Lokalführer – Club

Cabaret Fledermaus Lokal (c) STADTBEKANNT
Cabaret Fledermaus Lokal (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus

21. Februar 2017 • Club, Nightlife

Tanzlokal im 1. Bezirk

Einst noch eine Kleinkunstbühne, kurz die Heimat des Porgy & Bess und heute: das geheimnisvollste Tanzlokal des 1. Bezirks. Wir waren im Cabaret Fledermaus!

Cabaret Fledermaus Eingang (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus Eingang (c) STADTBEKANNT

Von der Kleinkunstbühne zum Club

Das ursprüngliche Kabarett Fledermaus wurde 1907 gegründet und befand sich an der Ecke Kärntner Straße / Johannesgasse. Es handelte sich damals auch tatsächlich noch um eine Kleinkunstbühne – gestaltet von Josef Hoffmann und den Wiener Werkstätten. Auch Gustav Klimt und Oskar Kokoschka waren mit von der Partie. 1967 wanderte das Lokal schließlich in die Spiegelgasse 2 und wurde dort zum wichtigsten Kabarettschauplatz neben dem Simpl. Ab 1993 war es der Heimatort des Porgy & Bess und heute, na heute befindet sich dort der wohl schummrigste Club mitten in Wien dort.

Cabaret Fledermaus Tanzfläche Lokal (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus Tanzfläche Lokal (c) STADTBEKANNT

Jacken, Bomben und Ehre abgeben

Betritt man das Cabaret Fledermaus oder „die Fledermaus“, wie man eigentlich immer sagt, wird man sofort eingehüllt in die illustre Stimmung des Untergrundlokals. Die roten Lichter, die Relikte aus alten Zeiten, die schwarz-weißen Fotos vergangener Berühmtheiten und das Stimmen-Musik-Gewirr, das schon von unten zu hören ist. Man taucht ein in eine andere Welt, in eine Welt wo so ziemlich alles erlaubt ist, wo Bürobeamte zu Partytigern werden und Hausfrauen zu verführerischen Damen. An der Garderobe findet sich dann passender Weise auch das Schild:  „Jacken, Bomben und Ehre bitte an der Garderobe abgeben“. Das machen wir natürlich gewissenhaft!

Cabaret Fledermaus Abgang (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus Abgang (c) STADTBEKANNT

Spieglein, Spieglein

Erstmal drinnen angekommen hat man nun die Wahl. Rechts in den kleineren Raum, der mit vielen dunkel-rot schimmernden Details zum reinsten antiken Museum gemacht wurde oder links in den größeren Raum und das Tanzbein schwingen. Wir entscheiden uns erst für rechts und dann für links. Schließlich will man sich erstmal einen Überblick über die Lage verschaffen. Der große Spiegel über der Bar macht den Raum gleich viel größer und die zahlreichen Menschen in Hemden werden gleich nochmal doppelt so viele. Oder ist das schon der Gin-Tonic, der wirkt? Jedenfalls sehr passend: viel Spiegel in der Spiegelgasse.

Cabaret Fledermaus Bar Spiegel (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus Bar Spiegel (c) STADTBEKANNT

Tanzen, Baby

Nun aber doch in den anderen Bereich. Und man mag es kaum glauben, hier wird tatsächlich getanzt. Boogie, Rock und irgendwas dazwischen. Wer sich also gerne auch mal auffordern lassen möchte – das kann einem in der Fledermaus durchaus passieren! Vorne an der Leinwand machen’s die Legenden aus alten Zeiten motiviert vor – da ist das Mitmachen dann auch nicht so schwer. Die Musik in der Fledermaus richtet sich meist nach einem Thema (lässt sich dem Programm auf der Homepage auch super entnehmen) und nicht selten finden spezielle Abende (wie zum Beispiel eine Falco Hommage) statt.

Cabaret Fledermaus Tanzfläche (c) STADTBEKANNT

Cabaret Fledermaus Tanzfläche (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Das Cabaret Fledermaus ist perfekt für einen illustren Tanzabend. Das Kellerlokal in der Spiegelgasse wird gerne von einem doch eher reiferen Publikum (naja, sagen wir mal so 30 – 40 Jahre) besucht, aber eigentlich kann hier jeder Spaß haben. Wer gerne tanzt ist richtig, aber schon alleine zum Schauen zahlt es sich aus hierher zu kommen. Kleine Relikte erinnern immer wieder an das ursprüngliche Kabarett, das von Josef Hoffmann entworfen wurde und generell fühlt man sich irgendwie in einer anderen Welt, wenn man hier absteigt.

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Cabaret Fledermaus

Spiegelgasse 2
1010 Wien

 

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