Wien – Unnützes Wienwissen

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Der letzte Ritter und sein Erbe

1. August 2014 • Unnützes Wienwissen

Der Aufstieg der Habsburger (ca. 1450-1575)

15. Jahrhundert – wir befinden uns auf der Schwelle zur Neuzeit: 1402 entdeckt Columbus Amerika. Das Zeitalter der Entdeckungen bricht an. Renaissance-Kunst, Kultur und Wissenschaft erleben eine Hochblüte, der Humanismus prägt Europa. Es ist die Zeit großer Künstler wie Shakespeare, Da Vinci oder Dürer, aber auch eine Zeit der Religionskonflikte. 1517 schlägt Luther seine 95 Thesen an ein Kirchentor.

In Österreich folgt Maximilian I. seinem Vater Friedrich III. auf den Kaiserthron nach. Als “Letzter Ritter” fördert er das kulturelle Leben, als unerbittlicher Machtpolitiker sorgt er für Einflussgewinn der Habsburger. Maximilian verheiratet sich selbst, seine Kinder und seine Enkel mit Kalkül. Zum Erfolg verhilft ihm dabei mindestens so viel Glück wie Verstand: Die nicht-habsburgischen Erben sterben, wieder wächst Österreich.

Maximilians Enkel, Kaiser Karl V., wird so zum Herrscher über ein Reich, “in dem die Sonne nicht untergeht”. Das Haus Habsburg teilt sich in eine österreichische und eine spanische Linie; das Herrschaftsgebiet umfasst nun Böhmen, Teile Ungarns und Italiens, Spanien, die Niederlande (Burgund) und sogar Kolonien in der Neuen Welt.

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