Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT
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Den Hausbau richtig planen

21. März 2014 • Leben, Wien

Ein Haus zu bauen, ist ein großes Vorhaben. Da es gleichzeitig mit der Ausgabe von viel Geld verbunden ist, sollten die einzelnen Schritte gut überlegt sein. Hier hastig vorzugehen, ist ein Fehler. Im neuen Haus wollen sich die Bewohner schließlich wohl fühlen – nicht nur über einige Jahre, sondern möglichst ein Leben lang. Nicht nur über das Aussehen des Hauses, sondern auch über die Aufteilung, Sonderausstattung und nicht zuletzt das Grundstück, auf dem es steht, müssen sich die Beteiligten einigen. Um bei der Planung keine Punkte zu vergessen, ist es sinnvoll, dass ihr euch eine Art Checkliste anlegt.

 

Nicht vergessen: die Finanzen
– Beim Hausbau dürft ihr nicht vergessen, die Finanzen richtig zu beurteilen. Nicht nur das Haus kostet viel Geld, im Allgemeinen kommen noch die Kosten für das Grundstück hinzu.

– Ihr solltet realistisch einschätzen, wie viel Geld euch monatlich für die Abtragung des Kredites zur Verfügung steht. Maximal 40 Prozent des Nettoeinkommens werden dafür eingeplant, ein niedriger Betrag ist besser, da ihr dann flexibler auf finanzielle Engpässe reagieren könnt.

– Außerdem ist es sinnvoll, Rücklagen zu bilden, für den Fall, dass eine neue Heizung notwendig ist oder das Dach neu eingedeckt werden muss. Zwei Prozent des Gesamtpreises sollten auf diese Weise jährlich zurückgelegt werden.

– Plant Zeiten ein, in denen es der Familie aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht gut geht. Sind die monatlichen Beiträge so ausgelegt, dass sie dann kurzfristig überbrückt werden können?

– Eine Risikolebensversicherung wird abgeschlossen, um den Tod des Hauptverdieners finanziell abzusichern. Das Haus kann dann von der verbleibenden Familie weiter bewohnt werden, ohne dass sie an den Schulden zugrunde gehen wird.

 

Überlegungen zum Haus

– In welcher Umgebung möchtet ihr mit der Familie leben? Auf dem Dorf gibt es noch große Grundstücke in ruhiger Umgebung, während in der Stadt die Wahrscheinlichkeit für ein Reihenhaus größer ist. Ein Blick in den Bebauungsplan gibt Auskunft darüber, wie die Zukunft der Siedlung aussehen wird.

– Es lohnt sich, einen Architekten in Anspruch zu nehmen, wenn spezielle Wünsche vorliegen, die verwirklicht werden sollen. Es ist legitim, sich verschiedene Angebote machen zu lassen, um zu sehen, welcher Architekt die Wünsche am besten umsetzen kann. Werden Schnäppchenpreise genannt, ist es ratsam, mit Misstrauen zu reagieren, damit das Bauvorhaben nicht zu einem Reinfall wird.
– Es muss nicht immer ein Architektenhaus sein. Ein Fertighaus von Romberger ist zwar kein Einzelmodell, dafür sind Fertighäuser oft günstiger. Individuelle Wünsche kannst du bei der Innenausstattung trotzdem verwirklichen.

– Wie groß soll das Haus sein? Fühlst du dich in kleinen Räumen schnell eingeengt und brauchst deinen Freiraum, ist eine höhere Grundfläche wichtig. Paare, die noch keine Kinder haben, sollten zudem ihren Kinderwunsch berücksichtigen. Selbst wenn wider Erwarten kein Nachwuchs kommt, eignen sich die Räume gut als Gästezimmer oder Büro.

– Welchen Energiestandard soll das Haus erfüllen? Um die Heizkosten gering zu halten, eignen sich Niedrigenergiehäuser oder Passivhäuser sehr gut. Sie werden außerdem von der Kfw-Bank gefördert.

– Möchtest du einen Balkon im oberen Stockwerk, einen Kamin oder einen Keller? Während sich Balkon und Kamin auch nachträglich noch anbringen lassen, muss ein Keller bei der Planung berücksichtigt werden.

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