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Haight-Ashbury im Gespräch.
„Looking forward to the winter, can't be worse than the summer”. Wenigstens ein guter Grund, sich auf den Winter zu freuen, ist der Release von Haight-Ashburys zweitem Album „Haight-Ashbury 2: The Ashburys”, das am 27. Februar via Lime Records/Rough Trade erscheint. Wir haben uns das Album – nachzulesen an dieser Stelle – bereits genau angehört, und sind ziemlich begeistert davon. Ein Monat vor dem Release spielte die Band ein Konzert im Haus Der Musik. Wir trafen Scott, Kirsty und Jennifer vor der Show zum ausführlichen Gespräch über ihr Album, den Arbeitsprozess, das Stadtviertel Haight-Ashbury sowie dessen Einfluss auf die Band und mehr.Haight-Ashbury im Gespräch mit Markus Brandstetter.
(Die englische Version unseres Gesprächs findet ihr hier.)
Reden wir über euer neues Album und euren Arbeitsprozess.
Scott: Unser erstes Album haben wir über einen Zeitraum von zwei Jahren aufgenommen, was eine ganz schön lange Zeit ist. Wir hatten damals noch nicht begonnen , mit einem Label zu arbeiten, wir waren überhaupt nicht unter Druck. Dieses Mal war es ein wenig anders, wir haben eine Menge Konzerte gespielt und uns irgendwann mal gedacht, dass wir jetzt besser mit neuen Aufnahmen beginnen sollten. Ein Drittel des Albums besteht aus älteren Songs, die wir immer noch mochten und nochmal überarbeitet haben, eben Lieder, die wir schon live gespielt, aber noch nicht aufgenommen haben. Das erste Album war ja eher eine ganze (durchgehende – Anm.) Arbeit, und wir haben eine Menge Songs nicht raufgetan, die nicht reingepasst haben, Songs, die wir aber immer noch gerne mochten. Der andere Teil des neuen Albums sind dann eben neue Songs, die irgendwie eine Weiterentwicklung davon sind.
Kirsty: Es ging im Vergleich zum ersten Album viel schneller, aber das hat auch eine Menge Spaß gemacht. Beim Zweiten haben wir uns eben von Anfang an wohler gefühlt, und haben es einfach von Anfang an so gemacht, wie wir uns dachten, dass es klingen soll.
Scott: Wir wollten, dass es ein wenig anders als das Erste ist: uns ging es dieses Mal mehr um die individuellen Songs, während das Erste eben ein durchgängiges Stück Musik war.
Nachdem ja „Part Two“ im Titel vorkommt: Seht ihr das neue Album als eine Art Fortsetzung, auch wenn es mit einem anderen Anspruch gemacht wurde?
Scott: „Part Two“ kommt deswegen vor, damit die Leute merken, dass sie auch unser erstes Album kaufen sollten! (lacht)
Gute Idee!
Scott: Dieser Gedanke war am Anfang da, aber wir waren uns auch definitiv bewusst, dass wir uns nicht selbst kopieren und etwas Anderes machen wollen. Die ersten Songs folgen noch dem ersten Album, danach wird es anders.
Euer erstes Album habt ihr ja im April letzten Jahres veröffentlicht – ihr seid also recht flott!
Kirsty: Mit dem Veröffentlichen? Ja, das ging ziemlich flott. Wir hatten das Erste ja auch schon eine Weile fertig gehabt, bevor es rauskam.
Jennifer: Für uns war's damals schon alt (lacht).
Kirsty: Wir sind eben noch eine neue Band, und für eine Menge Leute wird das neue Album das erste sein, das sie von uns hören. Also wird „Part Two“ hoffentlich eine Referenz sein und Leute dazukriegen, sich auch das erste Album anzuhören.
Euer Debüt ist sowohl bei Kritikern auch bei Fans sehr gut angekommen. Es gibt ja den Spruch, dass man für sein erstes Album alle Zeit der Welt hat, für das zweite ein paar Monate. Habt ihr da einen Druck gespürt?
Kirsty: Es hat sich nicht so angefühlt. Es war komisch: Wir waren dauernd unterwegs und haben gespielt, und jedes Mal wenn wir daheim in Schottland waren, haben wir ein paar Songs aufgenommen, das ging schnell und wir haben nicht wirklich darüber nachgedacht. Und dann, bevor wir es bemerkt hatten, hatten wir schon eine Menge neuer Songs, mit denen wir glücklich waren.
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All Photos (c) Gary McNair









































