Lifestyle – Skurriles

Akademiker mit Niveau (Gemälde "Renommierbummel"  Georg Mühlberg)
Akademiker mit Niveau (Gemälde "Renommierbummel" Georg Mühlberg)

Breaking News: FPÖ vor Übernahme von ElitePartner

29. Jänner 2015 • Skurriles

Die Freiheitlichen haben bekannt gegeben, die stadtbekannte Partnerbörse ElitePartner zu übernehmen.

„Bisherige Bemühungen, an Akademiker mit Niveau zu kommen, sind leider fehlgeschlagen.“, so FPÖ-Obmann HC Strache, „Nach intensiven Gehirnstürmen im Bierzelt sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es einen neuen Weg braucht für Österreich.“

Der Akademikerball in der Wiener Hofburg, Höhepunkt des freiheitlichen Festjahres, steht kurz bevor. Dieses Jahr wird die Vorfreude auf die Veranstaltung jedoch von dunklen Schatten getrübt. Nicht einmal die Tatsache, dass der Ball des Wiener Korporationsringes nun als Akademikerball im Ballkalender aufscheint, kann der FPÖ bei ihrem dringlichsten und seit Jahren immer virulenter werdenden Problem behilflich sein: Der Suche nach Akademikern und Singles mit Niveau.

 

Akademikerball „zu wenig effizient“

Kritische Stimmen innerhalb der Parteizentrale lassen verlauten, sie hätten es kommen sehen. Der Akademikerball sei nun einmal keine Veranstaltung mit Niveau. Man wolle schließlich Spaß im Kostüm haben, tanzen, trinken, Fahnen und Reden schwingen und sich nicht drüber Sorgen machen müssen, als niveauvoll angesehen zu werden.

FPÖ-Obmann HC Strache ist zwar überzeugt davon, dass es sich bei den Ballbesuchern durchaus um Akademiker handelt, dennoch moniert auch er: „Das Endziel liegt immer noch in weiter Ferne. Die Suche am Akademikerball ist einfach zu wenig effizient.“

 

Neue Wege

Der Entschluss klingt einfach wie kühn: Die FPÖ übernimmt die Partnerbörse ElitePartner, um Mitstreiter für HC Strache zu finden. Das Basiskonzept von ElitePartner will man weitgehend beibehalten.

Lediglich die Anmeldemodalitäten und der kostenpflichtige Persönlichkeitstest sollen angepasst werden. So wird etwa die Anzahl der Testfragen von 86 auf 88 angehoben. Anmelden können sich alle deutsch-österreichischen christlichen weißen heterosexuellen Unterstützer der Freiheitlichen Partei.

„Wir wollen eine Partnersuche für Leute auf unserem Niveau.“, erklärt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, „Das bedeutet konkret, dass der IQ den Wert 88 nicht überschreiten darf. Das ist unseren Leuten wichtig. Wir machen halt noch Politik für unsere Leut‘.“

 

Logo-Streit

Am Corporate Design will man noch feilen. Geplant ist eine Modifikation des Logos. Statt des altmodischen Doktorhutes sei ein akademischer Deckel (charakteristische Kopfbedeckung eines Burschenschafters, Anm.d.Red.) in Planung. Über den Schriftzug wird noch gestritten – er wird entweder schwarz-rot-gold oder rot-weiß-rot ausfallen, je nachdem, ob sich deutschnationale oder österreichtreue Ideenfinder durchsetzen.

Als Werbung für die erneuerte Plattform wird HC Strache einen Akademikerrap aufnehmen.

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