Kultur – Film / TV

Kino (c) STADTBEKANNT
Kino (c) STADTBEKANNT

Die besten Trash-Filme aller Zeiten Teil 1

5. Februar 2015 • Film / TV

Ihr sucht Filme ohne Niveau, Inhalt oder Handlung?

Wir haben sie alle. STADTBEKANNT hat für euch zusammengestellt was der Hollywood-Mistkübel an Trashfilmen so zu bieten hat. Hier ist der erste Teil. Ihr kennt keinen der vorgestellten Streifen? Dann wisst ihr ja schon, was ihr heute Abend macht!

Weitere Film-Vorschläge sind natürlich wärmstens erwünscht!

Die rote Flut

Die rote Flut

Die rote Flut

Was war vor dem Terrorismus ab den 1990ern? Der Kommunismus in den 1980ern. Und vor dem Kommunismus war der Terrorismus in den 1970ern. Und vor dem Terrorismus war der Kommunismus… Ja egal, Angst muss man also immer haben. In den 1980ern war wie gesagt wieder einmal der Kommunismus zum Fürchten dran. Und damit man das auch nicht vergisst hat uns das Pentagon ääähhh… John Milius (diesem guten Mann haben wir auch noch Conan der Barbar zu verdanken, aber das ist eine andere Geschichte) einen Film geschenkt, der nichts an billiger Panikmache und feuchten Buben-Patriotismus-Fantasien zu wünschen lässt.
Wie die Maikäfer fallen in Die rote Flut plötzlich Fallschirmspringer aus der UdSSR, Kuba (!) und Nicaragua (!) vom Himmel und okkupieren ein kleines Städtchen irgendwo in Colorado. Es werden Menschen erschossen, vergewaltigt, eingesperrt, das ginge ja noch, aber als Gipfel der Gemeinheit besetzen die gottlosen Kommunisten auch noch das Autokino. Da hört der Spaß aber wirklich auf! Eine Gruppe High School Schüler rottet sich also in den Bergen zusammen und beginnt von hier aus als Guerrilla-Armee unter dem Namen „Wolverines“ gegen die Invasoren zu kämpfen. Die echte, wahre Wahrheit.
Doch abgesehen von der tollen Story ist allein der großartige Cast schon einen DVD-Abend wert: Charlie Sheen (noch ohne Alk, Nutten und Koks, also im Film zumindest, Patrick Swayze (der zwar noch nicht die Time of seinem Life hatte, aber zumindest schon Jennifer Grey. Gott hab ihn selig!) und Jennifer Grey (noch mit Original-Nase aber auch noch kein „Baby“) überzeugen restlos. Sehr frei nach Carl von Clausewitz ist Film nur Krieg mit anderen Mitteln. Unter diesem Motto schafften es in den 1980ern amerikanische (Film-)Helden endlich den Vietnamkrieg zu gewinnen und Kuba zu unterwerfen – nur hier halt umgekehrt. Während in Rambo 2 endlich die Wahrheit über den Krieg in Vietnam herauskam, nämlich, dass die bis an die Zähne bewaffneten Vietcong dort einfach über friedliche amerikanische Guerrillas herfielen macht es sich Red Dawn noch etwas leichter. Hier überrennt Kuba mit sowjetischer Hilfe ganz einfach die USA. Wahrscheinlich hat er dazu einfach die Boote benützt die die Amerikaner damals in der Schweinebucht zurückgelassen haben, doch das bleibt nur Spekulation. Die Botschaft bleibt aber: Die USA hegten, insbesondere in den 1980ern riesige Sympathien für Guerrillas und Freiheitskämpfer im Allgemeinen und kämpften für Frieden und Freiheit. Und die Europäer waren schon damals, bis auf die Briten, feige Hunde die sich lieber den Arsch breit saßen, Baguette aßen und Rotwein tranken. Ja, und Kommunisten waren natürlich auch damals gemein und fraßen Kinder.
Den Trailer gibt’s hier.

 

One tough Bastard

One tough Bastard

One tough Bastard

Manche Menschen eröffnen nach ihrer aktiven Sportkarriere eine Trafik, werden Sportkommentator oder entwickeln ein ernsthaftes Alkoholproblem. Brian Bosworth wurde Schauspieler – und wir sind ihm dankbar dafür. Dass Footballstars auch großartige Filmdarsteller sein müssen hat uns vorher ja bereits O.J. Simpson bewiesen. Und gegen den schneidet Bosworth insgesamt karmamäßig ganz gut ab.
Zum Film gibt es wenig zu sagen, die absurde Story von One tough Bastard oder auch One Man’s Justice, spricht für sich. Nachdem Frau und Tochter von John North (The „Boz“ Himself) von den Schergen eines korrupten FBI-Agenten beim Versuch Waffen zu stehlen Niedergeschossen wurden geht dieser auf einen fürchterlichen Rachefeldzug. Der Rest ist Geprügel, Geballer und Geblute. Neben der üblichen Proll-Action glänzt „One Tough Bastard“ noch mit äußerst absurden Features wie Heroin-Dealern im Volksschulalter und einem 1:1 Tausch von Kokain gegen Heroin. Wer hier nach dem Sinn fragt ist selbst Schuld. Auf der Hülle der Original-DVD heißt es „Er kann nicht vergessen… Er kann nicht vergeben“ eine Filmzeitschrift fügte hinzu „Er kann nicht weinen“. Hätte er sich ordentlich ausgeweint, vielleicht wären ein paar mehr Menschen am Leben geblieben… vielleicht. Äh, ja und MC Hammer spielt mit.
Den Trailer gibt’s hier.

 

Sie leben

Sie leben

Sie leben

Popcorn

Ein Wrestlingstar in der Hauptrolle und der Altmeister des gepflegten Horrorfilms im Regiestuhl – was kann da noch schief gehen.? Natürlich nichts. In „Sie leben“ verbindet Halloween-Regisseur John Carpenter dystopischen Science-Fiction-Horror mit einer ordentlichen Portion Sozialkritik. Er lässt seinen testosteronschwitzenden Hauptdarsteller einmal ordentlich aufräumen mit Außerirdischen, die sich auf der Welt eingenistet haben um die Menschen zu knechten und auszubeuten, sowie ihren humanoiden Schergen.
John Nada (Roddy „Rowdy“ Piper) kommt neu in eine Stadt an der US-Westküste und muss bald erkennen, dass hier eine dunkle Macht am Werke ist. Mit Hilfe einer speziellen Sonnenbrille (Whatever happend to the Ray Ban?) erkennt er, dass sich hinter den staatlichen Unterdrückern Außerirdische stecken die den Menschen mit unterschwelligen Botschaften über TV und Plakate das Gehirn waschen. Das gilt es natürlich mit vollster Zerstörungswut zu bekämpfen. Die 1980er waren eine großartige Zeit für Trash aller Art. Doch „Sie leben“ weiß eben nicht nur mit einer unheimlich waghalsigen Optik sondern auch noch mit einer gesellschaftskritischen Story zu punkten. Und wem das noch nicht genügt, der soll sich einfach am Edel-Vokuhila von Schauspiel-Ikone Roddy „Rowdy“ Piper ergötzen. Eure Augen trügen euch übrigens nicht: Bei dem Mann ist der Hals wirklich breiter als der Kopf.
Den Trailer gibt’s hier.

 

Eat the Rich

Eat the Rich

Eat the Rich

Im Londoner Nobelrestaurant “Eat the Rich” ist der Name Programm. Der ehemalige Kellner Alex tötet zusammen mit einigen Kumpanen die Angestellten und reichen Gäste und verfüttert diese an die nachkommenden Geldsäcke. Diese zeigen sich begeistert davon im „Eat the Rich“ beleidigt und erniedrigt zu werden und halten das Versprechen Menschenfleisch zu servieren für einen großartigen Scherz.

Währenddessen versuchen der böse Commander Fortune sowie der Anarchist Spider und General Karpov den verkommenen Innenminister und Kandidaten für das Amt des Premiers Nosher zu stürzen.
Starauflauf

Eat the Rich wartet neben bitterbösem schwarzen Humor auch mit einer ganzen Reihe von Stars auf. Neben den bekannten Schauspielern Robbie Coltrane und Jennifer Saunders sind unter anderem Paul McCartney (Ex-Beatle), Bill Wyman (Ex-Rolling Stones) und Shane McGowan (The Pogues) zu sehen.

Ihnen allen die Show stiehlt dabei aber der Motörhead-Mastermind Lemmy als anarchistischer Terrorist. Seine Band ist es auch die für einen Großteil des dröhnenden Soundtracks von „Eat the Rich“ verantwortlich zeichnet. Dieser passt bestens zum absurden Handlungsverlauf. Trotzdem schwingt in den bitterbösen Geschichten viel an, oft wenig verklausulierter, Kapitalismuskritik mit. Franchise in Österreich ist bisher keines geplant, trotzdem: Mahlzeit.
Den Trailer gibt’s hier.

 

Batman hält die Welt in Atem

Batman hält die Welt in Atem

Batman hält die Welt in Atem

Nanananana Nanananana Bätmäääään. War die Batman-Serie aus den 1960er Jahren schon das Kinderäquivalent eines LSD-Trips, so schlägt der Film wirklich dem Pinguin den Zigarettenspitz aus der Visage. Mit Pappmaché-Kulissen und dem übrigen Kostümfundus von Errol Flynns Robin Hood-Film aus den 1930ern, sieht wirkt „Batman hält die Welt in Atem“ als hätten ihn Tim Learys Studenten in einer Vorlesungspause gedreht.
Mit viel „Zapp“ und „Pow“ prügeln sich Batman und Robin durch ihre quietschbunte Comic-Welt. Für zusätzlichen optischen Aufputz sorgt Batwoman, aka „Katzenweib“ in der deutschen Synchro, im schwarzen Fetischkostüm (jaja, bei Diana Rigg geklaut). Ansonsten geht’s aber wirklich kinderfrei bis debil zu in Gotham City, insbesondere die Kampfszenen wirken als hätten sie die Zweitbesetzung der Power Rangers choreographiert. Was ein Spaß!
Auch waren die Bösewichte vor Heath Ledgers Joker noch irgendwo zwischen Tintifax und Fritz Fantom anzusiedeln. Es würde hier den Rahmen sprengen allen Irrsinn in diesem Film einzeln aufzählen, also einfach zurücklehnen, Bat-Anti-Hai-Spray versprühen und genießen. Achja, eine Story gibt’s auch, irgend so was mit Weltherrschaft… egal, nanananana nanananana Bätmäääään.
Den Trailer gibt’s hier.

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