Wien – Grätzltipps

Liegewiese (c) Thermalbad Vöslau
Liegewiese (c) Thermalbad Vöslau

Das Thermalbad Vöslau

20. Juli 2016 • Grätzltipps, Leben, Wellness & Fitness1 Kommentar

Ein Ausflug in eine andere Welt

Beeindruckende Archtiketur, eine spannende Geschichte und Sommerfrische wie aus einer anderen Zeit: Das Thermalbad Vöslau. Während das Thermalbad Anfang des 19. Jahrhunderts im Sommer in erster Linie die Heimat gut betuchter WienerInnen war, ist es heute ein außergewöhnliches Bad, das mit Charme und Freizeitprogramm mitten im Grünen aufwartet.

Manchmal lohnt es sich, eine etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen, um im Sommer die Seele baumeln zu lassen. Öffentlich fährt man etwa 1 Stunde ins Thermalbad Vöslau, der Regionalbus 360 bringt einen direkt von der Oper zum Thermeneingang. Und nicht dass ihr jetzt denkt, das Thermalbad Vöslau kann man nur im Winter Besuchen, auch im Sommer ist das Architekturjuwel immer wieder einen Ausflug wert.

Front (c) Thermalbad Vöslau

Front (c) Thermalbad Vöslau

Aus einer anderen Zeit

Nicht ohne Grund ist das Thermalbad Vöslau beliebte Kulisse für Foto-Shootings und Filmdrehs aller Art, hat man doch den antiken Charme trotz umfassender Sanierung 2010 bewahrt. Aus 660 Metern Tiefe wird das 15.000 Jahre alte Thermalwasser geschöpft, man plantscht also in wertvollen Mineralstoffe, frei von jeglichen Verunreinigungen. Dort, wo schon Arthur Schnitzler schwimmen lernte und im 19. Jahrhundert die ersten Frauen Österreichs Schwimmunterricht erhielten, fühlt man sich ein wenig wie in einer anderen Welt, und auch wenn das Bad gut besucht ist, bleibt es sonderlich idyllisch. Durch das Bad gibt es auch Führungen, nämlich im Rahmen der Vöslauer Betriebsführungen, immerhin kommt das Mineralwasser aus der selben unterirdischen Quelle.

Schwimmbecken (c) Thermalbad Vöslau

Schwimmbecken (c) Thermalbad Vöslau

Badespaß und Minigolf

Das “Grüne Becken” ist das Herzstück des Vöslauer Freibades, bei 21°C plantscht man in frischem Mineralwasser, das direkt aus der Quelle sprudelt. Wärmer ist das blaue Becken mit 26°C, daneben gibt es noch ein Kinderbecken und ein “Waldbecken”, ein Badeteich, der sich ebenfalls aus der Vöslauer Quelle speist. Im Vöslauer Thermalbad kann man aber nicht nur plantschen: Tennisplätze, eine Minigolfanlage, ein Beachvolleyball-Platz und Aquarythmik werden angeboten. In der Saunawelt kann man es sich so richtig gutgehen lassen, Hamam, Biosauna, Sole-Dampfbad sowie finnische Sauna inklusive Erlebnisaufguss sind fixer Bestandteil des Wellnessangebotes.

Minigolfplatz (c) Thermalbad Vöslau

Minigolfplatz (c) Thermalbad Vöslau

Kulinarik

Was uns besonders freut: Im Thermalbad Vöslau kommt in Sachen Kulinarik kein Schwimmbad-Flair auf, sondern man bemüht sich redlich um ein ansprechendes Gastro-Angebot. An verschiedenen Stationen bekommt man Snacks, Eis, Mehlspeisen und Getränke. Das Herzstück ist das Restaurant, in dem feine warme Speisen serviert werden. Hier wird man mit bodenständiger Küche und guter Hausmannskost verwöhnt. Auch Nicht-Badegäste dürfen hier speisen.

Thermalbad Vöslau (c) Thermalbad Vöslau

Ein Sommer in Vöslau

Im Thermalbad Vöslau lässt es sich also ausgesprochen gut die Sonnenstunden verbringen und das bei relativ fairen Eintrittspreisen. Die reguläre Tageskarte kommt mit einer Kabine unter der Woche auf ca. 10 Euro. StudentInnen, SchülerInnen, Zivildiener und Lehrlinge bekommen einen Rabatt. An Feiertagen und am Wochenende gibt es einen kleinen Aufschlag auf die regulären Karten. Saisonkarten, Halbtageskarten und Nachmittagskarten kommen hingegen günstiger.

Übrigens: 100 Kabanen im Thermalbad Vöslau dürfen dazu genützt werden, den ganzen Sommer im Bad zu verbringen, was auch mit großem Vergnügen genutzt wird. Eine eigene Warteliste gibt es mittlerweile für die Kabanen, die zwar saniert sind, aber trotzdem an eine andere Zeit erinnern.

Statue (c) Thermalbad Vöslau

Statue (c) Thermalbad Vöslau

STADTBEKANNT meint

Das Thermalbad Vöslau ist eine Mischung aus Geschichte, Badevergnügen und anspruchsvoller Verköstigung. Die einstündige Fahrt (mit Startpunkt aus Wien) zahlt sich auf alle Fälle aus, denn das Thermalbad Vöslau sorgt für einen schönen Tagesausflug. Wer also genug von den überfüllten Wiener Bädern hat oder Berührungsängste gebenüber dem Donauwasser hegt, der wird sich im Vöslauer Thermalbad wohl fühlen. Sollte man zwischendurch auch mal eine Schwimmpause benötigen, so sorgen die zahlreichen Wellnessangebote für tiefste Entspannung.

 

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Eine Antwort auf Das Thermalbad Vöslau – Verstecken

  1. Kinkidra sagt:

    Bad Fischau
    Wer von Bad Vöslau schon beeindruckt ist, dem empfehle ich einen Abstecher ins gar nicht weit entfernte Bad Fischau. Im Gegensatz zu B.V. gibt´s dort nach wie vor kein Chlor und auch keine 60er-Jahre Platten-Anbauten, sondern ausschließlich 19.Jhd-Sommerfrische-Architektur. Nicht falsch verstehen, auch B.V. find ich nett, aber Fischau ist einfach noch besser… Siehe: http://www.fischauer-thermalbad.at/

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