Wien – Leben

Wiener Stephansdom (c) stadtbekannt.at
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Chicago am Stephansplatz

26. April 2011 • Leben

Wer will viele Verbrecher sehen? Der muss in den Ersten gehen!

Von wegen Ottakringerstraße, Karlsplatz oder Mexikoplatz – die meisten Kriminellen haben ihren Arbeitsplatz augenscheinlich in der Inneren Stadt. Von den über 200.000 im vergangenen Jahr in Wien angezeigten Straftaten, wurde knapp ein Zehntel im 1. Bezirk begangen. Das zeigt die Kriminalstatistik des Innenministeriums für das Jahr 2010.

Mehr als 20.000 Anzeigen nahm die Polizei zwischen Jänner und Dezember 2010 dort auf. Dagegen konnte augenscheinlich nicht einmal Ursula Stenzels eisernes Regiment etwas ausrichten. Neben Ruhestörern und Straßenartisten hat die Regentin des ersten Hiebs noch sehr viele Spitzbuben aus ihrem Reich zu vertreiben. Eine Einladung an Frankreichs Präsidenten Sarkozy mitsamt seinem Kärcher blieb bisland aber noch aus.

 

Raue Sitten in Favoriten

Bei den  Straftaten handelte es sich vor allem um Vermögensdelikte wie Diebstähle, Einbrüche oder Raub. Entgegen seinem Namen, belegt der Erste Bezirk bei den Delikten gegen Leib und Leben (1.800) nur den zweiten Platz hinter Favoriten (über 2.300). Spannend dürfte eine zeitliche Aufschlüsselung aussehen, wie viele der Straftaten rund ums Wiener Derby stattfinden.

Insgesamt wurden im bevölkerungsreichsten Bezirk Wiens 2010 fast 19.000 Fälle angezeigt.  Die Führung übernimmt man damit neben den Gewaltdelikten auch bei Straftaten gegen die Freiheit, wie Freiheitsentziehung oder Nötigung. Raue Sitten herrschen also in der Heimat von Edmund Sackbauer.

 

Aufklärungsquote gestiegen

Die weiteren Plätze bei den Gesamtanzeigen hinter der Inneren Stadt und Favoriten belegen Donaustadt (14.600), Leopoldstadt (13.100) und Floridsdorf (13.000).
Zumindest einen Spitzenplatz kann das wilde Ottakring verbuchen. Bei den angezeigten Nebendelikten unter die auch alle Drogenschandtaten liegt man mit 600 klar vor der Leopoldstadt mit knapp über 500.

Stark angestiegen ist im ersten Quartal 2011 die Aufklärungsquote im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Diese erhöhte sich von 29 Prozent 2010 um satte 7 Punkte auf 36 Prozent zwischen Jänner und März 2011.

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