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Fussball Public Viewing (c) STADTBEKANNT
Fussball Public Viewing (c) STADTBEKANNT

Die Damen-Fußball-WM steht vor der Tür

22. Juni 2011 • Lifestyle

Ab Sonntag lassen in Deutschland die besten Kickerinnen der Welt das Leder rollen.

Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. Haben wir die Fußball-WM der Männer, vergangenes Jahr zum ersten Mal in Afrika, gerade gut hinter uns gebracht ab Sonntag (26. Juni bis 17. Juli) wieder die Damen dran. 16 Teams kämpfen im Land des regierenden Weltmeisters Deutschland um die Krone der Fußballwelt.

Gastgeberinnen in Pole Position

Während das spielerische Niveau der Weltklasse-Teams immer mehr weiter ansteigt hat man steht man in manchen Bereichen dem Männer-Fußball bereits jetzt um nichts nach. Österreich beispielsweise konnte sich auch im Damenfußball nicht für die WM qualifizieren. Im Blickpunkt stehen also andere Teams. Allen voran die Gastgeberinnen die nach ihren beiden Titelgewinnen bei den Wettkämpfen 2003 und 2007 nun zum Hattrick ansetzen. Damit würde sie als dreimalige Weltmeisterinnen die US-Damen mit zwei Titeln (1991 und 1999) hinter sich lassen. Bei diesen riesigen Erfolgen mutet es nicht nur fast wie Hohn an, dass der Deutsche Fußball-Bund, der sich heute mit seinem Damen-Team brüstet, das innerhalb von nur vier Jahren fast so viele WM-Titel erringen konnte wie die Männer (3) und das wohl zur Zeit unbestritten beste Team der Welt ist, bis zum Jahr 1970 den Frauen das Fußballspiel prinzipiell verbot!

Mit zum engeren Kreis der Favoritinnen sind auch die drei weiteren Gruppenköpfe, die Mannschaften aus Brasilien, Japan und den USA zu zählen. Besonders die Kickerinnen vom Zuckerhut, schafften es den Teutoninnen in den vergangenen Jahren Paroli zu bieten und mussten sich bei der vergangenen WM erst im Finale mit 0:2 geschlagen geben. Überdies steht in ihrem Kader mit der fünfmaligen Weltfußballerin Marta die momentan wohl beste Kickerin der Welt. Nach Silber bei der WM 2007 und den beiden vergangenen Olympischen Spielen brennt mit Sicherheit nicht nur sie auf den ganz großen Wurf.

USA und Japan in Stellung

Mehr schlecht als recht schaffen es zumeist die US-Herren zu den Fußball-Großereignissen. Dort ist aber zumeist bald Endstation. Ganz anders sieht es da mit den Frauen aus. Der zweimalige Weltmeister platziert sich in der momentanen FIFA-Weltrangliste vor Titelverteidiger und Gastgeber Deutschland auf Platz Eins und macht sich so berechtigte Hoffnungen auf den ersten Titel seit 1999. Mit Mia Hamm brachte man auch den ersten echten Weltstar des Frauenfußballs hervor. Eine Hauptrolle im Kader der schwedischen Trainerin Pia Sundhage sollen dabei vor allem die routinierte Kapitänin und Abwehrchefin (235 Länderspiele) und Torjägerin Abby Wambach (118 Länderspieltore). Die Quali überstand man in beeindruckender Manier mit drei Siegen in drei Spielen und einem Torverhältnis von 18:0.

Als größten Erfolg bei WM-Turnieren konnten die Ladys aus dem Land der aufgehenden Sonne bisher erst die Viertelfinal-Teilnahme 1995 verbuchen. Auch die Leistungen auf dem Weg nach Deutschland waren durchwachsen. Nach der souveränen Qualifikation mit drei Siegen in drei Spielen (unter anderem gegen die starken Nordkoreanerinnen) setzt es in beiden Vorbereitungsspielen gegen die US-Damen Niederlagen. Die Qualität bei der WM weit zu kommen ist im Kader von Nationaltrainer Norio Sasaki aber zweifellos vorhanden.

Starke Außenseiterinnen

Viel zuzutrauen ist auch den Vertreterinnen aus Kanada und Nordkorea. Besonders die Kickerinnen aus dem Zwangsstaat des wirren Kim Jong-il erwarten sich einiges. Das Team kann auf einen starken Block des nordkoreanischen Parade-Clubs Sportgruppe 25. April zurückgreifen und musste beim letztjährigen Asien-Cup erst im Finale gegenüber den Australierinnen etwas unglücklich im Elfmeterschießen die Fußballpatschen strecken.

Traditionell stark sind im Frauen-Fußball die Skandinaverinnen einzuschätzen, allen voran die Schwedinnen die sich in der Barrage gegen die Nachbarinnen aus Dänemark durchsetzten konnten.

Man darf also gespannt sein wer sich am Schluss durchsetzt. Eines ist aber leider jetzt schon klar: Österreich Zero Points.

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