Essen & Trinken – Essen

Foto (c) Feng Yu – Fotolia.com
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Der große Fertignahrungs–Survival Guide

11. Juni 2014 • Essen

Fertiggerichte…

Ein Hoch auf die Faulheit! Wir haben die wichtigsten Vertreter der Fertignahrung getestet.

Wer gerade aus dem Hotel Mama ausgezogen ist und mit der vollen Wucht der Härte des Lebens getroffen wurde, dem bleibt meist nicht viel Zeit einen Kochkurs bei Sarah Wiener zu besuchen. Und wenn die Kochkenntnisse das Wasserkochen nicht übersteigen, bleiben wohl nicht viele Alternativen zur Fertignahrung. Aber auch wer doch kochen kann, der hat gerade am Wochenende ob des obligatorischen Katers oft wenig Lust auf Küchenarbeit. Wir teilen die Fertiggerichte nach ihren physikalischen Eigenschaften in drei Kategorien und erörtern deren Vor- und Nachteile.

Foto (c) Feng Yu – Fotolia.com

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1. Packerlgerichte

Die Redaktion ist ob der krebsfördernden Wirkung dieser Art von Nudeln uneins, gesund ist die Glutamatpampe aber wohl kaum. Dennoch ein sehr billiger und variantenreicher Studentensnack: von Schinkenhörnli über Asianudeln bis zum Spargelrisotto, Kaiserschmarrn oder Topfennockerl, es gibt nichts was es nicht auch im Packerl gibt. Eine staubtrockene Instant-Welt – Wasser dazu, aufkochen, fertig. Und je nach Anbieter und Sorte ist sogar geschmacklich einiges drin. Was den Zeitfaktor betrifft: plusminus zehn Minuten sollte man schon einplanen, fürs Risotto sogar noch mehr. Abwaschen muss man aber den Topf trotzdem, selbst wenn man sich den Luxus eines Tellers spart. Die Aufschrift „Zwei Portionen“, welche die meisten Päckchen ziert, kann man als glatte Lüge bezeichnen. Ein Päckchen pro Person macht aber sehr satt.

 

Geschwindigkeit: 5 von 10
Sättigung: 6 von 10
Geschmack: 5 von 10
Gesundheitsschädigung: 9 von 10

Foto (c) Rainer Rösing – Fotolia.com

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2. Mikrowellengerichte

Fast wie von Mama vorgekocht und vorgekaut: die Mikrowellengerichte. Mit etwa 10 Jahren Verspätung hat die angloamerikanische Mikrowellenkultur nun auch heimische Supermärkte erreicht. Einige Firmen, allen voran Chef Menü, bieten eine erlesene Auswahl an Gerichten mit der Einstechfolie an – allerdings hat man erst seit Kurzem den Eindruck, dass seit Markteinführung zumindest geringfügig das, ehemals ca. fünf Speisen umfassende, Sortiment erweitert wurde. Die Portionsgrößen sind an die Bedürfnisse von Magermodels angepasst, wer also in das glamouröse Leben der Size-Zero Elite reinschnuppern möchte: Chef Menü macht’s möglich. Preislich und geschmacklich aber eher überdurchschnittlich. Abwaschen muss man ebenfalls nicht, da man die Plastikschüsseln einfach wegwerfen kann.
Geschwindigkeit: 10 von 10
Sättigung: 3 von 10
Geschmack: 7 von 10
Gesundheitsschädigung: 2 von 10

 

Foto (c) Andreas F. Fotolia.com

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3. Tiefkühlkost

Seit der Eiszeit ist diese Variante der Nahrungskonservierung bekannt und der Erfolg ist seitdem ungebrochen: der Longseller und Evergreen der Fertiggerichte ist wohl die Tiefkühlpizza, auch TKP genannt. Mittlerweile in unzähligen Belagvariationen erhältlich ist sie mancherorts quasi schon zum WG-Mitglied avanciert. Das Preisniveau schwankt: von der Ein-Euro Pizza von Clever oder Hofer bis zur fünf Euro Luxus-Italotorte, die zwar schmeckt wie vom Italiener, zu deren Preis man aber anderorts schon eine frische Pizza samt Bier bekommt, reicht die Palette. Zeitlich ist sie aber am unteren Ende der Skala angesiedelt: zwanzig Minuten plus Vorheizen sind einzuplanen, dafür muss man hier nichts weiter tun als den Ofen ein- und auszuschalten (An letzterem scheiterten schon so manche). Dafür muss man hier auch kein Geschirr anpatzen, wenn man die Pizza am Karton schneidet und mit den Fingern isst. Die Gesundheit dürfte es verzeihen, solange sie nicht verkohlt gegessen wird.
Geschwindigkeit: 2 von 10
Sättigung: 7 von 10
Geschmack: 3-7 von 10
Gesundheitsschädigung: 3 von 10

 

 

 

 

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