Lokalführer – Kaffee / Tee

Coffee Pirates Eingang (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer
Coffee Pirates Eingang (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

Coffee Pirates

23. März 2015 • Kaffee / Tee

Ein Coffeeshop, der Kaffee kochen kann und gemütlich ist

Es gibt Coffee Shops, da schmeckt der Kaffee nur zum Mitnehmen, bleiben mag man nicht. Und dann gibt es Coffee Shops, die sind gemütlich, freundlich und echt, echt nett, die sind ein Wohnzimmer. Willkommen bei den Coffee Pirates mitten im neunten Wiener Gemeindebezirk.

Coffee Pirates Lokal (c) STADTBEKANNT

Coffee Pirates Lokal (c) STADTBEKANNT

Backstube im Piratenreich

Das Inhaberpaar Evelyn Priesch und Werner Savernik schließt die Tür zum Coffeeshop auf. Schon morgens ist es wegen der großen Fenster im Piratenreich hell und einladend. Evelyn wirft die Kaffeemaschine an. Sie erzählt, sie bekomme immer den ersten Kaffee des Tages. Es dauert nicht lange und im gesamten Lokal riecht es nach frisch Gebackenem – könnte an der offenen Backstube liegen, die sich mehr oder weniger zwischen den Gästen befindet. Es ist ein bisschen wie Showbaking. Wer sich nicht so sehr für Süßes begeistern kann, Samstag und Sonntag wird hier auch gebruncht.

 

Von der großen Welt nach Wien

Ein Jahr Auszeit haben sich die beiden genommen, sind gereist – Asien, Neuseeland, Süd- und Lateinamerika. Kaffeefarmer haben sie dabei getroffen, in Kolumbien eine Kaffeeröstausbildung gemacht und in Berlin eine Baristaschule besucht. Ja, mit Kaffee kennen sie sich aus, rösten ihn auch selbst und legen viel Wert auf die Herkunft der Bohnen. Daher stammen diese auch fast alle von Fairtradefarmen. Das Ergebnis ist eine Bio-Zertifizierung des Coffeeshops und der Rösterei. Auch der Falstaff-Guide hat die Piraten ausgezeichnet und CNN zählt sie zu den besten Coffeeshops weltweit.

Coffee Pirates Tresen (c) STADTBEKANNT

Coffee Pirates Tresen (c) STADTBEKANNT

Neues Spielzeug

Für den optimalen Kaffeegenuss wird ständig getüftelt. So entstand auch das „neue Spielzeug“ der beiden, das an diesem Morgen auf dem Tresen steht. Einer großen Sanduhr ähnelt es ein wenig, aber ohne Sand. Selbstgebaut ist es und mit Zeit hat es an sich wenig, dafür viel mit „Coldbrewing“ zu tun. Dabei muss der Kaffee ungefähr acht bis zwölf Stunden durchlaufen. Verwendet wird nur kaltes Wasser. Richtig süffig sei er dann, auf Eis und ohne Milch schmecke das Kaltgetränk am besten.

Coffee Pirates Sitzecke (c) STADTBEKANNT

Coffee Pirates Sitzecke (c) STADTBEKANNT

Kaffee im Wohnzimmer, Wohnzimmer im Café

Bei den Kaffeepiraten wurde wirklich an allen Ecken und Enden Mobiliar ausgewählt, das mehr ist als „einfach nur“ Tisch und Sessel. Hier wird bewiesen, dass stylisch und gemütlich gemeinsam geht. Details spielen eine Rolle. Und genauso wird ein Coffeeshop zum Wohnzimmer. Evelyn erzählt, dass ein befreundeter Architekt Inputs gegeben habe, eingerichtet wurde aber alleine. Wer den Kaffee übrigens tatsächlich lieber im eigenen Wohnzimmer trinken mag, kann ihn ganz einfach vor Ort kaufen.

Coffee Pirates Tisch (c) STADTBEKANNT

Coffee Pirates Tisch (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Kuchen gut und Kaffee sogar sehr gut. Doch das bieten viele Coffeeshops und Kaffeehäuser im Raum Wien. Womit aber nicht jedes Lokal aufwarten kann, ist tolle Atmosphäre. Durch die wirklich gelungene Einrichtung, die es ziemlich einfach macht, sich hier wohlzufühlen, gelingt den Piraten das gewisse Etwas. Trotz des Wochentages und der frühen Stunde herrscht eine gemütliche Stimmung als wäre Sonntag. Fazit also: Ein Besuch bei den Coffee Pirates ist wie Sonntags zu Gast in einem netten Wohnzimmer bei gutem Kaffee und gutem Kuchen. Mal ehrlich, wer möchte nicht jeden Tag so beginnen lassen?

Coffee Pirates

Spitalgasse 17
1090 Wien

Mo – Fr: 8:00 – 18:00 Uhr
Sa – So: 9:00 – 15:00 Uhr

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