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Sato
Wien, fünfzehnter Bezirk. Der Magen knurrt. Türkische Imbissbude reiht sich an türkische Imbissbude, gesprenkelt mit Hostels und anderer Backpacker-Infrastruktur. Willkommen in Wiens Khao San Road, Hier gibt es alles, aber wenig davon ist richtig gut. Mit Ausnahme des Sato.Sato ist die türkische Schreibweise für Chateau. Böse Zungen mögen jetzt meinen, das wäre etwas zu hoch gegriffen für das nicht wirklich mondäne Lokal an der Ecke der Äußeren Mariahilferstraße, das sich durch seine dezente Unauffälligkeit nahtlos in die Umgebung einfügt. Nur Mut, auch wenn es mitunter ganz schön leer aussieht: wer sich reinwagt, merkt schnell, dass hier richtig gute türkische Hausmannskost abseits von Preisdumping geboten wird.
Türkisch jenseits von Kebap und Köfte
In dem bescheidenen Lokal wird aufgetischt, was die türkische Küche hergibt: köstliche Linsen- und Kuttelflecksuppe (2,50 bis 3,- Euro), Salate (3,50 bis 5,- Euro) und eine breite Auswahl an Vorspeisen von Humus, Saksuka und Sarma bis Mancu (4,- bis 4,50 Euro). Wer zum Mittagessen vorbeikommt, bekommt für schlappe 5,80 Euro ein dreigängiges Mittagsmenü kredenzt. Unter den regulären Hauptspeisen finden sich auf der zweisprachigen Karte türkische Pizza, Pfannengerichte und Grillteller (5,50 bis 7,- Euro). Obwohl durchaus stark fleischlastig, gibt es auch einige Optionen für VegetarierInnen. Schweinefleisch ist nicht, dafür aber türkisches Bier und griechischer Retsina. Und natürlich Fisch, typisch für die Schwarzmeerregion, aus der die Betreiberfamilie stammt.
Frühstück und andere Eigenheiten
Beim Lesen der Homepage kommt man ums Schmunzeln nicht herum, wenn stolz berichtet wird, dass drei Brüder und ein Sohn die Chefs des Restaurants sind, man aber froh ist, dass die Frauen der Familie auch in dritter Generation in Österreich das Kochen der türkischen Gerichte nicht verlernt haben. Und erst recht, als der zum Abschluss jeden Mahls servierte türkische Apfeltee als den Körper des Mannes als wärmend wie die Umarmung eines sechzehnjährigen Mädchens beschrieben wird. Das können wir an dieser Stelle nicht bestätigen. An diesem Wundergebräu kann man sich übrigens beim Frühstück im Sato satt-trinken: zum pre-11:00 Uhr Frühstücksteller mit Käse, Tomaten, Oliven, Honig, Fladenbrot und Ei (4,50 Euro) wird soviel Tee serviert, wie man möchte
Stadtbekannt meint:
Eine Insel der Seligen in der kulinarisch ärmlich besetzten Äußeren Mariahilferstrasse. Eine gute Adresse für alles, vom kurzen türkischen Kaffee zum ausladenden Mahl. Wer gar nicht mehr weg will, kann außerdem den Veranstaltungskeller für die nächsten anstehenden Feste mieten.
| Ambiente - gemütlich | Service - freundlich | ||||
| Qualität - sehr gut | Preis - günstig | ||||
| Raucher/Nichtraucher |












































