Wien – Grätzltipps – 7. Neubau

Kirchengasse (c) stadtbekannt.at
Kirchengasse (c) stadtbekannt.at

Das Siebensternviertel – Ein kreativer Knotenpunkt in der Stadt

1. August 2012 • 7. Neubau, Grätzltipps, Stadtspaziergänge

Stadtspaziergang Neubau

Der Siebente Bezirk – Bunt, verspielt und kreativ. Bei unseren Grätzltipps darf auch das Siebensternviertel im 7. Bezirk nicht fehlen. Wir haben für euch einen Tag zwischen Mode, Kaffeehauskultur, Kunst und Kultur und der Lokalszene zusammengestellt.

 

Das Siebensternviertel

In den letzten Jahren gab es einen richtigen Run auf den Siebenten. Was Mode und Desgin anbelangt hat sich viel getan im Grätzl neben dem MuseumsQuartier und dem Spittelberg. Der Siebente ist durch bunte Vielfalt gekennzeichnet – egal ob für Kaffeehausliebhaber, Mode victims, Kulturbegeisterte oder Szenegänger. Neben Antiquitätenläden reiht sich ein Lokal neben das andere. Ein kulinarisches Erlebnis nach dem anderem gibt es zu entdecken. Egal ob thailändisch (Bhung Bui), italienisch (I Ragazzi), indisch oder traditionelle Wiener Küche – hier findet man die besten Futterplätze. Einen Cocktail nach der Arbeit trinken und danach noch das Tanzbein schwingen? Kein Problem. Es gibt aber auch Schattenseiten, des ansonsten sehr sonnigen Fleckchens, wie überhöhte Mietpreise und leer stehende Geschäftslokale.

Spittelberggasse (c) Geiersperger stadtbekannt.at

Spittelberggasse (c) Geiersperger stadtbekannt.at

Eine kulinarische Reise durch das Siebensternviertel

Begonnen wird der Tag natürlich mit einem ausgedehntem Frühstück. Dazu biet sich zum Sonntagsbrunch das   Amerlingbeisl  am Spittelberg an, im historischen Zentrum aus der Biedermeierzeit, in dem sich zahlreiche Galerien und Lokale seit Mitte der 80er Jahre angesiedelt haben. Sehr zu empfehlen ist auch das Espresso wo man zwischen orientalischem, vitalen oder Wiener Frühstück wählen kann. Wer sich kulinarisch richtig verwöhnen lassen möchte frühstückt in der Halle des MQ formidable und detailverliebt angerichtete Frühstückskreationen.

Zu Mittag empfiehlt sich einen Sprung im Victus und Milli am Augustinplatz vorbei zu schauen, da wird ein Mix aus norditalienischer und bayrischer Hausmannskost kredenzt. Wer es schnell und günstig mag, geht ins Spirali – der Name ist Programm, denn hier gibt es Pasta und Suppen. Im Sapa in der Lindengasse bekommt man hingegen moderne asiatische Gerichte in Wirtshausatmosphäre. Bald gibt es mit dem  Bizzo auch italenisches Bio-Fast Food im Grätzl. Natürlich frisch zubereitet und für alle die es eilig haben zum Mittnehmen.

Sapa Theke (c) Mautner stadtbekannt.at

Sapa (c) Mautner stadtbekannt.at

Abends ist das Cafe Europa ein beliebter Treffpunkt, wo man am Wochenende bis spät in die Nacht auch kulinarisch mit deftiger Hausmannskost versorgt wird. In der Kirchengasse zählen das „Le Troquet“ und die dondrine zu jenen Orten wo man den Abend entspannt ausklingen lässt. Wer dann noch nicht genug hat geht ins Donau oder ins Cafe Leopold.

 

Designer in der Kirchengasse

In den letzten zehn Jahren haben sich in der Kirchengasse eine ganze Reihe von DesignerInnen einquartiert, von Mode bis urban Toys findet man hier alles. Die bunten Punkte im Straßenbild wurden in den letzten Jahren langsam aber stetig immer mehr. Den Anfangspunkt setzten Läden wie Disasterclothing welche, neben anerkannten Labels, eine Plattform für den kreativen Nachwuchs bildeten. Durch die Gründung MQ Vienna Fashion Week im Museums Quartier Wien, hatten viele Jungdesigner eine größere Plattform um sich selbst zu präsentieren und wurden stärker gefördert. So wurden aus ein paar vereinzelten Modedesignern immer mehr. Einen Teil dieser neuen Szene findet sich in der Kirchengasse wieder.

Einer der bekanntesten AkteurInnen dürfte die Modedesignerin Ulrike Kogelmüller mit ihrem Label ULLIKO sein, die seit 2005 Damenkollektionen in schwarz, rot und weiß in Anlehnung des Stils der 50er bis 60er Jahre entwirft.

Sixxa Kopf (c) Mautner stadtbekannt.at

Sixxa (c) Mautner stadtbekannt.at

Einen weiteren bunten Punkt in der Kirchengasse bildet das Wiener Label Sixxa von Kathi Macheiner, welche dort ihre Kollektionen präsentiert. Man kann ihre Arbeiten als Bindeglied zwischen Urban Art und Comic bezeichnen. Sie arbeitet viel mit Schriftzügen und bedruckt ihre Mode mit selbst entworfenen Comicfiguren. Im Shop gibt es neben ihrer Kollektion auch Urban Art Toys, wie sie die Plastikcomicfiguren bezeichnet, für Sammler zu erwerben.

 

Ein ruhiges Plätzchen zum Kaffeetrinken und Arbeiten

Einer der beliebtesten Plätze im Siebensternviertel ist das Kaffee Espresso. Egal ob Bauarbeiter, Designer, Studenten oder Künstler, im Espresso fühlen sich alle wohl. Im Ambiente der 60er Jahre finden Besprechungen statt, Kaffeekränzchen werden abgehalten und ganz nebenbei kann man hier wunderbaren Kaffee trinken. Die Stammgäste des Lokals haben es zu ihrem zweiten Wohn- und Arbeitszimmer auserkoren und werken fleißig auf ihren Laptops. Auch am Abend ist das Espresso einen Besuch wert.

Espresso Bar (c) Mautner stadtbekannt.at

Espresso (c) Mautner stadtbekannt.at

Im Siebenstern findet sich immer ein Plätzchen zum Arbeiten und Kaffeetrinken. Wer seinen Kaffee lieber im orientalischen Ambiente genieße möchte, sollte im Berfin oder Cafe Nil vorbeischauen. Wobei das Berfin auch fabelhafte orientalisch Snacks offeriert. Das Möbel auf der Burggasse ist ein Treffpunkt für Kreative und Studenten. Dort wird nicht nur Kaffee konsumiert, sondern sogar die Einrichtung ist käuflich erwerbbar. Ein Designerstück reiht sich dort neben das nächste.

 

Ein „wenig“ Kultur gefällig?

Über das MuseumsQuartier muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, da es das kreative Epizentrum der Stadt ist. Der bekannte Slogan „Hier passiert es“ bringt es auf den Punkt. Weniger bekannt, aber sehenswert sind die im MQ beheimateten Themenpassagen. Wer einen Spaziergang durch den 7. Bezirk unternimmt sollte unbedingt auf Endeckungsreise in den freiwilligen Durchgängen gehen.

Mittlerweile mehr als nur stadtbekannt ist die Street Art Gallery Inoperable in der Burggasse, welch eine Homebase für die Urban Art Community bildet. Neben traditionellen Graffitis finden auch Schablonen-Sprayer und Graffiti-Kleber ihren Raum. Ich kann nur sagen: „Schaun’ Sie sich das an!“

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