Interview mit French Horn Rebellion
Stadtbekannt meets French Horn Rebellion
Im Rahmen der Levi’s® Colors of Noise Tour 2010 haben wir uns mit French Horn Rebellion getroffen und ihnen ein paar Fragen gestellt (wir berichteten) Wir trafen die Jungs in der Backstage-Pool-Area der Pratersauna, wo sie uns netterweise gleich ein Glas Champagner angeboten haben, was die Stimmung natürlich deutlich lockerte.
Wir kamen ins Gespräch, als sie uns fragten ob wir richtige WienerInnen sind, denn die Tatsache in Wien zu wohnen, fanden sie sehr spannend und aufregend. Sie meinten, dass es für sie - als Artists - teilweise schade ist, dass sie meistens nur wenig vom Stadtflair mitbekommen. Bevor wir mit unseren Fragen starten konnten, wurde noch eine Weile mit dem Champagner herumgescherzt, denn anscheinend konnte Robert nicht aufhören, mit einem französischen Akzent, zu sagen: „would you like some more champagner?“.
Wir begannen über den ganzen Tour-Start der Levi’s® Colors of Noise Tour 2010 zu plaudern und die Jungs berichteten uns davon, wie spannend und aufregend die Tour begonnen hatte, sie erzählten, dass sie sehr gespannt sind auf die einzelnen Shows und mit große Vorfreude auf alle Tour-Dates blicken. Wir fragten sie, inwiefern sich ihr Leben seit ihrem Debut „Up all night“ verändert hatte, denn die Single schlug ein wie eine Bombe und war auch Single of the Week on BBC Radio 1. Natürlich war es für sie „awesome“, sie meinen, dass sie nicht wirklich eine Idee davon hatten, wie die Leute die Musik aufnehmen würden, aber sie versuchen stets ihr Bestes zu geben. Darauf meinte Robert, dass es auch wirklich sehr auf die Stadt ankommt („some places better than other places“) – an manchen Orten ist die Single jedem bekannt, an manchen Orten kennt man „up all night“ gar nicht. Weiters erzählten sie uns, dass ihre Musikkarriere aus ihrem eigenen Schaffen entstand – sie haben sich um alles selbst gekümmert, erhielten zwar Unterstützung, aber verlassen haben sie sich nur auf sich selbst.
Das Video „Up all night“ wurde in dem hippen Stadtteil „Williamsburg“ in Brooklyn gedreht, wo auch einer der beiden Brüder heute ansässig ist. Ursprünglich stammen die beiden Amerikaner aus Milwaukee, Wisconsin, bis beide – vermutlich um der musikalische Karriere einen Anstoß zu geben – nach New York zogen, wo sie auch heute noch wohnen. Auf die Frage, wie sie auf den Namen French Horn Rebellion kamen, erzählte uns David, dass Robert ein French-Horn-Player ist und an einem Konversatorium war, um das eher-seltene Instrument zu erlernen. Daraus resultierte dann der Name „French Horn Rebellion“ und sie meinen: „the name has everything to do with what we do“. Im Moment arbeiten die Jungs auch einem neuen Album, denn bis jetzt haben sie erst zwei Singles released (darunter die Hit-Nummer „Up all night“). Da die Jungs sehr ehrgeizig sind, nimmt die Arbeit am Album sehr viel Zeit in Anspruch und vor allem soll die emotionale Komponente deutlich herausgearbeitet werden. Diese fundierte musikalische Ausbildung ist schon ein wichtiger Background für die Band, eben weil man früher viel in Ensembles und Bands gespielt hat. "You get to know pieces differently: you get inside of it".
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere war der Auftritt auf der Paris Fashion Week im März 2010, als sie die Fashion Show von Jean-Charles de Castelbajac bespielten, welchen sie als Fashion-Designer modisch und persönlich sehr schätzen („he creates an enviroment for his clothing“). Gegen Ende des Interviews sprachen wir noch über die brüderliche Beziehung der beiden und ob es dadurch gewisse Reibereien gibt, wie wir ja alle bei den Gallagher-Brüdern mitbekommen haben. Aber sie meinten, dass von Spannungen überhaupt keine Rede sei und dass es die Sache sogar leichter mache. Ihre Eltern haben sie gut erzogen, im Sinne von „equally treated“ und sie erzählen uns von einer großartigen Kindheit. Das musikalische Schaffen der beiden wird dadurch verbessert, dass sie kaum Differenzen haben und die Dinge durch die selben Augen sehen, da reicht auch teilweise sogar nur ein Blick und sie wissen: es passt („it helps to be on the same level“). Sie geben uns zu verstehen, dass sie sehr gut harmonieren und auch für die gleichen Sachen Interesse entwickeln.
Im Moment arbeiten sie sehr hart und konzentriert an ihrem Album, welches sehr persönlich sein wird und im Moment sehr viel Zeit einnimmt („we do the best we can“). Das Album wird voraussichtlich Ende des Sommers (August/September) released. Rückblickend hatten wir ein sehr spannendes und vor allem sehr amüsantes Gespräch mit Robert und David von French Horn Rebellion, sie sich als ambitionierte Musiker entpuppten. Das zeigte sich dann auch auf der Bühne, wo die beiden ein unglaubliches Bühnen-Spektakel hinlegten.
Interview: Lucienne Maramelle und Markus Brandstetter
Photo credits: http://www.facebook.com/redtabcom
Video: http://www.youtube.com











































