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Kino (c) STADTBEKANNT
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Das Wort zum Tatort vom 4.9.2011 – „Altes Eisen“

17. September 2011 • Film / TV2 Kommentare zu Das Wort zum Tatort vom 4.9.2011 – „Altes Eisen“

Eine ältere Dame wird mit einer Schusswunde und frischer Kleidung in ihrem Bett aufgefunden, Tatort war allerdings der Hof des (von ihr besessenen) Mietshauses; der Täter hatte somit also Zugang zur Wohnung der Dame, was den Kreis der Verdächtigen einschränkt: ihr Sohn und dessen Frau, deren Ex Peter Stamm, seines Zeichens Erbschleicher und Wettcafé-Besitzer, sowie die gute Seele des Hauses: Trudi. Letztere ist allerdings nicht immer eine Frau gewesen.

Jede Jeck ist anders

Der Tatort greift ja immer gerne „heiße Eisen“ an, ein unangenehm zwanghaftes Bild zeichnet der Tatort jedoch von Transsexuellen. Denn aus dem Arno wird eine total unglaubwürdige Spießer-Oma, die jeden Fremden grundsätzlich duzt, mit einem Pralinensackerl bewaffnet im Park den Kindern nachstellt, Erwachsenen gerne gute Ratschläge gibt und sich zu allem Überfluss auch wirklich noch den Namen „Trudi“ gibt. Eine Farce, die dem Tatort gleich von Anfang an jede Glaubwürdigkeit nimmt.

Bald nach dem Mord wird klar: das Erbe der alten Dame ist wertlos, ihr Haus mit einer Hypothek belastet – das Geld daraus ist allerdings spurlos verschwunden. Das Haus steht jedoch in bester Lage, und so hätte es renoviert und für viel Geld verkauft werden sollen – und zwar noch vor der drohenden Zwangsversteigerung. Das bedeutet allerdings, die beiden Mieter müssen raus: Trudi und ihre Ex-Frau Gerda, die sie aufopfernd pflegt. Opfer der Gentrifizierung also, die um ihre Wohnung bangen. Auf der anderen Seite der Riege der Verdächtigen stehen der zwielichtige Stamm und die Schwiegertochter des Opfers, denen man den Mord sofort zutrauen würde, und die irgendein Geheimnis haben.

Die Ermittlungen kommen allerdings nicht so richtig in Gang, die Kommissare haben ihre eigenen Probleme, auf die sie sich konzentrieren. Nachdem Ballauf ein verlockendes Jobangebot bekommt, zickt Schenk aus Eifersucht herum, Ballauf fällt währenddessen in die Pubertät zurück, nachdem er sich nach einer Nacht mit einer Kollegin unsterblich in diese verliebt, allerdings kurz darauf merkt, dass er nur ein Abenteuer für sie war. Und so passiert eigentlich den ganzen Tatort über gar nichts.

Als die Lage dann am Ende aber doch eskaliert, weil sich die Verdächtigen um das verschwundene Geld prügeln, kommt etwas Schwung in die Sache: Trudi lockt Stamm in eine Falle und springt aus dem Fenster, um ihm den Mord anzuhängen. Im Krankenhaus kommt dann aber doch noch das Geständnis am Totenbett: Trudis Exfrau Gerda hat die Hausbesitzerin getötet, nachdem diese tatsächlich im Hof auf ihre eigenen Mieter geschossen hat. Aha.


Im 
Topkino und seit neuestem auch im Schikaneder gibts übrigens jeden Sonntag ein Tatort Public Viewing – bei freiem Eintritt und mit dem Highlight Täterraten, bei dem es auch noch Freigetränke zu gewinnen gibt.

Ältere Tatortrezensionen findet ihr in der Leiste unter diesem Artikel.  

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2 Antworten auf Das Wort zum Tatort vom 4.9.2011 – „Altes Eisen“ – Verstecken

  1. Bernd B. sagt:

    Zeitverschwendung
    Gestern war der Tatort so schlecht, dass ich schon nach wenigen Minuten abdrehen musste. Hoffentlich gibt es bald mal wieder einen interessanten Tatort zu sehen.

  2. jebba sagt:

    urmies
    ich versteh die vielen positiven kritiken überhauptnicht – arno/trudi war schrecklichstes overacting und unglaubwürdig, der rest der handlungsstränge war entweder total verwirrend, nervig oder langweilig.

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