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Frühstück im Cafe Frauenhuber
Bei unserem Besuch im Cafe Frauenhuber ist, für eines der altehrwürdigen Alt-Wiener Kaffeehäuser der Stadt, erstaunlich viel los. Das Publikum ist eine Mischung aus deutschen Touristen, Stammgästen, jungen Kreativen, "eingewienerten" Deutschen und den BwohnerInnen des ersten Bezirks. Wie es scheint dürfte das Café in zahlreichen Reiseführern eingetragen sein, da sich sonst kaum die Dichte an Deutschen Touristen, die meist mit Reiseführer und Kamera bewaffnet das Lokal betreten, zu erklären sein dürfte.Positiv ist jedenfalls, dass man hier, obwohl das Kaffeehaus wirklich gut besucht ist, leicht ein Plätzchen für sich findet. Dabei hat man die Auswahl zwischen Raucher und Nichtraucherbereich. Sobald man seinen Platz eigenommen hat, steuert einer der arbeitsamen Wiener Kellner auf einen zu und fragt, ob man die Speisekarte benötigt. Wird die Frage mit ja beantwortet kann man je nach Tageszeit einen Blick in die Frühstücks- oder Tageskarte werfen. Im Vergleich zu den meisten anderen Alt-Wiener Kaffeehäusern der Stadt und damit gegen das Lokalkolorit und den Habitus der Ober, wird man hier sehr zuvorkommend nach seinen Wünschen gefragt. Egal ob bei der Bestellung oder beim Verlassen des Lokals, jeder der Kellner hat immer einen freundlichen Spruch parat, ohne aber dabei aufdringlich zu wirken.
Heute wie damals…
Das Cafe Restaurant Frauenhuber öffnete 1824 seine Tore und ist damit das älteste noch bestehende Kaffeehaus Wiens. Es liegt gut versteckt in einer der Seitengassen der Kärtnerstraße, nämlich in der Himmelpfortgasse 6. Auf die Frage ob man etwas mehr über die Geschichte des Cafés erzählen könnte, weiß einer der Kellner zu berichten, dass schon Mozart hier einige seiner Opern komponierte, natürlich lange bevor das Lokal ein Kaffeehaus war. Zu dieser Zeit zählte es zu den Nobelrestaurants der Stadt. Das Barockgebäude wurde im Auftrag von Maria Teresias Leibkoch Ignaz Jahn errichtet.
Das Frühstück
Im Cafe Frauenhuber bekommt man, dass was man als klassisches Wiener Frühstück bezeichnet, aber mit einer Vielzahl an Erweiterungsmöglichkeiten. Das Frühstück heißt hier „Frühstücks-Basis“ und beinhaltet: zwei Semmeln, Aufstrich, Marmelade und Butter, wahlweise eine Melange oder Tee oder eine heiße Schokolade, für wie wir finden günstige 5,80 Euro. Sowohl die Qualität, als auch der Preis überzeugen. Zu der Frühstücksbasis gibt es auf Wunsch eine Reihe von Ergänzungen, wie ein weiches Ei um 1,10 Euro, Rührei von drei Eiern mit Schinken oder wahlweise Käse, Champignons oder Blattspinat um 3,80 Euro oder zum Beispiel Schinken, Käse und Salami für 4,60 Euro.
Streifzug durch die Karte
Auf der Speisekarte steht klassische Wiener Küche, wie das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Petersilerdäfel um 13,90 Euro, Schweinsbraten mit Serviettenknödel und Kraut um 12,90 Euro oder Krautfleckerln um 6,- Euro. Natürlich findet man auch saisonal wechselnde Spezialitäten, wie die überbackenen Kürbisspätzle mit Blattsalat oder Blunzenrad`l gebacken mit Rösterdäpfel und Krautsalat um 9,- Euro.
Stadbekannt meint
Wer sich nicht vor deutschen Touristen fürchtet und Wiener Kaffeehauskultur schätzt, sollte dem Cafe Frauenhuber einmal einen Besuch abstatten. Das Kaffeehaus zieht einem mit seinem Alt-Wiener Charme in seinen Bann. Hier kann man stundenlang Zeitung lesen, während man dem Geräusch des Milchschäumers lauscht, ohne vom Kellner gefragt zu werden ob man noch etwas trinken möchte. Die Atmosphäre des Frauenhubers ist weder hipp, noch jung oder alternativ, sondern so wie man es im Wiener Kaffeehaus erwartet, erinnert sie an eine längst vergangene Ära. Spätestens beim Blick in die Vitrine mit der Taschenuhrsammlung, sieht man das hier ein Stück Stadtgeschichte weiterlebt.
| Ambiente - Wienerisch | Service - freundlich | ||||
| Qualität - gut | Preis - moderat | ||||
| Nichtraucher / Raucher |










































