Kultur

(c) Foto K 2011
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Der stadtbekannt Off- und Newspace Guide. Teil 3.

20. Dezember 2011 • Kultur

Unser Offspace-Guide geht in die dritte Runde. In Teil 1 und Teil 2 haben wir euch schon einmal einige unabhängige Räume für zeitgenössische Kunst vorgestellt. In Wien existiert eine lebendige junge Szene an KünstlerInnen und KuratorInnen, die sehr kreativ die „Orte im Abseits“ für spannende Kunst zu nutzen weiß. Wir stellen euch daher in einem dritten Teil einige zusätzlichen Offspaces und Kunsträume vor.

Wem die Bezeichnung „Offspace“ kein Begriff ist, dem sei kurz erklärt: Offspaces sind unabhängige, nichtkommerzielle Ausstellungsräume (oft) von und für junge zeitgenössische KünstlerInnen. Diese Kunsträume distanzieren sich von den großen Kunstinstitutionen mit all ihren politischen, ökonomischen und ideellen Konnotationen. Sie befinden sich oft in den Ateliers der KünstlerInnen selbst, in leerstehenden Industrieräumen, aber auch in Privatwohnungen. In Offspaces sind oft zu allererst die neuesten künstlerischen Tendenzen ablesbar, denn diese subkulturellen Räume trauen sich aufgrund ihrer Unabhängigkeit und Flexibilität kontroverse Diskussionen auszulösen oder diese zu führen – etwas, das die großen Institutionen oft nicht (mehr) leisten wollen oder können.

 

AUSARTEN

Seit vier Jahren gibt es den jungen Wiener Verein bereits, der in den letzten Monaten äußerst engagiert werkelte. In der Mollardgasse im sechsten Bezirk günstig gelegen, wird der Ausstellungsraum mit monatlichen Präsentationen von jungen KünstlerInnen bespielt. Das Programm ist inhaltlich nicht auf einen Schwerpunkt ausgerichtet – man stellt vielmehr den Versuch an, einen uneingeschränkten Blick auf das aktuelle Kunstgeschehen der jungen Wiener Szene zu werfen.

 

Wohnzimmerbiennale

Von Wohnzimmer zu Wohnzimmer heißt hier die Devise. Mit dem Ziel eine unabhängige und offen zugängliche Kunstplattform schaffen, werden quasi-nomadische Ausstellungen in zur Verfügung gestellten Wohnzimmern veranstaltet, die so einen Abend lang zu einem temporären Offspace umgewandelt werden.

 

Foto K

Man mag es vielleicht nicht glauben, aber auch außerhalb des Gürtels findet Kunst statt: im 15. Bezirk nämlich, in einem kleinen typischen Wiener Gassenlokal. Dieses dient als kleiner flexibler Ausstellungs- und Experimentierraum, in welchem regelmäßig Ausstellungen realisiert werden. Doch wer hier an einen white Cube denkt, der liegt falsch: indem sich die KünstlerInnen mit den Fragen der Inszenierung und der Präsentation von Fotografie beschäftigen, arbeiten sie auch mit den räumlichen Gegebenheiten des Ausstellungsraumes.

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