Kultur – Literatur

Drumbl - Die Einverleibten - Cover (c) Edition Atelier
Drumbl - Die Einverleibten - Cover (c) Edition Atelier

Buchtipp: Die Einverleibten

25. Juni 2016 • Literatur

Eine Geschichte voller Tragik – einfühlsam und mutig erzählt.

 

Keine lockere Unterhaltungslektüre

Andrea Drumbl ist in der deutschsprachigen Literaturszene schon vor einiger Zeit angekommen. Das zeigen unter anderem die Verleihung des Kärntner Lyrikpreis 2010, mehrere Stipendien, darunter das Startstipendium für Literatur des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, und ein durchaus erfolgreicher Debütroman mit dem poetischen Titel „Die Vogelfreiheit unter einer zweiten Sonne, weil die erste scheint zu schön“ (Edition Atelier, 2013). Bereits mit ihrem ersten Roman wurde klar, diese Autorin geht in ihren Texten ohne zu zögern auf schwere, erschütternde Themen zu. Das änderte sich auch in ihren darauffolgenden Büchern „Narziss und Narzisse“ (2014) und „Die Einverleibten“ (2015, beide Edition Atelier) nicht.

 

Brutalität und Widerstandsfähigkeit

Das Leben von Olga, der Protagonistin in „Die Einverleibten“, wird von mehreren Schicksalsschlägen geprägt. Der Tod ihrer Zwillingsschwester im Mutterleib und ein mehr als grausamer Großvater führen beispielsweise schon in ihrer Kindheit zu wiederkehrenden Selbstmordgedanken. Die Autorin schafft es, auf eindringliche Art und Weise die Brutalität einer Lebensrealität zu schildern. Dabei vergisst sie jedoch auch nicht auf die Widerstandsfähigkeit der Protagonistin.

 

Fazit

Andrea Drumbl ist eine Meisterin des einfühlsamen Erzählens. Mit ihrem aktuellen Roman „Die Einverleibten“ stellt sie dies erneut unter Beweis.

 

Die Einverleibten
Andrea Drumbl
104 Seiten | Gebunden
mit Schutzumschlag und Lesebändchen | 15,95 Euro
ISBN 978-3-903005-08-2
Edition Atelier

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