Wien – Gut zu wissen

Wiener Staatsoper (c) STADTBEKANNT
Wiener Staatsoper (c) STADTBEKANNT

Die Zauberflöte

16. Mai 2013 • Gut zu wissen

Wo hatte Mozarts Zauberflöte Uraufführung?

Es ist ein von Wienern gerne erzähltes G’schichtl, dass Wolfgang Amadeus Mozarts letztes Bühnenwerk „Die Zauberflöte“ im Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Das könnte einerseits daran liegen, dass man Wienbesuchern lieber ein bestehendes Theater als Geburtsort dieser bekanntesten Mozart-Oper – eigentlich ein Singspiel, bei der Uraufführung „Eine große Oper in zwei Akten“ und von Mozart selbst „Teutsche Oper“ genannt – einedruckt (vorgaukelt) als ein vergangenes. Die Zauberflöte wurde am 30. September 1791 im Freihaustheater (auch Theater auf der Wieden oder Wiedner Theater genannt, es stand im Bereich der heutigen Operngasse) uraufgeführt. Mit Mozart am Dirigentenpult, dem Theaterdirektor Emanuel Schikaneder als Papageno, Mozarts Schwägerin als Königin der Nacht und noch dem einen oder anderen Mitglied aus der Familie Schikaneder. Der hatte nämlich gerade einen ziemlichen Kampf ums Publikum mit dem zweiten Vorstadttheater in der Leopoldstadt, was wahrscheinlich der Grund für die Entstehung der Zauberflöte war. Auch wenn das Publikum nicht restlos überzeugt schien, wurde das Stück bis zur Schließung des Theaters (1801) 223 Mal aufgeführt. Das erlebte Mozart nicht mehr. Er starb 66 Tage nach der Uraufführung, am 5. Dezember 1791.

 

1801 übernahm Schikaneder als Direktor das Theater an der Wien. Was wiederum der Grund dafür sein könnte, dass die Wiener so gerne das G’schichtl von der Uraufführung drucken.

„Darf’s a bisserl mehr sein?“

Weitere Fragen zu Wien und deren interessante Antworten findest du in Wann verlor das Riesenrad seine Waggons? von Axel N. Halbhuber erschienen im Metroverlag.    

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