Lifestyle – Skurriles

Wiener Trabrennverein

Der Wiener Trabrenn-Verein Krieau – die Legende lebt!

2. September 2013 • Skurriles

Die Rennsaison hat wieder begonnen!

Die sonntäglichen Trabrennen in der Wiener Krieau (vier verschiedene Vokale hintereinander!) finden zwar fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, doch ein Lokalaugenschein zeigt: Der Trabrennsport lebt!

Immerhin ist die Zufahrt zur Trabrennbahn durch die U2 Verlängerung so einfach wie noch nie. Quasi vor der Haustüre steht man, wenn man an der Station Krieau aussteigt; zwischen futuristischen Glasfassaden, Hochhäusern und der Betonwüste, die die unmittelbare Gegend prägen, mutet es sehr befremdlich an, hinter einem meterhohen Zaun Pferdegeräusche zu hören.

Krieau Aktuell Programmheft (c) stadtbekannt.at

Krieau Aktuell Programmheft (c) stadtbekannt.at

Doch gar nicht so vereinsamt wie man denkt ist das Rennzentrum: die Besucher sind zahlreich, fast alle Tische im Innenraum sind besetzt, die Schalter ebenfalls gut besucht, und auf den Tribünen freuen sich auch schon ein paar Menschen auf die Rennen. Das Publikum ist allerdings nicht adelig-betucht und mit großen Hüten würde man hier eher auffallen – ältere Herren mit Fernglas, Damen mit Dauerwelle und Spielernaturen sitzen hier und füllen rauchend Wettscheine aus.

Denn nur darum dreht es sich in den etwa zehn Rennen pro Renntag, bei denen die Jockeys auf kleinen Wagen hinter den trabenden Pferden hergezogen werden: Zwei Euro auf Sieg für „Tintifax“ oder ein Euro auf „Elton John“ – wer die Pferde nicht kennt der kann nur nach Namen gehen, auch wenn im am Schalter erhältlichen Rennheft ein paar gute Tipps und Einschätzungen zu den einzelnen Läufen stehen. Das gewonnene Geld (und gewinnen tut man eigentlich schnell mal ein paar Euro) kann man dann beim Buffet in Bier, Schnitzelsemmel oder Frankfurter investieren: in der Krieau geht es auch kulinarisch eher bodenständig zu.

Trabrennbahn (c) stadtbekannt.at

Trabrennbahn (c) stadtbekannt.at

Die anschließende Siegerehrung fällt – so wie alles andere auf der Rennbahn – ebenfalls in die Kategorie „liebenswert-skurril“: vor etwa dreißig Zuschauern finden sich die Gewinner auf dem Siegertreppchen ein, die Bundeshymne wird gespielt und zum Schluß gibt’s noch eine Ehrenrunde mit dem Fiaker. Da geht einem wirklich das Herz auf: auf der Trabrennbahn gibt’s eben nur Gewinner.

Die anschließende Siegerehrung fällt – so wie alles andere auf der Rennbahn – ebenfalls in die Kategorie „liebenswert-skurril“: vor etwa dreißig Zuschauern finden sich die Gewinner auf dem Siegertreppchen ein, die Bundeshymne wird gespielt und zum Schluß gibt’s noch eine Ehrenrunde mit dem Fiaker. Da geht einem wirklich das Herz auf: auf der Trabrennbahn gibt’s eben nur Gewinner.

Zielrichterturm (c) stadtbekannt.at

Zielrichterturm (c) stadtbekannt.at

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