Lokalführer – Frühstück / Brunch

Das Wieden Eingang (c) STADTBEKANNT Nohl
Das Wieden Eingang (c) STADTBEKANNT Nohl

Das Wieden

27. Dezember 2015 • Frühstück / Brunch, Kaffee / Tee

Frühstück im „Das Wieden“

Wir haben es gefunden! Eines der besten Frühstücke der Stadt! 

 

Tatatata

Ich habe ja eigentlich gar nicht danach gesucht, geschweige denn daran geglaubt, dass es das perfekte Frühstück überhaupt gibt. Aber: Tatatata, in einer kleinen Seitengasse im vierten Bezirk wird das erste Mahl des Tages in einer Perfektion serviert, die es sonst selten in Wien gibt

Das Wieden Lokal Kaffeebar (c) STADTBEKANNT

Das Wieden Lokal Kaffeebar (c) STADTBEKANNT

Perfektionismus und Frühstücksconnaisseur

Um hier zunächst meine Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, sei zum einen gesagt, dass ich ein sehr perfektionistischer Mensch bin (ich gehöre zu jener Kategorie, die daran verzweifeln, dass ein Desinfektionsspray nur 99,9% der Bakterien tötet). Zum anderen möchte ich betonen, dass ich schon viele, ja eigentlich sogar sehr viele Frühstücke in Wien testen durfte. Ohne Zweifel waren einige davon gut oder auch sehr gut. Doch keines bisher war so ausgezeichnet und makellos, wie jenes in dem Lokal „Das Wieden“.

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Beste Zutaten

Zum einen und wahrscheinlich auch zum größten Teil liegt es an den Zutaten selber. In erster Linie orientieren sich diese an dem Anspruch von Chefin Elisabeth Troger, die soweit möglich mit biologischen, regionalen und saisonalen Produkten arbeitet und sich einer verantwortungsbewussten und nachhaltig orientierten österreichischen Küche verschreibt. Das fängt bei der Teeauswahl an (Kusmi Tea!), reicht über das Brot von Kasses, sowie Käse von kaes.at oder Honig von Honigmayr. Ein gutes Frühstück steht und fällt außerdem mit dem Orangensaft, hat mir zumindest meine Mutter beigebracht. Und wie kann es anders sein, der frisch gepresste Orangensaft im Wieden ist natürlich perfekt: kein hineingeschummelter Packerlorangensaft, keine überreifen Orangen mit Bauchwehgarantie, nein der Orangensaft ist 1A.

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Stadtfrühstück, Landfrühstück, Vitalfrühstück

Diese Zutaten in Kombination ergeben drei Frühstückskombinationen: das Stadtfrühstück (Bio-Tee oder Kaffee, Bio-Butter, Bio-Marmelade oder Honig, Gebäck), das Landfrühstück (Bio-Tee oder Kaffee, Bio-Butter, Bio-Marmelade oder Honig, Beinschinken, Käse, Cottage-Cheese mit Kräuterpesto, Gebäck) oder das Vitalfrühstück (Bio-Tee oder Kaffee, Bio-Butter, Bio-Marmelade oder Honig, Bio-Putenschinken, Gemüsesticks, Frischkäse, Schnittlauch & ein Korb Gebäck) für € 5,20 bis € 7,80. Der Preis ist mehr als fair für die gebotene Qualität. Zahlreiche Extras wie Bio Ei oder Müsli können dazugestellt werden. Und auch wenn diese Zusammenstellungen vielleicht nicht gerade spektakulär erscheinen, hat es mich in diesem Fall überhaupt nicht gestört, dass es kein Hirseporridge mit Cranberries in Kokosmilch oder Ähnliches gab, wobei mir gesagt wurde, dass für das Wochenende speziellere Frühstücksgerichte in Planung sind. Abgesehen von diesem Wahnsinns Frühstück gibt es auch Mittagsmenüs sowie die Möglichkeit à la carte zu bestellen, wobei hier natürlich mit derselbe Qualitätsanspruch vorherrscht.

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Das Wieden Frühstück (c) STADTBEKANNT

Modernes Gasthaus

Das Interieur entspricht der Kategorie modernes Gasthaus, wie man es etwa von dem „Zum Wohl“ oder dem „Herbeck“ kennt, wobei Frau Troger das Wieden als Kaffeebar bezeichnet. Vertäfelte Wände, ein Windfang aus Glas und Holz beim Eingang, dunkle Bänke und Stühle mit leicht schimmernder Polsterung sowie mit weißen Tischtüchern bedeckte Tische. Ein bisschen Jugendstil in Farbe (gold und weiß) sowie Form (geradlinig oder rund) sind hier ebenso vertreten wie das Moderne (ein großes schwarz-weißes Wandbild etwa). Alles in allem eine gelungene Mischung und ein gemütliches Wirtshaus in reduziertem Stil. Wie praktisch, dass Betreiberin Elisabeth Troger eigentlich Innenarchitektin ist. Dass sie die Gastronomie nicht erlernt hat, macht ja sichtlich überhaupt nichts. „Ich lebe meinen Traum“, sagt sie und strahlt dabei bis über beide Ohren! Und wir als Gäste dürfen mitträumen!

Das Wieden Lokal (c) STADTBEKANNT

Das Wieden Lokal (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Wir haben ja gar nicht gewusst, dass wir es gesucht haben, aber jetzt wo wir es gefunden haben, sind wir sicher: deines der besten Frühstücke der Stadt bekommt man in der Neumanngasse. Wo die ist? Nun ja der Name des Lokals „das Wieden“ ist ja schon ein Hinweis darauf, dass wir im vierten Wiener Gemeindebezirk gelandet sind. Und dort befindet sich die Kaffeebar von Elisabeth Troger, ein revitalisiertes altes Gasthaus, das seinen alten Charme nicht verloren hat aber glücklicherweise auch nicht zu modern interpretiert wurde. Für das perfekte Frühstück hat man sich dem Anspruch nach Saisonalität, Regionalität sowie verantwortungsbewusstem Umgang mit Zutaten verschrieben (etwa Kusmi Tea, Honigmayr Honig, Kasses Brot). Und das schmeckt man auch. Vor allem aber schmeckt man, dass die gelernte Innenarchitektin Elisabet Troger ihren Traum lebt!

Das Wieden

Neumanngasse 4
1040 Wien
http://www.das-wieden.com/

Mo – Mi 9:00 Uhr – 19:00 Uhr
Do – Fr 9:00 Uhr – 22:00 Uhr

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »