Wien – Leben

Wien Ausblick (c) STADTBEKANNT
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Der stadtbekannt Wochenrückblick

16. Oktober 2011 • Leben4 Kommentare zu Der stadtbekannt Wochenrückblick

Das Leben in der stadtbekannt Redaktion ist hart aber ungerecht. Viel zu frühe Artikeldeadlines, ein ominöser Fehler 500, der immer wieder im ungeeignetsten Moment – eigentlich ist da aber jeder Moment ungeeignet – die Startseite von stadtbekannt.at lahmlegt, arktische Bürotemperaturen und der ungläubige Skeptizismus der Chefredaktion über vorgebrachte Entschuldigungen zehren an unseren Nerven.

Zusätzlich ist die größte Spekulationsblase in der kurzen aber bewegten Geschichte von stadtbekannt.at geplatzt. Zahlreiche RedakteurInnen haben ihr sauer verdientes Geld in Monatstickets der Wiener Linien investiert, in der wagen Hoffnung, dass wenn man nur lange genug warten würde, die Tarifreform zu deutlich günstigeren Tickets führen würde. Aber denkste, kaum ist die Tarifreform beschlossen, stellt sich heraus, dass man genauso gut schon vor Monaten eine Jahreskarte erwerben hätte können und trotzdem von der Reform profitiert hätte.

Das Platzen dieser Spekulationsblase führte zu einem Stimmungstief, das wohl nur vergleichbar ist mit der Stimmung auf der Wallstreet nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers. Aber nicht genug des Unglückes, denn seit Einführung und rigoroser Umsetzung eines Putzplanes ist der Putzteufel los. Schon kleinste Ansammlungen von Dreck werden mit einer unerbittlichen Härte verfolgt, die an die Vorgangsweise des Wohlfahrtsausschusses während der französischen Revolution erinnert. Es wurde sogar überlegt einem Redakteur ein Glas, dass er liebevoll von oben bis unten mit dem Mist von Tagen angefüllt hatte, in den Urlaub nachzusenden.

Dass er dies nur tat um seine Missetaten vor dem erbarmungslosen Putzdienst zu verbergen, rettete ihn nicht. Lediglich die Einwände, dass eine solche Sendung leicht als biologischer Terrorismus fehlverstanden werden könnte, brachte den Mob schließlich zur Vernunft.

Gewissheiten in unsicheren Zeiten

Ob all dieser Schrecken ist es doch gut, wenn es Dinge gibt, die armen, geschundenen Redakteursseelen Linderung der Seelenqualen versprechen. Und wie immer bei solchen Wundern kommen diese oft von unerwarteter Seite. Gestern berichtete das große ungarische Nachrichtenportal index.hu über das grüne Haus der MA48. Wenn Google Translate nicht irrt, sind einigen KommentatorInnen die Bilder unseres Artikels zum selben Thema positiv aufgefallen. Zu Tausenden kamen LeserInnen aus Ungarn und erfreuten sich an unseren Bildern. Zwar gibt es RedakteurInnen, die sich eher über LeserInnen freuen, die unsere Texte im Regelfall verstehen können, aber wir freuen uns natürlich auch, wenn jemandem unsere Bilder gefallen.

Die immer kritische Chefredaktion konnte es sich jedoch nicht verkneifen darauf rumzureiten, dass diese LeserInnen wohl ebensowenig mit unserer Seite anfangen konnten, wie einige Wochen zuvor die Hundertschaften, die uns über die Google Suche „Tara Saturday Night Fever nackt“ fanden. Die Bildredaktion entgegnete aber mit Recht empört, dass wir vom Grünen Haus wenigstens Bilder hätten, von Frau Tara nicht, weder nackt noch angezogen.

Bin ich ein Hipster?

Auch wenn unsere LeserInnen uns bestimmt allesamt für dem Hipstertum verfallene, in pseudointelektuellem-Bobo-Spießertum gefangene LangzeitstudentInnen halten, stellt sich das bei genauerer Betrachtung doch komplexer dar. Helden der Hipsterbewegung wie Peter Rapp, werden in Teilen der Redaktion durchaus kritisch beäugt und jede Erwähnung des Namens mit einem augenrollenden „muss das schon wieder sein“ quittiert. Trotzdem haben wir seine Biografie rezensiert, sein Auftritt bei Grissemann und Stermann in Willkommen Österreich hat aber auch seine größten redaktionsinternen KritikerInnen zum Schweigen gebracht. Und gegen die analytische Auseinandersetzung mit der Hipsterkultur des Kollegen Brandstetter, hatte niemand etwas einzuwenden.

Einzuwenden hat man aber etwas, wenn redaktionsinterne Geheimtipps, wie das Café Mentone, als Lokaltipps vorgestellt werden. Denn dann läuft da bald jeder zweite Hipster hin! Und wieder sind wir bei den Hipstern, sie sehen schon liebe LeserInnen, wir drehen uns im Kreis.

Um die Kunstvermittlung dreht sich hingegen sehr viel in unserer Kunstredaktion, versucht sie doch mit der Interpretation und Beschreibung ausgewählter Kunstwerke aus aktuellen Ausstellungen im Rahmen der Serie „Spotted“ Kunstvermittlung auf sehr neue und innovative Art.

Geschmackssache

In der Filmredaktion drehte sich letzte, wie auch in den kommenden Wochen, alles um die Viennale. Während das Interesse vieler unserer LeserInnen vor allem um den Gewinn der diesjährigen Viennale Tasche kreist, kreist nicht wenigen dabei der Schädel, ist die knallbunte Tasche, doch wie jedes Jahr Geschmackssache.

Geschmackssache ist auch die wöchentliche Rezension von Saturday Night Fever, was manche unserer LeserInnen für den größten Mist aller Zeiten halten und auf was manche sehnsüchtig warten. Geschmackssache ist auch das Verhalten vieler Wiener TaxifahrerInnen, die jetzt sogar von Privatdetektiven nach „schwarzen Schafen“ durchforstet werden. Ein Exemplar wurde von einem „anonymen“ stadtbekannt Redakteur schon gefunden. Gefunden haben wir auch Wiens schönste Kaffee– und Teehäuser.

Alles neu

Viel Neues hat der Oktober besonders Shopaholics gebracht: Der Concept Store White Rabbit öffnete mit neuem Konzept und neuem Look, ganz neu ist der Backyard-Store in der Kirchengasse, wo kaum getragene Second Hand Ware bezogen werden kann. Das ein oder andere Stück hat die stadtbekannt Redaktion dort schon erstanden, und somit war wieder ein Teil des hart erarbeiteten Monatslohn futsch – aber es hat sich ausgezahlt.

Ebenfalls kaum wiederstehen konnten wir den Cupcakes in der frischen Cupcakes Manufaktur im 9. Bezirk, weswegen die Redaktion in Zukunft wohl etwas mehr Sport treiben muss (wir wollen ja auch in unsere neue Kleidung passen).

Und gefunden hat uns jetzt vielleicht auch eine kleine aber feine ungarische LeserInnenschaft, die wir mit einem herzlichen „Willkommen / üdvözöl vkit, begrüßen wollen.

Viel Spaß auch in der kommenden Woche und einen schönen Sonntag, wünscht euch eure stadtbekannt Redaktion! Was ihr kommende Woche so machen könnt verraten euch, wie immer, unsere Wochentipps.

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4 Antworten auf Der stadtbekannt Wochenrückblick – Verstecken

  1. Charles sagt:

    LOL
    Natürlich seid ihr alles Hipster, was denn sonst bitte?

  2. claus eberhartinger sagt:

    hallo
    hallo!

  3. reinhard fendrich sagt:

    auch hallo
    auch hallo

  4. wolfgang ambross sagt:

    aber hallo
    aber hallo

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