Ausflug in eine andere Welt: Das Thermalbad Vöslau
Beeindruckende Archtiketur, eine spannende Geschichte und Sommerfrische wie aus einer anderen Zeit: Das Thermalbad Vöslau.Manchmal lohnt es sich, eine etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen, um im Sommer die Seele baumeln zu lassen. Öffentlich fährt man etwa eine Stunde ins Thermalbad Vöslau, der Regionalbus 360 bringt einen direkt von der Oper zum Thermeneingang. Und nicht dass ihr jetzt denkt, das Thermalbad Vöslau kann man nur im Winter Besuchen, auch im Sommer ist das Architekturjuwel immer wieder einen Ausflug wert. Während das Thermalbad Anfang des 19. Jahrhunderts im Sommer in erster Linie die Heimat gut betuchter WienerInnen war, ist es heute ein außergewöhnliches Bad, das mit Charme und Freizeitprogramm mitten im Grünen aufwartet.

Aus einer anderen Zeit
Nicht ohne Grund ist das Thermalbad Vöslau beliebte Kulisse für Foto-Shootings und Filmdrehs aller Art, hat man doch den antiken Charme trotz umfassender Sanierung 2010 bewahrt. Aus 660 Metern Tiefe wird das 15.000 Jahre alte Thermalwasser geschöpft, man plantscht also in wertvollen Mineralstoffe, frei von jeglichen Verunreinigungen. Dort, wo schon Arthur Schnitzler schwimmen lernte und im 19. Jahrhundert die ersten Frauen Österreichs Schwimmunterricht erhielten, fühlt man sich ein wenig wie in einer anderen Welt, und auch wenn das Bad gut besucht ist, bleibt es sonderlich idyllisch. Durch das Bad gibt es auch Führungen, nämlich im Rahmen der Vöslauer Betriebsführungen, immerhin kommt das Mineralwasser aus der selben unterirdischen Quelle.
Badespaß und Minigolf
Das "Grüne Becken" ist das Herzstück des Vöslauer Freibades, bei 21°C plantscht man in frischem Mineralwasser, das direkt aus der Quelle sprudelt. Wärmer ist das blaue Becken mit 26°C, daneben gibt es noch ein Kinderbecken und ein "Waldbecken", ein Badeteich, der sich ebenfalls aus der Vöslauer Quelle speist.

Im Vöslauer Thermalbad kann man aber nicht nur plantschen: Tennisplätze, eine Minigolfanlage, ein Beachvolleyball-Platz und Aquarythmik werden angeboten. In der Saunawelt kann man es sich so richtig gutgehen lassen, Hamam, Biosauna, Sole-Dampfbad sowie finnische Sauna inklusive Erlebnisaufguss sind fixer Bestandteil des Wellnessangebotes.

Kulinarik
Was uns besonders freut: Im Thermalbad Vöslau kommt in Sachen Kulinarik kein Schwimmbad-Flair auf, sondern man bemüht sich redlich um ein ansprechendes Gastro-Angebot. An verschiedenen Stationen bekommt man Snacks, Eis, Mehlspeisen und Getränke, das Herzstück ist das Restaurant, in dem feine warme Speisen serviert werden.
Ein Sommer in Vöslau
Im Thermalbad Vöslau lässt es sich also ausgesprochen gut die Sonnenstunden verbringen, und das bei relativ fairen Eintrittspreisen. Die reguläre Tageskarte kommt mit Kabine auf 9,- Euro, mit Kästchen auf 7,20 Euro, StudentInnen, SchülerInnen, Zivildiener und Lehrlinge zahlen nur 4,50 Euro. An Feiertagen und am Wochenende gibt es 1,- Euro Aufschlag auf die regulären Karten, Saisonkarten, Halbtageskarten und Nachmittagskarten kommen günstiger.

Übrigens: 100 Kabanen im Thermalbad Vöslau dürfen dazu genützt werden, den ganzen Sommer im Bad zu verbringen, was auch mit großem Vergnügen genutzt wird. Eine eigene Warteliste gibt es mittlerweile für die Kabanen, die zwar saniert sind, aber trotzdem an eine andere Zeit erinnern.
Bilder: (c) Thermalbad Vöslau
















































Bad Fischau
Kinkidra 2012-06-28 16:27:03
Wer von Bad Vöslau schon beeindruckt ist, dem empfehle ich einen Abstecher ins gar nicht weit entfernte Bad Fischau. Im Gegensatz zu B.V. gibt´s dort nach wie vor kein Chlor und auch keine 60er-Jahre Platten-Anbauten, sondern ausschließlich 19.Jhd-Sommerfrische-Architektur. Nicht falsch verstehen, auch B.V. find ich nett, aber Fischau ist einfach noch besser... Siehe: http://www.fischauer-thermalbad.at/