Wien – Ganz Wien aufgelistet

Schanigarten Kleines Cafe (c) stadtbekannt.at
Schanigarten Kleines Cafe (c) stadtbekannt.at

Die schönsten Schanigärten Wiens

21. August 2011 • Ganz Wien aufgelistet, Kulinarik

Am 28. März wurden die Wiener Schanigärten von Bürgermeister Michael Häupl und Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank sowie Berndt Querfeldt, seines Zeichens Fachmann der Wiener Kaffeehäuser, feierlich eröffnet. Mit frischen 12 Grad war es zum stundenlangen draußen Sitzen zwar noch etwas kalt, aber Frühling und Sommer ließen sich schließlich doch noch blicken. Bis 15. November 2011 haben die insgesamt 1800 Schani- und rund 600 Gastgärten für ihre Gäste geöffnet. Aber: Gibt es einen Unterschied zwischen Schani- und Gastgarten? Den gibt es in der Tat, denn der Schanigarten befindet sich, im Gegensatz zum Gastgarten, auf öffentlichem Grund und unterliegt damit einer besonderen Genehmigungspflicht und einer Nutzungsgebühr.

 

Schani, Jean, Johannes

Woher kommt der Wiener Schanigarten denn nun eigentlich? Schanigärten haben in Wien eine lange Tradition. Der erste Schanigarten durfte 1705 am Graben eröffnen. Die etwas obskure Bezeichnung leitet sich von dem überlieferten „Schani“ ab, also einerseits eine Wiener Koseform des männlichen Vornamens Johann/Johannes und andererseits eine Bezeichnung für eine Art Lakai, die zuständig war die Tische ins Freie zu tragen. Schanigärten sind mobil und werden sinngemäß nur in der schönen Jahreszeit aufgestellt und benützt. Sie sind in der Regel vor dem Gastronomiebetrieb oder zumindest in unmittelbarer Nähe des Gastronomiebetriebes im Straßenraum angelegt.

So viel zur Begrifflichkeit. Wo kann man nun aber in Wien besonders schön draußen sitzen? Wir haben unsere Lieblingsschanigärten für euch zusammengestellt.

 

Il Sestante

Die Pizzeria Il Sestante hat das redaktionsinterne Voting um den schönsten Gastgarten Wiens gewonnen. Direkt auf dem Platz vor der Maria-Treu-Kirche im 8. Bezirk gelegen, wähnt man sich unter einem schattenspendenden Sonnendach, hier eher auf der Piazza in einer süditalienischen Kleinstadt, als im Herzen Wiens. Wer also in den Sommermonaten kein Geld oder keine Zeit für einen Italienurlaub hat – im Il Sestante kann man bei Pizza und Rotwein zumindest so tun als ob man in mediterranen Gefilden urlaubt.

 

Le Bol

Italien sagt euch nicht so zu, ihr wärt lieber in der Provence auf Sommerfrische, aber auch hier reicht das Budget für einen Urlaub nicht aus? Kein Problem, dann nichts wie ab in den Schanigarten des Le Bol. Obwohl sich der Garten direkt am Neuen Markt und der Straße befindet, schirmen die Buchsbäumchen und Zypressen den Garten akustisch vom (ohnehin nicht sehr regen) Verkehrstreiben ab. Hier sitzt man und trinkt seinen Café au Lait und nascht französische Pâtisserie oder gönnt sich eine herzhafte Quiche und trinkt Menthe á l’Eau dazu. Urlaubsfeeling inkludiert!

 

Kleines Café

Das Kleine Café hat mit seiner Schanigartenlage ebenfalls großes Glück: Direkt in der Fußgängerzone des Franziskanerplatzes im 1. Bezirk gelegen, kann man in diesem Urgestein der Wiener Kaffeehausszene in aller Ruhe Zeitung lesen, seine Melange trinken und eine Kleinigkeit essen. Da das Cafe seinem Namen alle Ehre macht und in der Tat nur eine relativ begrenzte Anzahl an Sitzmöglichkeiten bietet, muss man entweder Glück haben einen der wenigen Tische zu ergattern oder man weicht auf die umliegenden Gastro-Betriebe wie das La Norma oder Van Veinsten aus, die nicht minder schöne Schanigärten haben.

Franziskanerplatz 3
1010 Wien

 

Salettl

Eine Döblinger Institution: Das Salettl. Im 19. Bezirk nicht gerade zentral gelegen, lohnt sich ein Ausflug dorthin allemal. Rund um den uralten Holzpavillon befindet sich ein pittoresker Gastgarten, überschattet von Linden und Birken, von dem aus man auf den gegenüberliegenden Kahlenberg blicken kann und, wer mag, die Wiener Schickeria beobachten. Das „Must-Eat“ im Salettl: Ein „vergnügtes Schinken-Käsekipferl“ (Ja, das heißt wirklich so.) und ein Häferlkaffee dazu. So in etwa muss sich früher die Sommerfrische angefühlt haben.

Hartäckerstraße 80
1190 Wien

 

Schlossquadrat

Das Schlossquadrat ist ebenfalls eine innerstädtische Oase. Im Herzen von Margareten befindet sich der malerische Hofgarten, den vier Lokale ringsum bewirtschaften: Das Cuadro, der Silberwirt, das Margareta und Gergely’s. Im Garten selbst sitzt man von großen Linden und Kastanienbäumen beschattet, eine Markise schützt zusätzlich bei Wind und Regen. Dadurch dass der Gastgarten im Innenhof gelegen ist stören auch keine Verkehrsgeräusche, man kann wirklich vorzüglich speisen (egal ob wienerisch, Burger, Pizza oder Pasta, hier findet jeder seine Lieblingsküche) und die Alltagshektik hinter sich lassen.

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