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Martin Klein im Gespräch
Vor kurzem hat Martin Klein über sein Berliner Label „Traumton Records“ sein zweites Album „Lass uns bleiben“ veröffentlicht.War sein Erstlingswerk „Songs For My Piano“ noch ein kompaktes Songwriter-Pop Album in Trio-Besetzung, so ist „Lass uns Bleiben“ ein intensives Solo-Album für Klavier und Stimme geworden. Ein anderes Novum ist, dass diesmal ausschließlich deutschsprachige Songs auf dem Album sind. Stadtbekannt bat Martin Klein zum Gespräch ins Café Concerto.
Martin Klein im Gespräch mit Markus Brandstetter.
Erzähl uns ein wenig über dein neues Album.
Das neue Album heißt „Lass uns bleiben“ und besteht aus Songs, die ich während den letzten drei Jahren geschrieben habe. Es ist komplett unproduziert, wir haben es sehr einfach aufgenommen, ganz ohne Overdubs, nur mit Klavier und Gesang. Es gibt auch keine Band im Hintergrund, es sollte ein total reduziertes Ding sein.
Im Gegensatz zu deinem letzten Album, „Songs For My Piano“ ist das Album ausschließlich deutschsprachig.
Ja, es gibt nur deutschsprachige Nummern. Ich habe immer schon auf Deutsch geschrieben, und dieses Mal waren es eben genug Songs für ein ganzes Album.
Waren die Songs von Anfang an für ein Solo-Album konzipiert?
Es war so: ich hab in letzter Zeit sehr viel elektronische Musik gemacht, mich intensiv in Sounds eingearbeitet. Eigentlich wollte ich ursprünglich etwas elektronisches machen, aber mit den elektronischen Sounds fand ich einfach keinen roten Faden. Ich schrieb einen Song, probierte rum und war ein wenig verwirrt. Mit meiner Band habe ich damals nicht mehr wirklich viel geprobt, und dann dachte ich mir eben, dass ich es ja irgendwie arrangieren muss. Da war es für mich logisch zu sagen „Okay, ich setz mich zwei Tage ins Studio, sing meine Lieder ein und das ist es!“ . Ich habe es in Berlin aufgenommen bei meinem Label Traumton Records. Alle Songs bis auf einen sind in Berlin entstanden, in dem geht es um den Tod, den habe ich in Wien aufgenommen.
Das ist eh passend, den Song über den Sensenmann in Wien aufzunehmen!
(Lacht).Es gab zwei Sessions, eine in Berlin – und es gab genau einen Song, „Das Floß“, der in den Berliner Sessions nicht wirklich funktioniert hat.
Welchen Bezug hast du zu Berlin?
Ich finde Berlin einfach gut, habe immer wieder einmal dort gespielt. Mein Label hat sich dafür interessiert, das zu machen. Ich habe letztens wieder dort ein Konzert gehabt, bei einem Chansons-Fest. Die Sache mit Berlin war am ehesten Zufall, ich habe eben dort gespielt und Leute kennengelernt. Mein Cousin, Stefan Klein, lebt auch in Berlin als Wissenschaftsjournalist und Schriftsteller. Ich habe auch Familie dort. Mein Vater stammt aus Siebenbürgen, und die Familie ist damals nach Deutschland und nach Österreich geflüchtet – und so habe ich eben in Berlin auch Familie, und auch einen Berlin-Bezug. Einen Einfluss auf die Songs an sich hatte aber Berlin nicht keinen, nachdem ich in Wien lebe und die Songs hier geschrieben habe.
Gehen wir weit in deiner Biographie zurück: Jazzmusiker, Studium in den Niederlanden bei einem blinden Pianisten, Barmusiker in Casinos.
Ich habe mich zuerst eher für improvisierte Musik interessiert, selbst auch viel improvisiert, sehr viel Jazz gespielt. Irgendwann einmal habe ich mir gedacht, dass es ganz witzig wäre, einmal ein Lied zu schreiben. Damals begann ich eben zu texten, Songs zu schreiben – und seitdem mache ich hauptsächlich Songs, und das Format taugt mir total. Ich mag das, einfache und reduzierte Sachen zu machen, und Texte geben der Musik auch eine Art von Form. Das finde ich schön.
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piano
lollapalooza 2011-11-24 13:01:46
toller musiker, kenn das nue album allerdings nicht. auf deutsch, echt?