Wien für
jeden Tag -
immer aktuell.
Die Mary Broadcast Band im Gespräch
Am 24.2. erscheint das neue Album der Mary Broadcast Band. „Love Is Our Mission“ wird das gute Stück heißen und erscheint zeitgleich zur österreichischen Vorausscheidung des Eurovisions Songcontests, an dem die Band via Wildcard in die Auswahl gekommen ist. Elf Songs, vier davon live aufgenommen. Stadtbekannt bat die Mary Broadcast Band, genauer gesagt eine Delegation der MBB in Form von Frontfrau Mary Lamaro, Gitarristen Jimi Dolezal und Bassistin Andrea Fränzel zum Gespräch über das neue Album, die Band, Fun Facts über Baku und den Songcontest.Mary Broadcast Band im Gespräch mit Markus Brandstetter
Ihr habt ja nicht lange gebraucht im Studio diesmal…
Mary: Wir haben ja keine Zeit gehabt.
Andrea: Wir wollten, dass es am 24.2. zur Show fertig ist, das war unser Limit, und da mussten wir uns eben beeilen.
Mary: Wir waren ein bisschen unter Zeitdruck, weil das ja auch eine tolle Gelegenheit für uns war. Wir haben uns gedacht, das ist cool, das ist eine riesige Releaseparty, sowas hat man nicht immer. Der größte Fernsehsender, der uns filmt und auch viele andere Bands die für uns spielen (lacht) Jimi: Am 26.2., zwei Tage später gibt’s dann im Chelsea eine Releaseparty.
Andrea: Da kann jeder persönlich mit uns anstoßen, und muss sich nicht mit der Mattscheibe begnügen.
Es ist das 3. Album. Inwiefern unterscheidet sich Album Nummer drei von den anderen?
Mary: Eigentlich ist es mittlerweile schon das fünfte Album. Der größte Unterschied ist, dass die Geschichte der Band für mich jetzt quasi perfekt ist, die Entwicklung zur Idealbesetzung ist passiert und auf CD gebracht. Die anderen zwei CDs haben völlig andere Menschen drauf, und die ist jetzt so wie wir sind beim Spielen. Der Stil hat sich auch verändert. Man kann bei den CDs miterleben, wie sich mein Songwriting verändert, das jetzige ist mehr in die Soulpop-Richtung gegangen, die davor waren eher bluesiger, rockiger.
Mary, kommst du dann mit fertigen Songs und dann erarbeitet ihr sie mit der Band?
Mary: Ja, mit relativ fertigen Songs. Wir arrangieren es dann gemeinsam, checken die Chöre aus.
Andrea: Wenn Mary mit einem neuen Lied kommt, ist die Basis, die wir machen, die Instrumentalarrangements. Die Chöre kommen dann später. Am Anfang geht’s drum „Wie ist der Groove“, wie checken sich das Jimi an der Gitarre und Julia am Keyboard aus.
Jimi: Eins muss man der Chefin lassen..
Mary: Das bin ich!
Jimi: das muss ich auch mal sagen, dass sich jeder Musikant integrieren kann, und sich zwar schon an gewisse Sachen halten muss: am Ende kann aber eh jeder machen, was er will. Das ist schon leiwand.
Mary: Eigentlich entfaltet sich jeder bei uns. Ich komm halt mit dem Lied, wie ich es singe und auf der Gitarre spiele...
Andrea: Das ist ein offener Prozeß, wenn irgend jemand sagt „mir gefällt das oder das nicht“, dann ändert man das. Auch bei Parts von anderen, man redet dann halt drüber und kommt zu einer Lösung die allen gefällt, wo dann jeder sagt „das ist super“.
Mary: Die Chöre schreibe ich schon oft daheim, was ich mir eben so vorstelle, aber beim Proben passiert was Spontanes, Neues, es kommt was dazu...
Ihr habt ja die Wildcard für den Songcontest bekommen. Wie ist das genau abgelaufen?
Mary: Es hat in Wirklichkeit jeder ein Lied zu Ö3 schicken können. Es waren auch, glaub ich, 200 Bewerber, und die Jury dort hat sich für unser Lied entschieden. Wir haben es gehofft, aber nicht gewusst, ob das auch so sein wird. Es gibt viele gute Musiker, und es hätte jemand anderes werden können. Dann wurde Alex (Kahr, Produzent- Anm.) angerufen, und wir haben uns am selben Abend mit Alex und unserem Manager getroffen um Pläne zu schmieden. Wir haben uns sehr gefreut.
Andrea: Wir haben alle Pläne über den Haufen geworfen. Wir mussten in der Eile überlegen, wie wir das gestalten wollen, was wir alles unterkriegen wollen. Am Anfang war die schwierigste Entscheidung, dass wir sowohl bei der Vorausscheidung als auch wenn wir dann wirklich fahren würden nur zu sechst auftreten können. Wir sind aber zu siebent als Band, und das war nicht anders zu lösen, als dass eine nicht dabei sein konnte: Melissa, unsere Schlagzeugerin. Die uns aber trotzdem total unterstützt und es großartig finden, dass wir das als Band schaffen.
Jimi: Mittlerweile ist es für mich persönlich so: wir freuen uns unheimlich dass wir dabei sind, aber mittlerweile ist es wirklich auch so, dass wir den Scheiß wirklich gewinnen wollen. (lacht)
Mary: Ja, das ist wirklich so! Nachdem wir so viele Leute sind, entwickeln sich da oft Energien, die nicht zu unterschätzen sind. Und jetzt rennen wir alle in die eine Richtung und wollen es schaffen.
Andrea: Das ist auch das einzige, was Sinn macht. Jetzt zu sagen, wir sind dabei und jetzt ruhen wir uns aus und warten ab, was es bringt: das fände ich am Ziel vorbei. Wann man schon eingeladen ist und die Ehre und das Glück da mitzumachen, dann soll man alles geben und alles versuchen.
Jimi: Wir sind würdige Vertreter für Österreich. Die würdigsten der zehn Kandidaten. (grinst)
Mary: Die anderen sind auch super, und ich fände es verkehrt, wenn unter den Kandidaten eine ungute Stimmung entsteht. Wir sind eine richtige Band, und das kommt beim Songcontest ja nicht oft vor.
Jimi: Nicht nur ein Sänger und zehn nackte Frauen, die rumtanzen.
Mary: Was uns auch noch abhebt, ist dass wir so viele Frauen sind. Jimi: Die auch noch dazu gut ausschauen (grinst)... wenn sie geschminkt sind!
Andrea: Der Jimi schaut ja auch gut aus, wenn er er geschminkt ist! Das Outfit erst! Und die Gitarre!
Mary: Das unterscheidet uns halt. Wenn wir ein Konzert geben, ist das ein Riesenkonzert, mit viel Dynamik. Und wir spielen auch viel.
Dieser Artikel funktioniert als Fotostory. Zum Weiterlesen einfach auf das nächste Bild klicken.
Alle Fotos (c) Markus Dörfler









































