Wien – Leben

(c) Adamek stadtbekannt
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Über Parkraumbewirtschaftung und den Volvo V60

18. August 2013 • Leben, Unterwegs

Ab 1. September hätten wir den Volvo V60 15 Minuten lang gratis parken können. Als Hebamme sogar länger.

Es gibt wieder einmal ein paar Änderungen bei der Parkraumbewirtschaftung. Anstatt der bisherigen, läppischen 10 Minuten gratis Parkzeit, gesteht einem die Stadt Wien jetzt 15 zu. Für die Zukunft bedeutet das eine Zigarette mehr, ohne sich Gedanken über einen Strafzettel machen zu müssen, beziehungsweise nur vier statt sechs SMS pro Stunde, um nicht ganz legal aber effektiv dauerhaft gratis parken zu können. Kurzmitteilungen sparen können in Zukunft alle Hebammen, denn wer diesen Beruf ausübt, kann ab 1. September ganz auf Parkscheine verzichten. Die finanziellen Auswirkungen für die Stadt sind vermutlich gering, den verantwortlichen Politikern ist aber das Wohlwollen einer ganzen Berufsgruppe sicher. Zu guter Letzt dürfen jetzt auch Garagenbesitzer ein Parkpickerl haben. Was genau ihnen das bringen soll, ist uns nicht klar. Denn in den meisten Gegenden mit Kurzparkzone würden wir uns hüten mit dem Auto einkaufen zu fahren. Die Parkplatzsuche dauert dann länger als der Einkauf selbst. Wir haben aber ohnehin weder eine Garage noch ein Parkpickerl und man lernt ein Auto auch nicht kennen wenn man es nicht benutzt. Deshalb haben wir mit dem nachgeschärften V60 einen Ausflug aufs Land gemacht.

Das Auto

Dabei wurden wir unter anderem von neugierigen Passanten gefragt, ob das „der ganz starke Volvo“ sei. Ist er zwar nicht, aber das R-Design verleiht dem V60 zumindest einige sportliche Details. Frontschürze, Seitenschweller, Doppelrohr und große Felgen machen ganz schön auf dicke Hose.

Dabei war bei unserem Testwagen der brave Zweiliter-Diesel in der Leistungsstufe D3, das heißt mit 136 PS, verbaut, der auch im nicht so grimmig aussehenden Modell häufig zu finden ist. Und auch ohne den „ganz starken“ Motor hängt der V60 gut am Gas, lässt den Fahrer zusätzliche Leistung nicht vermissen und ist zudem nicht so durstig wie seine schnelleren Kollegen.
Zwar kommt Volvo jetzt aus China, dennoch besticht das Cockpit mit nordischer Klarheit. Die zwei Rundinstrumente sind gut ablesbar und das wirklich übersichtliche Navigationssystem sucht seinesgleichen. Nur dessen Bedienung in der Mittelkonsole ist aufgrund der kleinen Knöpfe etwas fummelig.
Fahrer und Beifahrer können sich über gemütliche Sitze mit einem Hauch Sportlichkeit und ausreichend Platz freuen. In der zweiten Reihe geht es etwas enger zu, dafür muss man beim Gepäck wiederum nicht allzu sparsam sein.

Stadtbekannt meint

Wer seinen Volvo gerne etwas sportlicher hat, ist mit dem R-Design gut beraten. Denn zusätzlich zum schärferen Äußeren erhält man ein strafferes und um 15 Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk. Innen bleibt der V60 trotzdem schlicht, zeigt nordische Coolness und erlaubt sich nur beim gläsernen Schalthebel, der eigentlich aus Kunststoff ist, ein bisschen mehr Extravaganz. Wir von Stadtbekannt sagen nur: „Volve!“

Volvo V60 D3 A-Geartronic R-Design ab € 40.141,-
Länge: 463 cm, Gewicht: 1730 kg, Kofferraum: 430-1241 l, quer eingebauter 2,0l-R5-Zylinder-Diesel, 6-Gang-Automatikgetriebe, Frontantrieb, 100 kW (136 PS), 350 Nm, 0-100 in 10,4 s, Vmax 200 km/h, MVEG-Verbrauch: 7,1/4,8/5,7 (D), CO2 149 g/km, Verbrauch im Test: 7,6 l

Volve… Imperativ von volvere = rollen (Volvo = ich rolle)

Christoph Adamek

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