Essen & Trinken

Cafe Museum Tassen (c) nohl stadtbekannt.at
Cafe Museum Tassen (c) nohl stadtbekannt.at

Die klassischen Wiener Kaffeehäuser

17. August 2016 • Essen & Trinken, Ganz Wien aufgelistet, Kulinarik

Abseits der Inneren Stadt

Die “Wiener Kaffeehauskultur” – mittlerweile schon aufgenommen in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes – verkörpert das Wien, das einerseits immer noch in uns WienerInnen lebt, andererseits aber auch sorgfältig für den Rest der Welt konserviert wurde,um es nun in Form von Wiener Melange und besonderen Tortenkreationen auf die Teller der zahlenden TouristInnen zu legen.

Manche schwören auf die Qualität des Kaffees, auf die Besonderheit des Ambientes und auf die Eigenheiten der “Ober-Kultur”, als wäre nur das das einzig Wahre. Möglicherweise war es das wohl auch einmal, möglicherweise muss man aber, um hochqualitativen Kaffee zu trinken heutzutage schon an anderen Quellen suchen. Trotzdem, wir lieben unsere Wiener Prunkstätten und die Melange und haben alle wichtigen Adressen außerhalb der Inneren Stadt für euch gesammelt.

 

Café Ritter

Cafe Ritter Dessert (c) STADTBEKANNT

Cafe Ritter (c) STADTBEKANNT

Das Café Ritter gibt es schon seit 1867 und auch schon fast genauso lange an diesem Standort in der Mariahilfer Straße. Sucht man also an einem langen Shopping-Samstag nach etwas Ruhe zwischen dem “Coffee-To-Go” und Fashion Overload, kann man im Café Ritter wunderbar die Wiener Kaffeehauskultur einatmen. Hier gibt es Kellner im Anzug, Kuchen in der Vitrine und Kaffeevariationen, die man ohne Beschreibung zum Namen nicht als solche identifizieren würde. Morgens, mittags und abends stehen traditionelle Gerichte auf der Speisekarte und das Ambiente ist wahrlich wienerisch.

Café Ritter
Mariahilfer Straße 73
1060 Wien

 

Café Sperl

Schanigarten Cafe Sperl (c) STADTBEKANNT

Schanigarten Cafe Sperl (c) STADTBEKANNT

Das Café Sperl ist schon seit 1880 ein fixer Bestandteil der Wiener Kaffeehaus-Szene. Direkt in der Umgebung vom Theater an der Wien, dem Raimund Theater und dem Semper Depot ist es ein gern genutzter Treffpunkt für KünstlerInnen und LiteratInnen – und das immer noch. Es ist nicht ganz so überladen mit TouristInnen, wie so manche andere Kaffeehäuser, obwohl sein Bekanntheitsgrad danach rufen würde. Im Sperl ist man gern, isst man gern, trinkt man gern und schaut man gern anderen Leuten zu. Im Sommer gibt es übrigens einen sehr netten Schanigarten.

Café Sperl
Gumpendorfer Straße 11
1060 Wien

 

Café Westend

Cafe Westend (c) stadtbekannt.at

Cafe Westend (c) stadtbekannt.at

Das Café Westend hat es durch seine Lage schon in die internationalen Reiseführer geschafft und wird auch regelmäßig von Reisenden, die gerade von oder zum Westbahnhof unterwegs sind, besucht. Wer ohne großen Hunger oder Durst kommt, gepaart mit ein wenig Schaulust oder dem Wunsch danach, abseits von Starbucks und Co. klassischen Wiener Kaffeehaus-Charme in wunderschönen Räumlichkeiten auf sich wirken zu lassen, der wird das Westend lächelnd wieder verlassen. Wer auch etwas essen möchte, der muss dafür ein bisschen mehr als nur Kleingeld zurücklassen, darf aber dafür die wirklich vorzügliche Küche genießen.

Café Westend
Mariahilfer Straße 128
1070 Wien

 

Café Maria Treu

Cafe Maria Treu (c) STADTBEKANNT

Cafe Maria Treu (c) STADTBEKANNT

Der Piaristenplatz ist fernab ausgetrampelter Touristenpfade tatsächlich eines der schönsten Fleckchen Wiens. Die stoische Piaristenkirche, das Maria Treu und der dazugehörige Schanigarten, der im Frühling bereits besticht, laden dazu ein sich dort niederzulassen. Es ist ruhig, sehr idyllisch und irgendwie angenehm dörflich. Das Innere des Maria Treu schafft den Spagat zwischen Tradition und Zeitgemäßem – sowohl im Ambiente, als auch in der Küche. Die Speisen sind frisch und das Personal freundlich. Auf die nächsten hundert Jahre, liebes Maria Treu.

Café Maria Treu
Piaristengasse 52
1080 Wien

 

Café Maximilian

Cafe Maximilian Lokal Innen (c) STADTBEKANNT

Cafe Maximilian Lokal Innen (c) STADTBEKANNT

Auf der einen Seite die Touristenfallen, auf der anderen Seite die Hauptuni – Das Café Maximilian versucht den Spagat zwischen diesen beiden Zielgruppen zu meistern und macht das auch gar nicht so schlecht! Es gibt ein ausgedehntes Frühstücksangebot und man kann hervorragend und gemütlich auf der Terrasse sitzen. Die Inneneinrichtung ist charmant, die KellnerInnen freundlich und das Kuchenangebot zu gut, um darauf zu verzichten. Ein Besuch im Café Maximilian ist einer dieser Zwischenstopps, der zum Tagesausflug wird!

Café Maximilian
Universitätsstraße 2
1090 Wien

 

Café Weimar

Café Weimar Theke (c) STADTBEKANNT

Café Weimar Theke (c) STADTBEKANNT

Frei nach Karl Farkas können wir nur sagen: „Schau`n Sie sich das an!“, denn das Weimar ist ein lebendiges Beispiel Wiener Kaffeehauskultur. Seit November 2011 ist die “Wiener Kaffeehauskultur” als UNESCO Kulturerbe anerkannt. Dass das Café Weimar als Inbegriff dieser Wiener Kaffeehauskultur gilt, wurde auch dadurch verdeutlicht, dass die Verleihung dieser Auszeichnung ausgerechnet im Café Weimar stattfand. Ein bisserl skurril anmutend ist, mit welcher Ernsthaftigkeit Tradition hier hochgehalten wird – aber eigentlich ist das eh fast schon wieder sympathisch.

Café Weimar
Währingerstraße 68
1090 Wien

 

Café Dommayer

Café Dommayer (c) stadtbekannt.at

Café Dommayer (c) stadtbekannt.at

Das Dommayer ist eines dieser Alt-Wiener Konzertcafés, die auch diesen Alt-Wiener Charme versprühen. Und obwohl es von der Konditor-Kette Oberlaa übernommen wurde, blieb das Wiener Kaffeehausfeeling doch erhalten. Besonders hervorzuheben ist der Gastgarten des Dommayer, in dem man wirklich schön sitzen und genießen kann. Natürlich hat Oberlaa auch auf das Angebot abgefärbt und in Sachen Kuchen und Konfekt bleibt kein Wunsch offen. Aber auch das Frühstück überzeugt und für Langschläfer gibt es sogar bis zum späten Nachmittag noch Feines zum Aufwachen.

Café Dommayer
Dommayergasse 1/Auhofstraße 2
1130 Wien

 

Café Gloriette

Wer imperiale Freuden genießt, für einen schönen Ausblick so einiges auf sich nehmen würde und den Weg zum Ziel schon genießen kann, der soll den Hügel zur Gloriette erklimmen. Dort beheimatet ist nämlich das Café Gloriette und da wird man für seine Mühen definitiv belohnt! Besonders das Sisi-Frühstück, das man dort genießen kann, bietet alles, was das Herz begehrt. Also, hungrig kommen und vor allem: früh genug reservieren, denn ohne Voranmeldung, wird man kaum noch ein freies Plätzchen finden für eine Audienz mit Blick auf Schönbrunn.

Café Gloriette
Schlosspark Schönbrunn
1130 Wien

 

Café Residenz

Cafe Restaurant Residenz (c) Mautner stadtbekannt.at

Cafe Restaurant Residenz (c) Mautner stadtbekannt.at

Im kaiserlich, königlichen Café Residenz kann man residieren, wie zu Kaisers Zeiten. Nur, dass es das Café zu Kaisers Zeiten natürlich noch nicht gab – damals war es nämlich noch das “Esszimmer” für die Polizei-Wachleute. Heute isst man hier hauptsächlich Apfelstrudel, der bei der Original Wiener Apfelstrudelshow stündlich und life zubereitet wird und einfach nur köstlich schmeckt. Die Zutaten? Hauchdünner Strudelteig, zimtige Äpfel und mit einem Hauch von Wiener Flair beträufelt – voilá, fertig ist der beste Wiener Apfelstrudel, den man je geschmeckt hat.

Café Residenz
Schloß Schönbrunn, Kavalierstrakt 52
1130 Wien

 

Café Schopenhauer

Nach dem Philosophen benannt, bietet das Café Schopenhauer genau das richtige Ambiente, um philosophisch zu werden. Alt-Wiener Kaffeehauskultur at it’s finest. Vor allem aber kommen auch die Kartenspiel-LiebhaberInnen zu ihrem Zug, denn Tarock und Bridge sind genauso fix im Tagesprogramm des Schopenhauer wie Schach und Zeitunglesen. Die neuen BesitzerInnen, die seit 2012 übernommen haben, legen sichtlich Wert auf die wahren Wiener Attribute einer Institution, die in dem jungen 20. Jahrhundert entstanden ist.

Café Schopenhauer
Staudgasse 1
1180 Wien

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