Wien – Grätzltipps – 2. Leopoldstadt

Liliputbahn (c) Mautner stadtbekannt.at
Liliputbahn (c) Mautner stadtbekannt.at

Die Liliputbahn

10. Juli 2016 • 2. Leopoldstadt, Leben

Vergiss Geisterbahn, Riesenrad und Aqua Gaudi!

Lust darauf, mit (beinahe) atemberaubender Geschwindigkeit durch Wiesen und Wälder zu fahren? Dabei in offenen Waggons die Natur zu genießen und nicht nur die frische Luft, sondern auch den Dampf und das Schmieröl der echten Dampflokomotiven einzuatmen?

Eine Fahrt mit der Liliputbahn im Prater bietet all das. Nostalgie pur auf 381 mm Spurweite, denn das wahre Prater-Abenteuer ist die Liliputbahn! Wir sind eine Runde gefahren und möchten darüber berichten …

 

Klein aber oho!

Die Liliputbahn ist wohl die unterschätzteste Attraktion im Prater! Das Riesenrad und die Achterbahnen ziehen zwar die Massen an, aber was viele Wiener irgendwie als langweilige Kinderei, als Spleen von Exzentrikern und Eisenbahn-Spinnern oder als Relikt aus einer längst vergangenen Ära des Vergnügens abtun, in der 30 Stundenkilometer noch Begeisterungsstürme auslösen konnten, fasziniert heutzutage nicht nur die Fachwelt: Denn Parkeisenbahnen sind selten geworden, vor allem wenn sie noch mit originalen Dampflokomotiven betrieben werden.

Wiener Prater Liliputbahn (c) Mautner stadtbekannt.at

Wiener Prater Liliputbahn (c) Mautner stadtbekannt.at

20 Minuten lang wieder Kind sein

1928 wurde die Liliputbahn im Prater eröffnet. Vorbild waren etwa die vielen Parkeisenbahnen, die sich reiche englische Industrielle um die Jahrhundertwende auf ihren Landsitzen bauen ließen. Erst nur zwischen Riesenrad und Rotunde verkehrend, wurde die Strecke 1933 auf die heutige Länge ausgebaut: Der beinahe 4 Kilometer lange Rundkurs verläuft von der Station Prater Hauptbahnhof bis zum Stadion und wieder zurück – dazwischen liegen die beiden Stationen Schweizerhaus Luftburg und Rotunde. 20 Minuten dauert eine Fahrt, die über Stock und Stein geht – vorbei an Praterattraktionen, später entlang der Hauptallee und schließlich mitten durch den Wald geht die Fahrt bis zum Stadion – und wieder zurück. Für alle also, die den gesamten Prater erleben wollen, ohne sich die Füße wund zu laufen.

 

Brigitte und Grete

Vor allem die beiden Dampflokomotiven „Brigitte“ und „Grete“ sind der Publikumsrenner. Nicht nur Kinder sind vom dampfenden, zischenden und rauchenden Monster fasziniert, wenn es sich schleppend in Bewegung setzt. Doch da die beiden Loks aus dem Eröffnungsjahr 1928 mittlerweile Museumsstücke sind, werden sie nur an Samstagen, Sonn- und Feiertagen eingesetzt. Entlastet werden sie Wochentags durch nicht minder spektakuläre Dieselloks, die ebenfalls schon Oldtimer sind – und mittlerweile sogar mit Speiseöl laufen. Übrigens: Nur 4 Euro kostet eine Fahrt in die Vergangenheit und eine Portion Nostalgie.

 

STADTBEKANNT meint

Ein Abstecher in den Wiener Prater ist nicht nur etwas für Touristen und Kinder. Viele Wiener genießen das, was sich neben und um den ganzen Prater herum befindet – die wunderschöne Natur. Ob man nun eine Runde Joggen geht, das neue Fahrrad probiert oder einfach nur in der Wiese chillt – die Grünflächen des Praters eignen sich hervorragend dafür. Wer jetzt aber nicht unnötige Kalorien verschwitzen möchte, der darf sich eine Runde mit unserer nostalgischen Liliputbahn gönnen!

 

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