Maroni (c) STADTBEKANNT
Maroni (c) STADTBEKANNT

Da ist der Wurm drin

29. Mai 2010 • Allgemein

Was schmeckt besser zu einem süßen, dampfenden Glühwein als eine Tüte heißer Maroni? Bei der derzeitigen Eiseskälte bieten sich die braunen Leckerbissen als der ideale Snack für einen gemütlichen Abend an. 
Sieht man sich jedoch eine jüngste Arbeiterkammer-Untersuchung an wollen einem die Esskastanien fast im Halse stecken bleiben. Im Schnitt soll bei einer Untersuchung ein Fünftel der getesteten rohen Maroni verdorben gewesen sein. Die 23 Stichproben aus zwanzig Wiener Supermärkten und Märkten brachten zum Teil recht ekelhafte Ergebnisse zu Tage. Viele Maroni waren bereits schimmlig, faulig oder wurmstichig. „Wer im Supermarkt oder bei Marktstandlern ein Kilogramm Maroni offen oder im Netz kauft, hat im Durchschnitt verdorbene Maroni im Wert von rund einem Euro drinnen“, empört sich AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffel. Dies sei vor allem bei durchschnittlichen Kilogrammpreisen 5,40 Euro nicht in Ordnung.

Im AK-Test waren bei rund der Hälfte der Stichproben von 100 Stück zehn bis zwanzig bereits verdorben. Bei einem weiteren Viertel mussten sogar zwischen 22 und 61 Stück beanstandet werden. Nur bei zwei der Testeinkäufe waren höchstens fünf verdorbene Maroni dabei. Sollte man selbst verdorbene Esskastanien in seinem Einkaufskorb finden rät Schöffel: „Informieren Sie jedenfalls den Verkäufer über die festgestellten Qualitätsmängel beim nächsten Einkauf.“

Bei dem Test wurde Ende Oktober und Mitte November in Wien bei verschiedenen Anbietern jeweils ungefähr ein Kilogramm Maroni (je nach Größe zwischen 50 und 100 Stück) offen oder in Netzen gekauft. Die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Gemeinde Wien kontrollierte diese anschließend auf Beanstandungen.

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