Wien – Leben

Villa in Währing

Die Spionagevilla in Währing

9. September 2013 • Leben

Geheime Abhöranlage

Neuesten Informationen zufolge betreibt der amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA auch eine bisher geheime Abhöranlage in einer Villa im noblen Währing.

Der hochgerüstete Geheimdienst erlangte in jüngster Zeit traurige Bekanntheit. Unmengen private Daten europäischer Bürger soll der Geheimdienst ohne ihr Wissen und ohne Zustimmung der einzelnen Regierungen über Jahre hinweg gesammelt haben.

Bereits in der Vergangenheit ist Nachbarn die ständige Polizeipräsenz vor dem Haus aufgefallen. Ebenso berichten sie von dunkel gekleideten Sicherheitskräften, die auf dem Gelände patrouillieren und jedem, der sich dem Grundstück nähert recht unmißverständlich klarmachen, daß er unerwünscht sei. Die anfänglichen Dementi sowohl des Innenministeriums als auch der amerikanischen Botschaft scheinen immer mehr an Halt zu verlieren. Das Gerücht über die angebliche Spiopnagevilla verbreitet sich über Zeitungen und das Internet in Windeseile.

 

Hochsicherheit und Rechtsbeugung

Engagierte Wiener haben nun zu einem „privaten Spaziergang für Freunde der Architekturfotografie“ eingeladen. Im Fokus der Beobachtungen soll dabei das architektonische Juwel in der Pötzleinsdorfer Straße 126 mit seiner opulenten Fassade aus dem 19.Jahrhundert stehen. Dem Wiener Kommunikationsberater Rudolf Fussi ist bereits früher aufgefallen, daß „mit dem Haus etwas nicht stimmt, denn „will man die Villa fotografieren, schreitet die Polizei ein und nimmt Daten auf“, so Fussi auf facebook.

Nach der vergangenen Demonstration „Freiheit statt Angst“, bei der in Wien über 500 Menschen auf die Straße gingen – in Berlin ist sogar von 20.000 die Rede – nahm sich Peter Pilz (Grüne) als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates persönlich dem Schutz des Architekturspaziergangs an. Wie nicht anders erwartet bekamen auch die Behörden vom geplanten Spaziergang, den Fussi über facebook organisiert hat, rechtzeitig Wind und erwarteten die Gruppe mit bereitstehenden Einsatzfahrzeugen.

Besonders eindrücklich schildert ein Wiener Blogger seine düsteren Erlebnisse mit dem obskuren Objekt in Wien-Währing, dem an erschreckender Brisanz und tatsächlich existierender Drohkulisse nur wenig hinzuzufügen ist.

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