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Eissalon am Hohen Markt (c) STADTBEKANNT
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Die Causa Tschisi

14. März 2011 • Leben7 Kommentare zu Die Causa Tschisi

Die Eissaison hat begonnen – Grund genug also, sich mit der großen, sagenumrankten österreichischen Speiseeis-Marke auseinanderzusetzen. Eskimo ist vor allem eins: gefrorene Kindheit am Stiel. Der Gedanke an die goldenen Zeiten, in denen die Sommer noch wirklich heiß waren, ich jede fünf Schilling Münze in ein Twinni investiert habe und das große Magnum nie ganz aufessen konnte, treibt mir bei jedem Jolly noch heute die Tränen in die Augen. Nüchtern betrachtet bietet Eskimo aber jede Menge Stoff für Aufdecker-Artikel:

Die Namensdebatte

„Eskimo“ bedeutet zwar neuesten sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge doch nicht „Rohfleischesser“, trotzdem bemüht sich etwa die von Inuit gegründete NGO „Inuit Circumpolar Council“ seit Jahren, den Begriff „Eskimo“ durch „Inuit“ zu ersetzen – die Speiseeis-Marke widersetzt sich allerdings einer Umbenennung. Folgt jetzt bald ein Boykott? Kann sich Eskimo nach der „Mohr im Hemd“-Affäre noch eine Debatte zur Political Correctness leisten? Wir bleiben dran.

Die Causa Tschisi

Das Käseeis mit Vanillepuddinggeschmack lässt selbst heute noch, zwölf Jahre nach der Einstellung, die Gemüter hochgehen – bei jeder Party ein Gesprächsthema, hat es sogar schon Facebook Seiten mit 50.000 wütenden Mitgliedern, die die Rückkehr des Tschisi fordern, trotzdem lenkt Eskimo nicht ein.

Theorien zum rätselhaften Verschwinden des Eises im Jahre 1998 gibt es viele: offizielle Stellungnahmen von Eskimo sprechen von einem deutlichen Rückgang in den Verkaufszahlen, was für die echten Fans kaum vorstellbar scheint, die an einem guten Tag damals bis zu fünf Tschisi gegessen haben. Verschwörungstheoretiker munkeln, dass sich das Tschisi-Eis eher zu gut verkauft hat, und die anderen, teureren Sorten dabei auf der Strecke blieben, oder dass im Tschisi süchtigmachende Chemikalien enthalten waren, die heute nicht mehr zugelassen sind.

Eine weitere interessante Theorie haben wir gefunden: die schwierigen Produktionsbedingungen haben zur Einstellung geführt: das Reindrücken der Löcher führte angeblich zum Splittern des Eisstiels. Und die ganz Misstrauischen unter den Tschisi-Fans behaupten gar, Eskimo produziere das Tschisi nach wie vor weiter, die Mitarbeiter essen es aber ganz alleine auf und wollen nicht teilen.

Fragen über Fragen…

Und noch mehr Rätsel gibt Eskimo auf: warum gibt es das allseits beliebte Mini Milk nicht mehr einzeln zu kaufen, sondern nur noch im 12er-Package mit zwei anderen, ungenießbaren Sorten? Was wurde eigentlich aus dem Plattfuss? Grün oder orange? Wann gehen die Tschisi-Anhänger auf die Straße…?

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7 Antworten auf Die Causa Tschisi – Verstecken

  1. mandarine sagt:

    mini milk
    ich liebe das mini-milk!!!! wieder her damit…

  2. apo__ sagt:

    Tschisi
    Tschisi ist wirklich eines der wenigen Produkte aus meiner Kindheit denen ich wirklich nachtrauere.

    Und natürlich, dass Captain Planet nicht mehr im TV läuft…

  3. mag nicht sagt:


    Sie versauen einem echt alles!

    Das Jolly schmeckt nicht mehr so gut, das Twinni ebenso

    …und dem Nogger fehlt eindeutig der Puffreis (diese Nusssplitter sind eckelhaft! aber hauptsach billig : (

  4. Eismann sagt:

    @mag nicht
    Da gebe ich dir vollkommen recht. Früher war alles besser 😉

  5. hawi sagt:

    buttermilk fresh
    unvergessen

  6. mela sagt:

    biene maja eis…
    …. war auch ur lecker – gibts schon ewig nicht mehr 🙁

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