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Thomas Maurer im Gespräch
„Out Of The Dark“ heißt Thomas Maurer aktuelles Solo-Programm, mit dem der charismatische Mittvierziger derzeit auf der Bühne sein gutes Dutzend an Solo-Programmen kanalisiert, ein Best Of wie eine Weiterführung und Verknüpfung.Neben „Out Of The Dark“ ist Maurer auch als Drittel der „Staatskünstler“, gemeinsam mit Florian Scheuba und Robert Palfrader zu sehen, auf der Bühne wie demnächst im Fernsehen. Und weil wir Thomas Maurer eh längst treffen wollten, baten wir ihn zum Kaffee in den 18. Bezirk.
Thomas Maurer im Gespräch mit Daniel Steinlechner und Markus Brandstetter.
Reden wir über dein aktuelles Solo-Programm „Out Of The Dark“ - das ganze gibt es ja seit März. Das ist kein reguläres Best Of im herkömmlichen Sinne sondern eher eine Weiterführung deiner alten Programme, oder?
Es ist beides. Der Ehrgeiz war, ein Best Of zu schreiben das so letztlich wirkt als wäre es komplett neu entstanden und aus sich heraus folgerichtig. Das hat sich dann als Mörderhackn erwiesen, ich bin fast vier Monate gesessen, eine Zeit in der ich auch locker ein neues Programm schreibe. Es war eben notwendig, sich die Programme so gut zu vergegenwärtigen, dass du überhaupt damit beginnen kannst, Verbindungen zu assoziieren. Ich habe mir dann gut sechzehn Stunden eigene Werke auf die eigene Festplatte gebracht, dass ich überhaupt damit anfangen konnte, das miteinander in Relation oder Resonanz zu bringen. In „Out Of The Dark“ ist wirklich etwas aus jedem Solo-Programm von mir drinnen.
Und das sind ja mittlerweile einige!
Ich vergesse es echt immer, wieviele das sind, auch wenn das mittlerweile fast wie ein Schmäh klingt. Irgendwo zwischen zwölf, dreizehn Programme werden das sein – wir könnten das jetzt durchzählen, irgendwo in der Gegend bewegt sich das. (lacht). Es gibt ein paar Programme, von denen weniger dabei ist, von meinem ersten Programm beispielsweise, da ist nur der Videoschnipsel vom Anfang.
Wie ist das eigentlich mit der Archivierung, war da noch alles vorhanden?
Das war wahnsinnig schwierig. Von den frühen Sachen gab es keine Videoaufnahmen, was bei Sachen wie „Dschungel“ schade ist – damals war aber finanziell eben eine Audioaufzeichnung möglich. Beim neuen Programm habe ich es mir aus Sturheit geleistet, mit einem eigenen Videoteam zu arbeiten. Was soviel heißt: ich werde mit dem Programm kein Geld verdienen. Das, was ich vom ORF für die Austrahlung bekomme, deckt die Produktionskosten nicht – und das, was über die Jahre reinkommt, bringt mich vielleicht auf Null, oder ich verdien ein bisserl was an dem Programm – wenn ich Glück habe. Es ist in dem Sinne also keine Einnahmequelle (lacht).
Aber eine Herzensangelegenheit!
Ja, ich möcht schon, dass das was gleichschaut. Ich hatte eine Fernsehaufzeichnung, mit der ich einfach nicht zufrieden war, und du kannst dann am Ende nichts mehr daran ändern. Diesmal habe ich mich bewußt dafür entschieden, es aufwändiger und teurer zu machen als es eigentlich notwendig war.
Reden wir über Best Of-Programme generell: da stellt sich ja immer die Frage „warum und warum jetzt“. Unlängst haben wir mit Josef Hader gesprochen, und der meinte, er macht Best Of-Sachen gewissermaßen um sich an neue Programme vorzutasten. Was ist bei Dir da der Grund?
Jeder, der ein Best Of-Programm macht, hat den Gedanken, dass einerseits nicht viel Arbeit ist und andererseits auch ein Geld bringt. Was sich bei mir ja wie gesagt als falsch entpuppt hat. (lacht). Zumindest was den Arbeitsfaktor angeht. Bei mir war's einfach so, dass mich die alten Sachen wieder zu interessieren begonnen haben, und ich habe da so ein paar Lieblingskinder, um die es schad wäre: mittlerweile habe ich eben eine ganz andere Breitenwirkung. In den Neunzigern war das halt noch Alternative, Programme wie Dschungel haben vielleicht ein paar Tausend Leute gesehen. Die meisten, die mich heute kennen, kennen mich ab Ende der Neunziger, Anfang der Nullerjahre. Ich habe mir die Sachen ja auch nicht regelmäßig angeschaut, und nach zwanzig Jahren hast du eine Distanz, wo dir das eigene Stück beinahe fremd wird. Mich hat das interessiert, und die Idee vom verkrachten Promi, der dringend ein Best Of-Stück braucht, die hatte ich früh und gefiel mir gut. Was mir gefällt, ist dass es Leute gibt, die glauben, „Out Of The Dark“ ist ein gefaktes Best-Of, wo alles geschrieben ist. Das finde ich lustig, und das hatte ich mir auch schon früher mal überlegt, ein total gefaktes Best Of. Aber das kann ich auch in dreißig Jahre machen. Dann habe ich eben begonnen zu schauen: was sind gewisse Linien, Themen die bei mir immer wieder vorkommen, wo ist das Gemeinsame.
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out of the dark
maurer rules 2011-11-30 17:49:31
Maurer ist mit Sicherheit einer der tollsten. Hab "Out of the dark" toll gefunden, freu mich auf die Staatsk
Staatsünstler könnte echt was werden.
Moritz von Max 2011-11-30 17:58:32
Bin gespannt ob der ORF da mal wieder was gutes zulässt oder ob es am Ende doch enttäuscht. Die Teilnahme vom Palfrader macht mir halt Angst.
pro robert
PRObert Palfi 2011-11-30 18:00:30
Der Palfrader is eh super. Bissi inflationär für lang halt, aber ein guter. Nicht?