Popfest 2012
Im Juli findet das Popfest bereits zum dritten Mal am Wiener Karlsplatz statt. Los geht's am 26. Juli und läuft bis zum 29. Juli. Das Fest steht dieses Jahr ganz im Zeichen seiner programmatischen Vielfalt und Qualität. Mit 42 Konzerten, zwei DJ-Specials und sechs Talk-Veranstaltungen hat das gratis-Festival wieder so Einiges zu bieten.„Frischer Enthusiasmus ist besser als Routine“, bringt der Kurator des Wiener Popfests Robert Rotifer, nicht nur die diesjährigen Neuerungen, sondern auch eine persönliche Angelegenheit auf den Punkt. Rotifer wird das Popfest zum dritten und letzten Mal kuratieren und zwar nicht aus etwaigen Streitigkeiten oder Differenzen, sondern um eine „Institutionalisierung zu vermeiden“, wie er meint. „Das Kuratieren des Popfests war nie als Aufgabe für den Rest meines Lebens gedacht“, so der Wahllondoner. Künftig werden die Kuratoren jährlich wechseln. Rotifer - auf dessen Expertise man dann aber doch nicht gänzlich verzichten möchte - wird als redaktioneller Beirat zur Verfügung stehen.
Sommer- statt Maitermin und ost-klub
Das unbeständige Frühlingswetter der letzten Jahre und Differenzen mit dem nahen Musikvereinssaal veranlassten die Initiatoren, in den Sommer zu wandern und das Festival am letzten Juli-Wochenende abzuhalten.
Neu im Programm hat man den ost-klub. Neben der Seebühne, dem Wien Museum, dem brut, der brut bar, dem Prechtlsaal der TU und dem project space der Wiener Kunsthalle, werden erstmals auch im ost-klub Konzerte stattfinden. Den Sonntag hat man dafür zwar geopfert, aber mit 42 Bands und Künstlern, DJ-Sets und zahlreichen Talks, konnte man das Programm gegenüber dem Vorjahr sogar ausbauen.
The Beth Edges und Kreisky
Die Wunschliste war wiederum viel zu lang. Aus über 100 Bands die man Anfangs ins Auge fasste, musste das Kuratoren-Team um Robert Rotifer eine Auswahl an 45 Künstlern treffen, welche die neun Bühnen bespielen. Neben den Beth Edges, oder den Hip-Hop-Göttern Texta, gelang es diesmal auch, die kratzige Indie-Band Kreisky auf‘s Popfest zu entführen. Neben Ernst Molden und seinem jüngeren Äquivalent - dem Nino aus Wien - die bereits letztes Jahr am Popfest aufspielten, sind heuer erstmals auch DJ‘s im Programm vertreten. Hier baut man auf verdiente Hip-Hop DJ‘s wie Brenk und DJ Phekt, der für die Sounds von Kayo und Fiva verantwortlich zeichnet. Während Attwenger die Akkordeon-Fraktion unter den Festival-Besuchern bedienen werden, sollten sich Elektronik-Enthusiasten Patrick Pulsinger live nicht entgehen lassen. Mit Welle Wien und Elektro Guzzi seien noch zwei Tipps angebracht.
Pop-Diskurs im project space
Mit sechs Talk- und Diskurs-Veranstaltungen zu Themen wie „Überleben in der Popkultur“, „Überwinden der Provinzialität“ und „Tonträgerentwicklung im Digital Age“ bieten die nachmittäglichen „Popfest-Sessions“ im project space der Kunsthalle ein prominent besetztes Rahmenprogramm.
Die dreitägige Musikveranstaltung am Karlsplatz versucht mehr denn je, die Bandbreite österreichischer Musikentwicklungen Querschnitts-artig wiederzugeben. Dennoch ist zu hoffen, dass sich durch die jährlich wechselnde Kuratierung, auch Einblicke in bisher weniger beleuchtete Genres ergeben. Das Popfest am Karlsplatz darf auch heuer wieder mit Spannung erwartet werden.
Infos und Line Up auf www.popfest.at















































