Kultur – Musik

FatboySlimYouveComeALongWayBaby

Aus dem Plattenregal: “You’ve Come a Long Way, Baby“ von Fatboy Slim

23. November 2013 • Musik

Das zweite Studioalbum des Britischen DJ, Produzenten und Musikers Fatboy Slim

Das Ende 1998 erschienene, elf Tracks starke Album von Norman Cook, besser bekannt als Fatboy Slim (oder als eines seiner mehr als 20 anderen Pseudonyme), ist bis zum heutigen Tag das erfolgreichste und wahrscheinlich auch das einflussreichste des Multitalents.

Es fiel in eine Zeit, in der das Big Beat Genre in Europa gerade salonfähig wurde und verstand es gut, den entstehenden Hype um Acts wie die Chemical Brothers, Moby oder um ihn selbst noch zu verstärken. Insbesondere in Großbritannien, wo es sogar Platz Nummer eins in den Album Charts einnehmen konnte.

 

Vulgär, provokant und voller Ohrwürmer

Aber nicht alles war nach dem Erscheinen des Longplayers sofort eitle Wonne. Der Jugenschutz diverser Länder stieg wegen der vulgären Sprache in manchen Tracks auf die Barrikaden. Insbesondere ging es um „Gangster Trippin‘“, in dem das Wort „shit“ über 50 mal vorkommt, und um „Fucking in Heaven“, in dem die F-Bombe gleich deutlich über 100 mal fallen gelassen wird.

Lieder die wegen anderen, erstrebenswerten Gründen Bekanntheit erlangten waren zum Beispiel das schnelle und kompromisslose „Right Here, Right Now“ oder „Praise You“ mit seiner eingängigen Klaviermelodie. Die beiden auch als Maxi erschienenen Tracks erlangten auch durch ihre Musikvideos einen großen Bekanntheitsgrad. Bei ersterem wird die Evolutionsgeschichte humoristisch aufgearbeitet, während bei zweiterem (Regie: Spike Jonze) eine fröhliche Tanzgruppe zu Klängen des Liedes vollkommen abgeht. Weitere Single Auskoppelungen des Albums, außer den eben erwähnten, sind „Rockafeller Skank“ und das umstrittene „Gangster Trippin‘“.

 

Elektronische Musik für alle

„You’ve Come a Long Way, Baby“ reiht sich ohne Probleme bei anderen großen Big Beat Longplayern ein, die elektronische Musik für eine breitere Öffentlichkeit aufbereitet, und sogar in den USA den Weg für den derzeitigen Hype um die sogenannte EDM (Electronic Dance Music) geebnet haben.

Michael Grabner

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »