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Die Albertina bis zum Volkskundemuseum im Goldrausch
Im Jahr 2012 jährt sich der Geburtstag von Gustav Klimt zum 150. Mal. Anlass für Wiens Kunstinstitutionen den des wohl berühmtesten Malers des Fin de Siècle mit Sonderschauen zu seinem umfassenden Werk zu würdigen.Exklusive 10 Minuten allein mit „Dem Kuss“: Wien-Tourismus hat sich im Schaffen spezieller Angebote im Klimt-Jahr durchaus etwas einfallen lassen. Einen Hauch von Exklusivität umwehte die Arbeit von Gustav Klimt ja auch schon zu Lebzeiten. Die gutsituierten Damen der bürgerlichen Wiener Gesellschaft, die Klimt in seinem Spätwerk hauptsächlich portraitierte, mussten zum Teil beinahe um eine Auftragsarbeit betteln und oft jahrelang auf das Resultat warten. Warten muss der Besucher des Belvedere dann vermutlich auch in der Schlange vor dem „Kuss“ – ist es doch wohl das berühmteste Gemälde der Welt.
Sonderschauen in allen wichtigen Institutionen
Da eine einzige umfassende Schau aufgrund des enormen und vielfältigen Schaffens Gustav Klimts – und auch der der hohen Versicherungswerte – kaum möglich wäre, beteiligen sich fast alle wichtigen Institutionen Wiens mit individuellen Sonderschauen zu dem einzigartigen Werk Gustav Klimts. Überblickt man die Pläne der Museen wird deutlich, dass in den Ausstellungen keineswegs nur Klischees des exzentrischen Malers, in dessen Atelier sich nicht selten halbnackte Frauen räkelten, bedient werden.
Im Belvedere hatte man beispielsweise bereits im Herbst 2011 Klimt und Josef Hoffmann als die „Pioniere der Moderne“ hervorgehoben. Das Künstlerhaus, dem Klimt in den Jahren zwischen 1891 und 1897 angehörte, zeichnet ab Juli das Wirken des bekannten Malers nach. Das Museum für Volkskunde wird verschiedene Textilmuster seiner langjährigen Weggefährtin Emilie Flöge zeigen, die einen Modesalon besaß und die bereits zur Zeit des Fin de Siecle eine emanzipierte und im heutigen Sinne moderne Frau war. Und im Spätsommer kann das letzte und einzig erhaltene Aterlier Klimts in Wien-Hietzing besichtigt werden: Nach umfassenden Renovierungsarbeiten vermittelt es einen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise des Künstlers. Daneben werden weitere Ausstellungen die wichtigen Auftragsarbeiten, wie das Palais Stoclet, das Beethovenfries oder den langen Streit um seine Fakultätsbilder, beleuchten.
Klimt, Klimt, nur du allein..
Mit den auf Souvenirs aller Art gedruckten Motiven ist Klimt ja auch abseits des Klimt-Jahres in Wien allgegenwärtig. Vermutlich wird sich dies im Jahr 2012 bis zum Overkill steigern. Man sollte sich dennoch nicht abschrecken lassen: ein solch rekordverdächtiger Aufwand wird vermutlich erst wieder im Jahr 2062, im Jahr des 200. Geburtstages Klimts, betrieben werden.
(Barbara Pflanzner)
Wichtige Links
Das Klimt-Jahr 2012 INFO
Eine Übersicht zu dein einzelnen Ausstellungen zu Gustav Klimt findet ihr HIER.
Biografie Gustav Klimt INFO
Umfassende Broschüre zum download auf wien.info (deutsch)
Individuelle Klimt-Packages INFO











































