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Auto (c) STADTBEKANNT
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Autoverkauf und Ankauf im Internet: Tipps und Tricks

6. August 2015 • Leben

1. Verkauf im Internet und Tipps einholen

Wer möglichst viel Geld für seinen Gebrauchtwagen haben will, kann im Internet gute Preis erzielen. Ein Grund dafür ist unter anderem, dass wesentlich mehr Interessenten zeitgleich erreichbar sind. Im Internet bekommen Privatverkäufer für ein Auto rund 15 Prozent mehr Geld als beim Händler. Besonders vorteilhaft sind Online-Autobörsen. Das Internetportal jetztautoverkaufen.at bietet auf seiner Webseite zudem verschiedene Tipps für den Autoverkauf. So beispielsweise, dass gesetzliche Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen oder dass das Fahrzeug im Vorfeld einer Bewertung unterzogen werden sollte, um besser verhandeln zu können.

 

2. Wert des Fahrzeugs ermitteln

Der aktuelle Fahrzeugwert ist für den Verkäufer wichtig. Zum einen hat er einen Anhaltspunkt, was sein Wagen wert ist, zum anderen ist der geprüfte Wert des Gebrauchtwagens ein Kaufkriterium für interessierte Käufer. Neben den Automobilbörsen im Internet können potenzielle Verkäufer für die Schätzung des Verkaufspreises auch Tageszeitungen oder Prüfzentren wie die Dekra nutzen.

 

3. Auf die Optik und Pflege kommt es an

Sollte eine Hauptuntersuchung anstehen, sollte der Verkäufer diese durchführen und gleichzeitig den Öl- und Wasserstand überprüfen, die Beleuchtung testen und den Luftdruck kontrollieren lassen. Jedes Detail, das der Käufer verbessert, erhöht den Verkaufspreis. Auch das Aussehen des Gebrauchtwagens steigert den Verkaufswert. Neben den technischen Daten hat er ausschließlich die Bilder als Anhaltspunkt. Ein dreckiger und ungepflegter Wagen wirkt abschreckend. Ist dagegen der Lack poliert, der Innenraum ausgesaugt und glänzen die Fensterscheiben, hat der Käufer das Gefühl, dass sich der Besitzer um sein Auto kümmert.

 

4. Aussagekräftige Fotos

Dass der Wagen auf den Fotos erkennbar sein sollte, versteht sich von selbst. Für ein verkaufsförderndes Inserat reicht das jedoch nicht aus. Interessenten klicken schöne Fotos häufiger an. Beim Abfotografieren sollte der Käufer einen ruhigen und einfarbigen Hintergrund wählen, eine hochwertige Kamera nutzen und das Auto aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

 

5. Passender Anzeigentext

Beim Anzeigentext geht es darum, ehrlich zu sein und alle Vorteile und Mängel des Fahrzeugs zu beschreiben. Falsche Aussagen verärgern Interessenten, wenn sie zur Besichtigung kommen und Fehler entdecken. Kommt das häufiger vor, ist ein Verkäufer im Internet schnell als schwarzes Schaf verrufen. Negative Kundenbewertungen helfen nicht, das Auto zu verkaufen. Abnutzungspuren muss der Verkäufer im Inserat aber nicht nennen. Werbemäßige Aussagen sollte der Verkäufer unterlassen. Er darf alle Extras erwähnen und die Vorteile herausstellen, aber in einer neutralen Weise. Unbedingt zu vermeiden sind Garantiezusagen. Das kann am Ende ein Gerichtsverfahren nach sich ziehen, da der Verkäufer in diesem Fall haftet.

 

6. Besichtigungstermin vereinbaren

Haben sich potenzielle Käufer auf das Inserat gemeldet und der Verkäufer mit ihnen einen Besichtigungstermin ausgemacht, sollte er als Zeuge einen Freund hinzubitten. Es ist ratsam, sich beim Verkaufspreis eine Untergrenze zu setzen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Zudem sollte der Verkäufer im Vorfeld alle Unterlagen zusammenstellen, um dem Käufer die Entscheidung zu erleichtern. Vor der Probefahrt sollte der Verkäufer den Ausweis und Führerschein des Interessenten ansehen und unbedingt mitfahren. Der Fahrzeugbrief sollte während der Probefahrt nicht im Auto sein. Vorsichtig geboten ist bei Personen, die ein Dokument, wie den Pass oder Personalausweis hinterlassen, damit sie die Probefahrt alleine vornehmen können. Denn es gibt leider Betrüger, die sich anschließend mit dem Auto auf und davon machen.

 

7. Bargeld im Privatgeschäft ist die bevorzugte Zahlmethode

Ist der Käufer mit dem Preis einverstanden, sollten die beiden Parteien einen schriftlichen Vertrag abschließen, in dem
– alle Mängel festgehalten werden und
– ein Sachmängelhaftungsausschluss aufgeführt ist.

 

Auf diese Weise ist eine spätere Haftung des Verkäufers ausgeschlossen. Die Übergabe des Wagens erfolgt erst nach Zahlungseingang. Der Verkäufer sollte auf Barbezahlung bestehen. Bei einer Bezahlung mit Scheck kann die Geldübergabe in der Bank erfolgen. Diese kann sofort die Echtheit des Schecks überprüfen. Nach Vertragsabschluss sind die Autoversicherung und die zuständige Kfz-Zulassungsstelle über den Verkauf zu informieren. Falls der neue Besitzer nach kurzer Zeit geblitzt wird, muss der Verkäufer nicht mehr dafür aufkommen.

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