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Smartphone (c) STADTBEKANNT
Smartphone (c) STADTBEKANNT

Digitale Technologien – Chance für den Einzelhandel

1. August 2016 • Trends

In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche muss sich der Einzelhandel auf neue Technologien und veränderte Kaufgewohnheiten einstellen. Viele lokale Geschäfte stehen der Digitalisierung jedoch nach wie vor skeptisch gegenüber. Nicht zuletzt, weil sie aufgrund des stetig wachsenden E-Commerce um ihre Kunden und damit letztlich um ihre Existenz bangen. Doch diese Angst ist unbegründet, wenn Händler die Digitalisierung clever für sich nutzen.

 

Die wichtigste Konsumentengruppe besteht aus Angehörigen der Generation, die mit dem digitalen Wandel quasi aufgewachsen ist. Smartphones, freies WLAN, Online-Shopping und Online-Banking gehören ganz selbstverständlich zum Alltag dieser sogenannten Digital Natives. Ihre Informations- und Kaufgewohnheiten unterscheiden sich von denen älterer Konsumenten. Das stellt gerade den stationären Handel vor Herausforderungen – viele Einzelgeschäfte, aber auch große Ketten fürchten um ihre Kunden. Dabei haben diese Geschäfte nichts zu befürchten, wenn sie die Ansprüche der digitalen Generation bedienen. Für diese Konsumenten macht es nämlich keinen qualitativen Unterschied mehr, ob sie online oder offline shoppen. Vielmehr entscheiden sie sich aufgrund der verfügbaren Technologien für oder gegen den Kauf eines Produkts – sowohl vor Ort als auch online. Junge Kunden wünschen sich beispielsweise freies WLAN in den Geschäften, außerdem mobile Bezahlmöglichkeiten, die das Einkaufen schneller und einfacher machen. Das muss stationäre Händler nicht ängstigen: Die Umstellung auf entsprechende Technologien gestaltet sich dank intelligenter Software auch für kleine Geschäfte ganz einfach. Beispielsweise wird mit einer iPad Kasse nicht nur das Angebot an bargeldlosen bzw. kontaktlosen Bezahlmethoden vergrößert, sondern auch Buchhaltung und Warenwirtschaft vereinfacht.

 

Kontaktlos bezahlen mit NFC-Technologie und Strichcode

Die Österreicher tun sich insgesamt noch recht schwer mit den bargeldlosen Bezahlarten, dabei wird gerade mit den neuen, kontaktlosen Zahlungsmethoden Einkaufen deutlich schneller und einfacher. So ermöglicht die Near-Field-Communication-Technologie (NFC) bei Beträgen bis zu 25 Euro kontaktloses Bezahlen ohne Eingabe der PIN. Nur wenn der Einkaufswert höher ist, wird die Geheimzahl abgefragt. Der Nachteil dieser Technologie ist, dass sie nur an speziellen NFC-Kassen und mit NFC-fähigen Bankomatkarten funktioniert. Besonders erfolgreich scheint die Zukunft dieser Bezahlart nicht: Obwohl seit Ende 2015 ein Großteil der Bankomaten in Österreich mit der neuen NFC-Technologie ausgestattet ist, besitzen bisher nur drei von zehn Österreichern eine NFC-fähige Bankomatkarte. Eine deutlich praktischere Alternative scheint das Bezahlen per Strichcode zu sein – alles, was man braucht, ist die entsprechende App.

Die Blue-Code-App ist mit Apple- und Android-Smartphones und sogar mit Smartwatches kompatibel und funktioniert mit jedem österreichischen Girokonto. Die Lebensmittelhändler haben diese Technologie als erste verwendet, nun ziehen andere Unternehmen nach: Auch der große Sportartikelhändler Hervis bietet diese Bezahlmethode mittlerweile an seinen 91 Standorten in Österreich an. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass die Blue-Code-App die Bezahlmethode mit dem Treuepunkteprogramm des Händlers verknüpft. Die Abläufe an den Kassen werden dadurch um ein Vielfaches schneller. Der Kunde erhält auf seinem Smartphone oder seiner Smartwatch einen einmaligen Strichcode, der an der Kassel gescannt wird. Während der Kunde bezahlt, erhält er gleichzeitig Treuepunkte auf seiner Kundenkarte gutgeschrieben – alles in nur einem Arbeitsschritt.

 

Fazit: Die Digitalisierung stellt keine Bedrohung für den stationären Einzelhandel dar, sofern die Geschäfte die neuen Technologien als Chance wahrnehmen und ihren Service den veränderten Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen.

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