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Der Lainzer Tiergarten
Was Naherholungsgebiete betrifft kann man sich als Wiener wirklich nicht beschweren: etwa die Donauinsel oder Lobau, Oberlaa oder Wienerberg und unzählige Parks bieten sich als Ziele für den schnellen Sonntagsausflug an. Der Lainzer Tiergarten im 13. Wiener Gemeindebezirk reiht sich ebenfalls in diese Liste ein – und hat außer Wald und Wiesen noch einiges mehr zu bieten. Denn der Lainzer Tiergarten ist ein Stück Wienerwald am Rande der Großstadt, in dem nicht nur Erholung groß geschrieben wird: denn der reiche Wildbestand, hauptsächlich Schwarzwild, Rehe und Hirsche, der in dem großen Areal teilweise frei herumläuft sorgt für den Erlebnis-Faktor, Lehrpfade zu Tier- und Pflanzenwelt und die mit verschiedenen Ausstellungen bespielte Hermesvilla sorgen für Bildung.Der Park
Über mehrere Tore gelangt man in das 2.450 Hektar große Areal, wovon mehr als die Hälfte auf Waldfläche entfällt. Im Lainzer Tiergarten kann man wirklich problemlos stundenlang wandern, ohne dabei auf Zivilisation zu treffen: auf was man jedoch treffen könnte sind die 1000 Wildschweine, 100 Rothirsche, 250 Damhirsche, unzählige Rehe und etwa 700 Mufflons, die hier leben – der Lainzer Tiergarten war schließlich früher Kaiserliches Jagdgebiet. Futterwiesen, Tiergehege, Trinkbrunnen, Spielplätze und vieles mehr findet, besonderes Highlight für den Wienblick ist etwa die Hubertuswarte auf dem 500m hohen Kaltbründlberg, dem höchsten Berg von Hietzing. Der 20m hohe Aussichtsturm, der nach dem Schutzpatron der Jagd gewidmet ist, bietet herrliche Aussicht über den Park und den ganzen Wienerwald.
Die Hermesvilla
Im östlichen Teil der Waldungen, etwa eine halbe Stunde vom Haupttor Entfernt, befindet sich ein herrliches Schlösschen, die Hermesvilla. 1881 ließ Kaiser Franz Joseph I die Villa von Karl Freiherr von Hasenauer für Kaiserin Elisabeth als „Schloss der Träume“ erbauen. Wo zwischendurch auch die Lippizaner ihre Sommerstallungen hatten, bietet jetzt das Wien Museum verschiedene Sonderausstellungen an, und auch die privaten Gemächer des Kaiserpaars können besichtigt werden. So können im Lainzer Tiergarten also perfekt Naherholung und Bildung kombiniert werden.
Erreichen kann man den Lainzer Tiergarten über verschiedene Tore, das Haupttor ist das Lainzer Tor (Straßenbahn 60 bis Hermesstraße, Autobuslinie 60B bis Lainzer Tor), das Nikolaitor ist von der U4 Station Hütteldorf über zehn Minuten Fußweg zu erreichen. Geöffnet hat das Gelände in der Sommersaison von 8 bis 21 Uhr.
Foto: Michael Kranewitter













































Achtung!
Meletta 2012-04-09 11:09:04
Hunde sind dort nicht erlaubt!