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Krapfen (c) STADTBEKANNT
Krapfen (c) STADTBEKANNT

Der STADTBEKANNT Krapfentest

14. Februar 2015 • Ganz Wien aufgelistet, Kulinarik2 Kommentare zu Der STADTBEKANNT Krapfentest

Krapfen, Krapfen, Krapfen!

STADTBEKANNT hat es sich erneut zur Aufgabe gemacht, den besten Krapfen der Stadt zu finden. Wir müssen gestehen – es war keine leichte Aufgabe, besonders für unsere Mägen. Aber am Ende hat es sich gelohnt!

 

Bäckerei Cafe Felzl

Krapfentest Felzl (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Felzl (c) STADTBEKANNT

Noch unbescholten gehen wir in den Test und starten mit dem Krapfen der Bäckerei Felzl. Wir finden, dass es schon ein bisschen mehr Zucker hätte sein dürfen und auch der erste Biss ist ein wenig enttäuschend. Irgendwie haben wir keine Marmelade zwischen die Zähne bekommen – diese versteckt sich nämlich ziemlich gut. Als wir sie dann endlich gefunden haben, überzeugt sie uns.

Der Teig ist ganz gut – resch und luftig. Trotzdem stellen wir uns eine Geschmacksexplosion dann doch ein bisschen anders vor. Der Nachgeschmack ist ein wenig fettig – manche erinnert er sogar ein bisschen an Fleisch. Gekostet hat der Krapfen hier 1,10 Euro.

Krapfentest Felzl Biss (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Felzl Biss (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Kann man schon essen – schlecht ist der Felzl-Krapfen auf keinen Fall, vor allem die Marmelade besticht hier. Überschwänglich sind wir dann aber auch nicht. 7/10 Punkte.

 

Bäckerei Ströck

Krapfen Bäckerei Ströck (c) STADTBEKANNT

Krapfen Bäckerei Ströck (c) STADTBEKANNT

Der Krapfen der Bäckerei Ströck – unser nächstes Opfer. Auch hier fragen wir uns, wo der ganze Zucker abgeblieben ist. Aber wir wollen uns davon nicht beeinflussen lassen und beißen genüsslich in unser Testobjekt. Der Teig ist sehr weich – so stellen wir uns das vor!

Bei der Marmelade gilt dieses Mal: weniger ist manchmal mehr. Man kann es uns irgendwie nicht recht machen, jedoch suchen wir das goldene Mittelmaß an Fülle. Die Marillenmarmelade vom Ströck ist nicht so picksüß, aber ganz können wir uns auch für sie nicht erwärmen. Den Nachgeschmack können wir nur mit seltsam und ein wenig chemisch beschreiben. Kostenpunkt: 1,10 Euro.

Krapfentest Bäckerei Ströck (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bäckerei Ströck (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Der Ströck-Krapfen überzeugt vor allem mit seinem luftigen Teig – so stellen wir uns die Konsistenz von Wolken vor. Für Fans von einer ordentlichen Portion Marmeladenfülle ein absolutes Muss. Für uns durchaus eine solide Option. 6/10 Punkte.

 

Anker

Krapfentest Anker (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Anker (c) STADTBEKANNT

Langsam bekommen wir ein Gespür und wissen worauf wir besonders achten müssen. So finden wir, dass das Aussehen und vor allem die Zuckerhaube des Anker-Krapfens sehr vielversprechend aussieht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Gespannt sind wir also, als wir unsere Zähne in der teigigen Kalorienbombe versenken. Leider werden wir hier ein bisschen enttäuscht. Anfangs scheint die Konsistenz ideal zu sein, doch bald macht der Teig den Anschein, als würde er in unseren Mündern immer mehr werden. Und die Marmelade hat einen allzu säuerlichen Beigeschmack. Auch hier lässt der Nachgeschmack schwer an Chemie erinnern – manche finden ihn sogar Kopfweh verursachend. 1,15 Euro pro Stück kostet der Krapfen.

Krapfentest Bäckerei Anker (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bäckerei Anker (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Aussehen ist nicht alles. Der Anker-Krapfen überzeugt auf den ersten Blick – ist dann aber doch eher etwas für Menschen, die nach dem Motto „sauer macht lustig“ leben. Aber so richtig eeww ist er dann auch nicht. Flaumig ist der Teig ja schon. Wir einigen uns also auf 6/10 Punkte.

 

Der Mann

Krapfentest Der Mann (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Der Mann (c) STADTBEKANNT

Als nächstes ins Rennen geht der Krafen der Bäckerei der Mann. Wir brauchen ein bisschen, um ihn unter der dicken Zuckerschicht zu finden, irgendwie muss dieses Prachtexemplar ja auf seine 441 kcal kommen. Abschrecken lassen wir uns von der Nährwertangabe nicht. Leider. Den Krapfen können wir bestenfalls als „okay“ beschreiben. Der Teig ist pappig, die Marmelade hat wohl noch nie Natur gesehen und der Nachgeschmack, nunja, der ist bäääh.

Auch hier können wir jedoch beschwichtigend sagen, dass auch wenn uns bei der Süße dieses Krapfens ein bisschen übel wird,  das alles Geschmackssache ist. Für Schleckermäuler und Liebhaber der überdurchschnittlich süßen Küche dürfte dies der eindeutige Testsieger sein. Das Geldbörserl verliert so oder so 1,10 Euro.

Krapfentest Bäckerei Der Mann (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bäckerei Der Mann (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Wahrscheinlich ist der Mann-Krapfen nicht jedermanns Sache. Wir können uns mit dem Gesamtpaket dieses Krapfens nicht ganz anfreunden – verstehen aber all jene, die ihn für den wahr gewordenen Zuckertraum halten. Um gerecht zu bleiben, bekommt er also 4/10 Punkte.

 

Waldherr Vollkorn Bio Bäcker

Krapfen Vollkorn Bio Bäckerei Waldherr (c) STADTBEKANNT

Krapfen Vollkorn Bio Bäckerei Waldherr (c) STADTBEKANNT

Der einzige Testteilnehmer, dem wir das Prädikat vegan verleihen dürfen. Wir sind also besonders gespannt. Edel aussehen tut er ja, dieser Krapfen. Das elegant geschwungene „W“ ist optisch ansprechend, der Zucker scheint gut dosiert zu sein. Der erste Bissen ist nicht ganz eindeutig. Ist er nun schwer und vollmundig? Oder einfach schwerer als das auch schon probierte Wölkchen. Auf jeden Fall würden wir ihn nicht als luftig beschreiben.

Aber das stört in diesem Fall kaum, denn der Teig ist einfach gut. Und interessanterweise sind Teig und Marmelade geschmacklich schön voneinander getrennt. Wie das funktioniert wissen wir auch nicht. Die Marmelade hat einen leicht zitronigen Beigeschmack. Und auch den Nachgeschmack können wir nur loben. Kostenpunkt hier: 1,60 Euro.

Krapfentest Vollkorn Bio Bäckerei Waldherr (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Vollkorn Bio Bäckerei Waldherr (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Wir haben schon kleine Herzchen in den Augen, wenn wir an diesen Krapfen denken. Auch wenn er geschmacklich dann doch nicht ganz typisch krapfisch ist. Und leider merkt man am Preis, dass es sich bei Waldherr um einen Vollkorn Bio Bäcker handelt. Deswegen müssen wir leider einen Punkt abziehen: 9/10 Punkte.

 

Bio Vollwertbäckerei Gradwohl

Krapfen Bio Vollwertbäckerei Gradwohl (c) STADTBEKANNT

Krapfen Bio Vollwertbäckerei Gradwohl (c) STADTBEKANNT

Dieser Krapfen wird uns nackt präsentiert. Anders können wir das nicht beschreiben, denn das Zuckerhäubchen suchen wir vergeblich. Schade – aber vielleicht eine Alternative für Kalorienzähler und Gesundheitsfanatiker (aber ob ein Krapfen dann überhaupt die richtige Wahl ist?!).

Der Teig ist solala. Nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Die Marmelade schmeckt naturbelassen – wir mögen das und würden hierfür schon 7/10 Punkte vergeben. Der Nachgeschmack – dazu fallen uns nicht die richtigen Worte ein. Man stelle sich ein Schulterzucken vor. Der Kostenpunkt liegt hier bei 1,24 Euro.

Krapfentest Bio Vollwertbäckerei Gradwohl (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bio Vollwertbäckerei Gradwohl (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Für uns handelt es sich hierbei nicht wirklich um einen Krapfen. Nein, viel mehr ist es eine Süßspeise von Gradwohl im Krapfenpelz. Deswegen können wir uns auch nicht wirklich entscheiden wie wir ihn bewerten sollen. Unter dem Aspekt „Krapfen“ käme er nicht sonderlich gut weg. 3/10 Punkte.

 

Ideenbäckerei Geier

Krapfen Bäckerei Geier (c) STADTBEKANNT

Krapfen Bäckerei Geier (c) STADTBEKANNT

Nach einer kurzen Pause – unsere Mägen haben das verlangt, wir hätten fröhlich weiter gemacht – geht es dann auch weiter. Zuckertechnisch sind wir hier mit dem Bäcker auf einer Wellenlänge. So mögen wir das. Der Teig ist superluftig und die Marmelade schmeckt als hätte man Marillen zwischen den Beisserchen. Der Krapfen ist im Abgang ein Traum und irgendwie versetzt uns dieses Geschmackserlebnis zurück in unsere Kindheit.

Leider schauen wir uns die Liste der Inhaltsstoffe genauer an und das Erwachen ist nicht schön. Viel zu viele unaussprechliche Namen sind hier vertreten und das holt uns dann doch wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück. Preis: 1,10 Euro.

Krapfentest Bäckerei Geier (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bäckerei Geier (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Prinzipiell sind wir begeistert von dem harmonischen Zusammenspiel von Teig und Marmelade, das der Geier-Krapfen bietet. Wären da nicht die vielen unnötigen Zusatzstoffe und die extra aufgelisteten Eier aus Bodenhaltung (ernsthaft?). Uns bleibt nichts anderes übrig als zwei Punkte abzuziehen, so dass wir den Geier Krapfen mit 8/10 Punkte bewerten.

 

Bäckerei Schwarz

Krapfen Bäckerei Schwarz (c) STADTBEKANNT

Krapfen Bäckerei Schwarz (c) STADTBEKANNT

Der Grad zwischen zu viel und zu wenig Zucker ist ein schmaler. Das merken wir auch bei dem Krapfen der Bäckerei Schwarz, der für unseren Geschmack schon wieder ein bisschen zu viel davon trägt. Der Teig ist ein wenig zach aber geschmacklich sehr gut. Die Marmelade ist schmackhaft, wenn auch ein chemischer Beigeschmack an ihr heftet. Zahlen muss man hier 1,20 Euro.

Krapfentest Bäckerei Schwarz (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Bäckerei Schwarz (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Sollte uns dieser Krapfen der Bäckerei Schwarz bei Freunden serviert werden, wären wir sicherlich nicht enttäuscht. Unsere erste Wahl ist er aber auch nicht. Optisch ist er schon ansprechend und da er sich sonst eher durchschnittlich gibt, bekommt er 6/10 Punkte.

 

Hofer

Krapfen Hofer (c) STADTBEKANNT

Krapfen Hofer (c) STADTBEKANNT

Größe ist nicht alles. Das stimmt schon, trotzdem ist das eher kleine Format des Hofer-Krapfens das erste, was uns ins Auge springt. Das zweite ist dann der „komische“ Zucker, der sich so anders gibt als alle bisher unter die Lupe genommenen. Jetzt sind wir neugierig wie er schmeckt, dieser Krapfen und beißen beherzt hinein. Nur um im nächsten Moment an eine Chemiefabrik erinnert zu werden.

Auch wenn der Teig sehr luftig ist, der Geschmack ist alles andere als überzeugend. Die Marmelade gibt sich als Mauerblümchen, die zwar da aber nicht wirklich besonders auffallend ist. Günstig ist er mit 0,25 Euro dafür allemal.

Krapfentest Hofer (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Hofer (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Der Hofer-Krapfen ist ideal, wenn einem am Ende des Monats der Heißhunger auf diese Süßespeise überfällt, das Geldbörserl aber nicht mehr viel hergibt. Oder wenn man schon so einen Spiegel hat, dass man kaum noch etwas schmeckt. Praktisch auch, wenn man seinem Körper Kalorien zuführen will, der Geschmack dabei aber nur Nebensache ist. 2/10 Punkte.

 

Billa

Krapfen Billa (c) STADTBEKANNT

Krapfen Billa (c) STADTBEKANNT

Unser letzter Krapfen im Test – und wir geben zu, wir freuen uns schon ein bisschen darüber. Langsam reicht es dann doch. Überhaupt bei dem Anblick des Zuckerberges, der sich auf unserem letzten Testobjekt befindet. Zu viel ist zu viel.Schon beim ersten Bissen klebt eine dicke Zuckerschicht an unseren Gaumen, die wir nur mit Mühe wieder loswerden.

Der Teig hingegen ist sehr leicht und fluffig, die Marmelade auch hier eher unspektakulär. Einen Nachgeschmack können wir nicht wirklich feststellen. Gezahlt haben wir hier 1,00 Euro pro Stück.

Krapfentest Billa (c) STADTBEKANNT

Krapfentest Billa (c) STADTBEKANNT

 STADTBEKANNT meint

Der erste Bissen ist hier überraschend, die Zuckerschicht auf jeden Fall zu viel. Gäbe es für den Teig eine Facebook-Seite würden wir diese liken, die Marmelade eher ignorieren. Nach einigen Diskussionen haben wir uns auf 5/10 Punkte geeinigt.

 

Der Sieger ist gekrönt: Der vegane Krapfen von Walherr darf in Zukunft das Krönchen tragen. Uns ist dagegen inzwischen dezent übel und irgendwie sehnen wir uns nach einem Stamperl. Wenn der Feierabend dann kommt … 

 

Habt ihr euch auch schon durch mehrere Krapfen getestet? Wer ist euer Favorit?

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2 Antworten auf Der STADTBEKANNT Krapfentest – Verstecken

  1. La vera sagt:

    die wirklich besten krapfen gibt es bei der bäckerei groissböck in der schönbrunner strasse (U4) – sind angeblich auch schon mal dafür prämiert worden….

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