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Die besten Bauernmärkte

Sind die Eier plötzlich eckig, geht’s den Hennen ganz schön dreckig. Bauernweisheiten wie diese sind nur eines von vielen wertvollen Erzeugnissen der regionalen Landwirtschaft rund um die Stadt, alle übrigen gibt es auf Wiens Bauernmärkten zu kaufen.

Dem Nahversorgungsmonopol der Supermärkte und dem resultierenden Marktsterben trotzen noch immer eine beträchtliche Anzahl von Bauernmärkten. Vielen KonsumentInnen sind die Produkte aus dem Supermarkt ein Dorn im Auge. Die langen Produktionsketten, die Chemikalien, der große CO2-Fussabdruck. Die unwürdige Tierhaltung, die fragwürdigen Gütesiegel, bei denen man nie weiß, was genau durch sie wie geregelt wird.

Gemüse aus dem Supermarkt zeigt oft schon erste Spuren der einsetzenden Vergammelung, kaum dass man die Schwelle zur eigenen Wohnung übertreten hat. Überspritzt und mit unklarer Herkunft, in giftig unglaubwürdigen Farben und undefinierbar schalen Geschmäckern. Die Anzahl von 'Freilandeiern' im Angebot österreichischer Supermärkte suggeriert, dass sich auf jedem Quadratmeter des Landes Hühner tummeln müssten. Und wie jeder weiß, aus schlechten Zutaten können selbst die besten KöchInnen nichts Gutes zaubern.

Wer sicher sein will, dass das Essen aus der Gegend kommt, biologisch und frisch ist, ist gut beraten, es so nah wie möglich an der Quelle zu kaufen. Zusätzlich spart, wer am Bauernmarkt einkauft, auch bei unnötigen Plastikverpackungen. Hier ist eine Liste der besten Biomärkte der Stadt.

Biomarkt Freyung

Am Biomarkt bei der Freyung gibt es alles, was die Region um Wien an biologischen Erzeugnissen zu bieten hat. Holzofenbäcker, Biofisch, Bioweine, Säfte, Käse, Honig, Schinken – es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Zusätzlich zu den Lebensmitteln lassen sich hier auch andere regionale Fabrikate wie Körbe, Schnitzereien und Filzkunst käuflich erwerben. Eine detaillierte Homepage listet alle Standeln - moderner wird das Markterlebnis nicht. Mit Sicherheit nicht der Billigste unter den Märkten, mit Abstand der Nobelste.

Biomarkt Freyung
Ort: 1., Freyung
Fr und Sa: 9:00 – 18:00 Uhr

Naschmarkt

Alt bewährt und zu Recht der wohl beliebteste Markt der Stadt. An jedem Samstag gesellen sich zu den üblichen Standlern und dem Flohmarkt auch eine Auswahl an Bauernstandln. Im sogenannten Bio-Eck verkaufen unter anderen auch FleischerInnen, BäckerInnen und WeinbauerInnen. Der Biohof Adamah bietet hier neben seinen eigenen Erzeugnissen auch Produkte wie Öle und Tees aus einer Kooperation in Nepal an.

Naschmarkt
Ort: 4., Wienzeile, U4-Station Kettenbrückengasse
Mo – Fr: 6:00 – 19:30 Uhr
Sa: 6:00 – 17:00 Uhr

Rochusmarkt

Auch der Rochusmarkt ist kein rein landwirtschaftlicher Markt, auch hier werden neben natürlichen Erzeugnissen reguläre Handelsprodukte wie Kleidung und anderes Allerlei feilgeboten. Die Bauernstandln bieten neben Obst und Gemüse auch Brot, Blumen, und Selbsterzeugnisse wie Honig, Säfte oder Marmelade an. Bei den Lokalen um die Rochuskirche kann man nach getanem Einkauf auf eine Melange einkehren - mit Sicherheit einer der schönsten Märkte Wiens!

Rochusmarkt
Ort: 3., Landstraßer Hauptstraße, Höhe Rochusgasse, U3-Station Rochusgasse
Mo – Fr: 6:00 – 19:30 Uhr
Sa: 6:00 – 17:00 Uhr

Meiselmarkt

Ursprünglich ein Straßenmarkt, ist der Meiselmarkt nach zwei Brandstiftungen in den ehemaligen Wasserspeicher der Schmelz umgezogen. Bewegte Geschichte, bewegter Markt: das breite Angebot trifft sich mit erheblicher Nachfrage. Neben Gastrobetrieben und Lebensmitteln gibt es auch allerlei anderen praktischen und unnützen Ramsch. Trotz Überdachung hat der Meiselmarkt ein eindeutiges Marktflair und reicht fast an einen Suk heran. Vor allem FreundInnen der türkischen Küche werden nicht enttäuscht werden: türkischen Zopfkäse, Pitabrot, Oliven, Nüsse, Gewürze und andere Köstlichkeiten können hier günstig erstanden werden. Handeln ist Pflicht!

Meiselmarkt
Ort: U3-Station Johnstraße
Mo – Fr: 6:00 – 19:30 Uhr
Sa: 6:00 – 17:00 Uhr

WUK Wochenmarkt

Jeden Freitag schlagen im Innenhof des WUK eine kleine, aber feine Auswahl von Standlern vorübergehend ihre Zelte auf. Obst und Gemüse vom Biohof Adamah, Brot, Wurstwaren und Käsereien, Biopflanzen und Kräuter und köstliche Marmeladen. Definitiv die beste Auswahl auf kleinstem Raum. Wer sich bewußt ernähren will, findet hier alles, was die Region um Wien zu bieten hat. Es empfiehlt sich, nicht zu spät zu kommen – ab 17:30 wird abgeräumt!

WUK Wochenmarkt
Ort: 9., WUK – Währinger Straße 59
Fr: 10:00 – 18:00 Uhr

16er Markt

Unter dem Überbegriff 16+ wird dem sechzehnten Bezirk seit einiger Zeit einer Art Generalüberholung verordnet, die Ottakring aufwerten und die Lebensqualität steigern soll. Eine der Initiativen ist der 16er-Markt bei der Endstation der U3 Ottakring, der die Nahversorgung mit Bioprodukten auch in dem doch eher äußeren Winkel der Stadt sicherstellt. Wöchentlich von Dienstag bis Freitag gibt es frisches Obst und Gemüse, Käse, Wurst, Antipasti und andere Lebensmittel zu kaufen.

16er Markt
Ort: 16., U3-Station Ottakring
Mittwoch – Freitag

Yppenmarkt

Der Yppenmarkt ist mit dem Brunnenmarkt streng genommen längst zusammengewachsen. Mit Bauernstandl füllt sich aber vor allem der Teil des Marktes am Yppenplatz: immer Samstags gibt es vormittags die Gelegenheit, dort einzukaufen. Der Yppenmarkt ist sicher die szenelastigste Art und Weise, Gemüse einzukaufen. Wenn man schon dort ist, kann man gleich in einem der unzähligen Lokale um den Platz einzukehren; etwa auf ein Getränk ins Cafe C.I. oder auf ein Mittagessen ins Ando und durch die Glasfronten das Treiben auf dem Platz beobachten.

Yppenmarkt
Ort: Yppenplatz
Samstag 9:00 – 13:00 Uhr

Karmelitermarkt

Am Karmelitermarkt bauen immer samstags neben den dauerhaften Verkaufshütten die Bauernstandl auf. Obwohl diese Entwicklung noch nicht alt ist, gibt’s bereits alles, was das Bauernmarkt-Sortiment hergibt. Kleine Käsereie wie kaes, die fantastisch guten Rohmilchkäse anbieten, kommen genauso wie der Bio-Bäcker Gragger und Tschürtz Fleischwaren. Biogeflügel und immer unterschiedliches Fischangebot gibt es beim Biofisch-Stand. Manche Standl haben länger geöffnet, aber um sicherzugehen, sollte man vor 13:00 da sein.

Karmelitermarkt
Ort: Karmeliterplatz
Samstag 8:00 – 13:00

Meidlinger Markt

Der Meidlinger Markt ist ähnlich dem Brunnenmarkt ein Sammelsurium an Verkaufsstandln und Lokalen und ist ähnlich dem Ottakringer Bruder im Geiste auch ständiger Treffpunkt in Meidling. In der Fussgängerzone der Meidlinger Hauptstrasse zwischen der Niederhofstraße und der Reschgasse finden sich neben einer Menge internationaler Standln auch in etwa 20 Bauernstandl. Eine Handvoll ist auch unter der Woche an den Vormittagen da, aber an Freitagen und Samstagen ist die Auswahl größer.

Meidlinger Markt
Ort: zwischen Niederhofstraße und Reschgasse
Samstag 6.00 – 13:00 Uhr

Sobieskiplatz & Servitenmarkt

Der neunte Bezirk ist ein Mekka der Nahversorgung vom Bauern. Sowohl nahe der Nußdorferstraße am Sobieskiplatz und vor der Servitenkirche nahe der Lände bauen immer samstags eine Handvoll Standln auf. Obst, Gemüse, Brot, Käse und ausgesuchte Wurstwaren gibt es an beiden Standorten, darüber hinaus anbieterabhängig auch noch andere Köstlichkeiten.

Sobieskimarkt
Ort: Sobieskiplatz
Sa 8:00 – 13:00

Servitenmarkt
Ort: Servitenplatz
Sa 8:00 – 14:00
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Vergessen!

Schmendrick 2012-01-14 11:35:47

Wo ist der Meidlinger Markt?

1090

mara 2012-01-14 11:39:54

am sobieskiplatz bei der nußdorferstraße gibt's am amstag auch einen recht neuen kleinen markt, wo der biohof adamah seine produkte anbietet.

Fortsetzung folgt..

Stadtbekannt 2012-01-15 00:58:34

@Schmendrick: Ja, der Meidlinger Markt ist auch toll! Die Liste der guten Märkte ist zum Glück lang, es wird von unserer Seite eine Fortsetzung geben!

1160

brunne 2012-01-21 11:19:05

der längste Markt fehlt!!!! Der Brunnenmarkt! Wie kanns das geben?

1090

Wickinger 2012-01-23 15:31:37

Vor der Servitenkirche gibt's samstags auch einen Stand von Adamah. Sehr zu empfehlen, wenn das Biokistl schon vor'm Wochenende leer is...

@brunne

angeli 2012-05-06 13:04:22

vielleicht weil der brunnenmarkt kein bauernmarkt ist. gut recherchierter artikel übrigens!

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