Wien – Grätzltipps – 6. Mariahilf

Barnabitengasse Kirche Torbogen (c) STADTBEKANNT
Barnabitengasse Kirche Torbogen (c) STADTBEKANNT

Barnabitengasse

26. August 2015 • 6. Mariahilf, Grätzltipps, Stadtspaziergänge

Die Gasse und die Kirche

„In der Barnabitengassen hat sie sich noch bitten lassen“. Dies musste sich einst Klavierhumorist Hermann Leopoldi eingestehen, der mit seinem Wiener Lied den Versuch besang dort einem blonden Mädchen ein Busserl zu geben. Er verschaffte damit der kleinen versteckten Gasse zwischen Mariahilfer Straße, Apollo und Haus des Meeres Gehör.

 

Mariahilfer Kirche

1862 wurde die Barnabitengasse nach dem katholischen Männerorden der „Barnabiten“ benannt, der die Mariahilfer Kirche einst betreute. Davor hieß sie Kleine Kirchengasse. Namensgebend für den sechsten Bezirk ist übrigens das 1660 von dem Barnabiten Don Cölestin gestiftete Gnadenbild Mariahilf. In der Krypta der Mariahilfer Kirche befindet sich seit 1996 die von der Caritas geführte Einrichtung „die Gruft„, in der Obdachlose Unterschlupf finden.

Mariahilfer Kirche (c) stadtbekannt.at

Mariahilfer Kirche (c) stadtbekannt.at

Mitten im Trubel der Mariahilfer Straße brüstet sich die Kirche majestätisch doch fast unbeachtet vor einem kleinen Platz. Nur ein kleiner Torbogen an ihrer linken Seite gewährt Einblicke in die versteckte, mit Kopfstein gepflasterte Fußgängerzone der Barnabitengasse. Wer es schafft, vom Strom der großen Einkaufstraße abzukommen und unter dem Torbogen durchzuschlüpfen, dem offenbart sich ein buntes Multikulti-Gässchen, das den Menschenschwarm für ein paar Augenblicke einzufangen scheint. Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Österreich und Taiwan treffen an diesem Ort zusammen.

 

Café Pierre

Das Café Pierre bietet einen kleinen aber feinen Auszug aus der vielseitigen französischen Küche und gibt somit den WienerInnen die Möglichkeit, sich abseits des Mariahilfer Straßen-Trubels an der Côte D’Azur zu wähnen. Eine leckere und höchst willkommene Abwechslung zu Wiener, italienischer oder asiatischer Küche!

Café Pierre

Café Pierre

Und sonst…

Spätestens seit Big Bang Theory muss man sich bei Betreten eines Comicladens nicht mehr schämen. Schon gar nicht, wenn es sich um den schon seit 1990 bestehenden Comic Treff in der Barnabitengasse handelt.

Eingang Comic Treff Barnabitengasse (c) STADTBEKANNT

Eingang Comic Treff Barnabitengasse (c) STADTBEKANNT

Natürliche Mode

Ingrid Franks Mode aus der Natur ist auch schon länger Teil der Gasse. Ihr ökologisches Konzept verkauft sie vor allem in Form von Baby- und Kindersachen, wie Bekleidung, Schmusetiere, Tragehilfen oder Wickelsysteme.

Eingang Mode aus der Natur Ingrid Frank (c) STADTBEKANNT

Eingang Mode aus der Natur Ingrid Frank (c) STADTBEKANNT

Kein Platz für ein Busserl

In der Barnabitengasse kann man sich gar nicht bitten lassen, denn das kulinarische Mekka, das einen gleichzeitig an so viele Orte der Welt bringt, ist so spannend und ablenkend zugleich, dass da kein Busserl mehr Platz hätte. Aber vielleicht hat der ein oder andere dort ja mehr Glück als Herr Leopoldi.

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »