Lifestyle – Garten

Paradeiser (c) garteling
Paradeiser (c) garteling

Bio im Garten – bringt das was?

6. September 2015 • Garten

Bio-Gartler

Bio-Lebensmittel haben es schon längst aus der alternativen Birkenstockecke geschafft und begeistern junge wie reifere bewusste Genießerinnen und Genießer. Hochwertige Qualität, meist regionale Herkunft, artgemäße Tierhaltung und nachhaltige Produktion sind die Pluspunkte, die überzeugen. Wenn es um die Kulinarik geht, ist Bio bereits anerkannte und geschätzte Selbstverständlichkeit.

 

Doch wie steht es mit Bio im Garten? Was wissen eifrige Gartlerinnen und Gartler – egal, ob im Garten oder am Balkon – über die Zusammenhänge im natürlichen Kreislauf von Tieren, Pflanzen und der Umwelt? Sind wir bereit, quasi über den Gießkannenrand zu schauen, das große Ganze in der Natur zu berücksichtigen und nicht nur die eigenen Tomaten vor den Augen – oder besser gesagt auf den Augen zu haben? Schließlich darf sich ruhig jeder einzelne verantwortlich fühlen für Mensch, Tier und Umwelt – und nicht nur die Bio-Bauern, von denen wir Nachhaltigkeit im Supermarkt oder am Bio-Stand einfordern.

Naturgarten (c) garteling

Naturgarten (c) garteling

Experten-Tipps für den Bio-Garten

Bio-Gartler verwenden keine chemisch-synthetischen Spritzmittel und keine künstlichen Dünger! Gift setzt sich lange Zeit in Garten fest, vernichtet Nützlinge wie Bienen, Käfer und andere Insekten, Kunstdünger schwächt das Bodenlebewesen.

Bio-Gartler schützen Nützlinge, damit sie die Schädlinge vertilgen: Marienkäfer und Florfliegen vernichten Blattläuse, Igel fressen Schnecken.

Bio-Gartler legen Mischkulturen an. Mix statt Mono! Eine bunte Mischung an zahlreichen Pflanzen stärkt den Boden. Wichtig: Wer kann mit wem? Karotte & Zwiebel, Kartoffel & Kümmel oder Bohnen & Gurken sind die Mischkultur-Klassiker im Gemüsegarten.

Bio-Gartler pflanzen Knoblauch. Blattläuse hassen die scharfen Knollen und verschonen das Gemüse, das rundum gepflanzt ist.

Bio-Gartler setzen Brennnessel-Sud an. Das Gebräu stinkt zwar – aber es wirkt, stärkt die Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Bio-Gartler hegen und pflegen die Gesundheit des Bodens! Ein gesunder Boden ist reich an Humus, Bodenleben (Bakterien, Kleinstlebewesen etc.) und Struktur. Er ermöglicht den Pflanzen, sich mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen und vor Krankheiten zu schützen.

Bio-Gartler nehmen es mit dem Unkraut nicht so genau. Löwenzahn und Veilchen im Rasen werden nicht um jeden Preis vernichtet, ein paar Brennnesseln dürfen schon mal stehen bleiben. Zwar nicht optisch, aber bestimmt ökologisch wertvoll!

Naturgarten (c) garteling

Naturgarten (c) garteling

Die 3 größten Fehler im Garten

Doris Kampas, Bio-Gartenexpertin, sagt uns, was im Garten oft falsch gemacht wird:
1. Sich nicht mit seinem Boden auseinandersetzen.
2. Die „falschen“ Pflanzen verwenden – also z.B. in einen kleinen Garten Bäume oder Sträucher zu setzen, die meterhoch werden. Oder Schattenpflanzen in die Sonne setzen und sonnenliebende Pflanzen in den Schatten.
3. Gift einsetzen und damit das natürlich Gleichgewicht im Garten zerstören.

Ich wünsche viel Freude im Garten, am Balkon und auf der Terrasse, viele Bienen und Marienkäfer. Bio im Garten rulez! Anregungen und Informationen dazu gibt’s laufend auf www.garteling.at.

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