Wien – Grätzltipps – 8. Josefstadt

Alserkirche Innen (c) STADTBEKANNT
Alserkirche Innen (c) STADTBEKANNT

Die Josefstadt und ihre Kirchen

27. Februar 2015 • 8. Josefstadt, Kirchen

Die Gotteshäuser des achten Bezirks

Sie dienen nicht nur als Gebäude für christliche Feierlichkeiten, sie sind auch in Architekten- und Künstlerkreisen beliebte Anschauungsobjekte. Kirchliche Prunkbauten gibt es in Wien auf offenen Plätzen, neben kleinen Parks und in den verstecktesten Gassen. Die Best-Of’s der Josefstadt haben wir kurz zusammengefasst.

 

Piaristenkirche Maria Treu

Josefstadt Kirchtürme Piaristenkirche (c) STADTBEKANNT

Josefstadt Kirchtürme Piaristenkirche (c) STADTBEKANNT

Zentral und exponiert steht die Barockkirche Maria Treu am Jodok-Fink-Platz, eingerahmt von ehemaligen Klostergebäuden und hofiert von einer zierlichen Mariensäule. Zwischen 1698 und 1719 erbaut, gehören Kirche und Anbauten seit jeher dem Orden der Piaristen, die sich besonders der Erziehung verschrieben haben. Auch heute wimmelt es hier oft nur so von Kindern – immerhin sind in den Trakten ein Kindergarten, eine Volksschule und ein Gymnasium untergebracht.

Die Kirche ist architektonisch und auch künstlerisch interessant: Zum einen besitzt sie die älteste hervorgewölbte Fassade (Konvexfassade) Wiens, zum anderen zieren Deckenfresken des berühmten Barockmalers Franz Anton Maulbertsch den Innenraum.
Das Gnadenbild “Maria Treu”, nach dem die Kirche benannt wurde, befindet sich am Hochaltar.

Piaristenkirche Maria Treu
Jodok-Fink-Platz

 

Alserkirche (Dreifaltigkeitskirche der Minoriten in Wien)

Alserkirche Turm (c) STADTBEKANNT

Alserkirche Turm (c) STADTBEKANNT

Die frühbarocke Alserkirche wurde zwischen 1694 und 1704 erbaut und beherbergte zunächst den Orden der Trinitarier, ehe dieser aufgelöst wurde und 1784 auf Anordnung Kaiser Josephs II. die Minoriten in das Kloster neben der Kirche übersiedelten.

Dem Minoritenkloster unterstanden einst das Allgemeine Krankenhaus, ein Gebärhaus, ein Findelhaus und ein Gefangenenhaus. Es überrascht demnach kaum, dass die Pfarre über eines der größten Archive von Tauf- und Sterbematrikeln Europas verfügt. Auch Ludwig van Beethovens Tod am 26.3.1827 in Wien ist hier vermerkt.

Alserkirche
Alser Straße 17

 

Breitenfelder Pfarrkirche

Breitenfelder Pfarrkirche (c) STADTBEKANNT

Breitenfelder Pfarrkirche (c) STADTBEKANNT

Die Breitenfelder Pfarrkirche wurde zwischen 1893 und 1898 im Gedächtnis an den 1835 verstorbenen Kaiser Franz I. errichtet. Möglich machten das teure Projekt zahlreiche Spenden aus der gesamten Monarchie, die von einem Kirchenbauverein gesammelt wurden.

Beinahe zeitgleich mit der Fertigstellung begann gegenüber dem Kirchenhaupttor die Stadtbahn (heute U6) auf dem Gürtel-Viadukt zu fahren – eine Tatsache, die damals viele Breitenfelder störte. Wer wollte schon beim aus-der-Kirche-kommen die lärmende neumodische Bahn hören?

Stilistisch ist die Kirche stark an der lombardischen Frührenaissance orientiert. Rötliche Rohziegel und italienische Ornamente kennzeichnen die Architektur von außen, innen ist der Bau hell und geräumig.

Breitenfelder Pfarrkirche
Florianigasse 70

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