem individuell zu kleiden, müssten wir alle selbst zur Nähmaschine greifen und jetzt ganz ehrlich – wer traut sich das zu und hat das auch schon mal probiert?

„Mode ohne Starallüren“

Einen Schritt in die Richtung „Design für alle“ setzte Moritz Baier mit der Gründung von useabrand.com. Unter dem Motto „Jeder kann ein Designer sein“ wird das kreative Potential der User gefördert. Motivierte sollen seinem Konzept nach selbst Kleidung entwerfen und die Zeichnungen auf useabrand.com hochladen.
Aus der Vielzahl an Entwürfen wählen die KundInnen ihre Lieblingsstücke und voten, welche Konzepte gewinnen sollen. Pro Monat gibt es 2 Gewinnerentwürfe. Diese werden schließlich von useabrand in Absprache mit dem Einsender produziert. Der/die GewinnerIn selbst erhält ein fertiges Exemplar und € 5,- für jedes verkaufte Stück.

Zusätzlich gibt es auch limitierte Männer- und Frauenkollektionen, die von der hauseigenen Designerin Anna Rihl entworfen werden. Der Schwerpunkt liegt hier bei natürlichen Materialien, im Gegensatz zu synthetischen Stoffen. Erstaunlich bei diesen Produkten ist vor allem der Preis (Röcke ab € 29,-, Shirts ab € 19,-), der durchaus mit großen Modeketten mithalten kann. Wie das möglich ist, erklärt useabrand damit, dass die meisten Produktionsschritte am Firmenstandort in Wien erfolgen und mit der schlanken Firmenstruktur Geld eingespart werden kann.

Ob das Konzept ausbaubar ist, entscheidet ihr am besten selbst bei einem Besuch im Webshop oder im Store in der Zollergasse 15.

Bild © useabrand.com

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