Manuel Rubey und Georg Weissgram im Gespräch Kann man die Hauptfigur Francois Fauner als Scharlatan bezeichnen? Und wie geht es weiter?
font smallerfont bigger Schriftgröße | Farbe ändern arrow

Manuel Rubey und Georg Weissgram im Gespräch
zurück   Bild 1 von 4   weiter

Manuel Rubey und Georg Weissgram im Gespräch

Lebenskrise? Francois Fauner hilft. Und übernimmt die Verantwortung. “Fauner Consulting” heißt die von neue Serie aus der Feder von Regisseur Georg Weissgram, die mit Manuel Rubey in der Hauptrolle am 22.November auf www.fauner-consulting.at jede Woche zu sehen sein wird.

Das Konzept klingt so vielversprechend wie unterhaltsam – deshalb bat Stadtbekannt Regisseur und Drehbuchschreiber Georg Weissgram und Manuel Rubey (den wir eh schon längst wegen zig anderen Anlässen zum Gespräch treffen wollten) zum morgentlichen Kaffee in den Rüdigerhof.

Manuel Rubey und Georg Weissgram im Gespräch mit Markus Brandstetter.

Wie kam die Idee zu Fauner Consulting?

Manuel Rubey: Georg und ich kennen uns schon lange. Wir sind ein bisschen so etwas wie Reibebäume, weil wir einen sehr unterschiedlichen Zugang haben, ich bin aber ein großer Befürworter von den Dingen die er macht und schreibt. Wir haben irgendwann mit dem Versuch begonnen, Georgs Drehbücher unterzukriegen - und wie das oft so ist, ist das ganze nicht auf das große Interesse gestoßen. Da mussten wir eben einen anderen Weg finden, und irgendwann habe ich die Serie "In Treatment" gesehen - eine HBO Serie mit Gabriel Byrne, in der er einen Therapeuten spielt. Ich hatte die Idee, dass es ja eine Möglichkeit sei, mit recht wenig Budget etwas derartiges zu machen, und habe es Georg erzählt. Drei Tage später hatten wir dann das Konzept da. Georg ist für alles weitere verantwortlich, weil er die Bücher schreibt und die Regie macht, und das in einem Höllentempo - ohne dass die Qualität darunter leidet. Das finde ich schon besonders.

Georg Weissgram: Ich muss dazu sagen, dass die Initiative das zu machen auch auf dem Gedanken beruht, dass wir das eben so klein wie möglich halten müssen, anders geht es budgetär eben nicht. Da hat sich das angeboten, in nur einer Wohnung, einem Raum zu filmen - eben jene Therapeutensituation. Die Idee kam im Frühsommer diesen Jahres, um den Mai, Juni herum.

Rubey: Es war relativ schnell klar, dass wir uns schon so positionieren wollen, dass man auch ein wenig gegen das antritt, was es derzeit so gibt. Wir sind ein bisschen zu alt, um im Studentenspektrum zu fischen. Uns war auch bewusst, dass wir auch Leute brauchen, die man kennt - und ich glaube wir haben da eine sehr gute Mischung gefunden: wir haben ein paar bekannte Namen, aber auch ein paar Leute, die eben noch nicht soviel gedreht haben. Ich denke, dass es unterm Strich sehr wichtig ist - Georg legt da großen Wert darauf und ich empfinde es auch als großes Plus - dass er alle Schauspieler auf die gleiche Art zu spielen einschwört. Das trägt sicher dazu bei, dass es sich möglicherweise doch sehr abhebt von dem was man so kennt: es ist sehr Understatement, "möglichst nah dran", wie Georg sagt, beinahe wie eine Doku. Das, glaube ich, gelingt ganz gut

Weissgram: Was meiner Meinung nach auch gar nicht anders geht wegen der mangelnden Ressourcen. Man versucht möglichst authentisch zu sein: je weniger Möglichkeiten du hast, desto weniger kannst du es aufblasen, und das ist schon auch Teil des Konzepts. Und das mit den Schauspielern, wie Manuel gesagt hat: dadurch ist es nicht ganz so wichtig woher die Schauspieler kommen, wieviel Erfahrung sie haben oder ob sie vom Film oder vom Theater kommen. Ich versuche sie auf eine Ebene zu bringen, und das ist die Basis. Ich denke, so kann das auch funktionieren.

Manuel, du spielst Francois Fauner, einen Mittdreißiger der aus Perspektivenlosigkeit Lebensberater wird.

Rubey: Genau, das kann man so sagen - auch wenn sich die genauen Umstände erst gegen Schluss auflösen, was da noch alles mitspielt. Er ist im Prinzip ein fröhlicher Dilettant, leicht melancholisch, der einfach versucht mit Charme und einer sehr unkonventionellen Art und Weise über die Runden zu kommen, weil er auch ganz viel was den klassischen Therapeuten ausmacht überhaupt nicht leiden kann. Er ist sehr direkt, sagt den Leuten auch negative Dinge ins Gesicht - aber es funktioniert für ihn, weil er zwar frech ist, aber doch auch immer charmant bleibt. Wobei "funktionieren" jetzt mal dahingestellt sei, weil wie gut seine Praxis wirklich geht, wird man erst sehen.

DIESER ARTIKEL FUNKTIONIERT ALS FOTOSTORY. ZUM WEITERLESEN EINFACH AUF DAS NÄCHSTE BILD KLICKEN.

Bild: Manuel Rubey Copyright Petramer
zurück   Bild 1 von 4   weiter
Bist Du schon Mitglied? Dann logge Dich bitte rechts ein.
Du bist noch kein Mitglied? Hier kannst Du Dich gratis registrieren.

Irgendwie hat er was der Rubey

Simone 2011-11-17 16:42:05

In seiner Falko Rolle war er mir ja nicht weiß Gott wie sympathisch und auch über die Mondscheiner wurde schon viel gesgat. Aber mitlerweile spielt er doch eindeutig in der A-Liga heimischer Film"stars". Repsekt, dass er sich so ein Experiment zutraut.

Vorname*

Nachname*
E-Mail-
Adresse*

*Pflichtfelder!

Wien für
jeden Tag -
immer aktuell.
>> reinschauen

CODE: glossy50

Wir wollen hören was ihr zu sagen habt! Schickt uns eure Tipps unter machsbekannt@stadtbekannt.at oder registriere dich hier um deine Veranstaltungen selbst online zu stellen.

>> Bekannt machen >> Registrieren