Kultur – Musik

Depeche Mode Violator
Depeche Mode Violator

Aus dem Plattenregal: Violator von Depeche Mode

11. November 2013 • Musik

Ein Klassiker unter den Rockalben

Dieses 1990 erschienene, siebte Studioalbum der Elektropop Helden von Depeche Mode ist eines der einflussreichsten und mit über 15 Millionen verkauften Stück auch bis heute das erfolgreichste der Band.

Tracks wie „Enjoy the Silence“ oder „Personal Jesus“ sind wohl auch abseits der eingefleischten Depeche Mode Fans so ziemlich jedem ein Begriff. Und das zu Recht! Seit der auf das Album folgenden „World Violation Tour“ sind diese beiden Meisterwerke in jedem Livekonzert der Band enthalten.

Wie auf allen Alben der Band seit dem Ausstieg von Songwriter Vince Clarke 1981, fiel auch auf diesem Longplayer die Aufgabe des Komponisten und Texters an Martin Gore. Bei den beiden Liedern „Sweetest Perfection“ und „Blue Dress“ zeichnet sich dieser auch für den Gesangspart verantwortlich. Auf dem restlichen Album übernimmt wie gewohnt die unglaubliche Stimme von Frontman Dave Gahan den Vocal Part. Im Gegensatz zu seinem doch recht optimistischen Vorgänger „Music for the Masses“ zeigt sich „Violator“ wieder deutlich düsterer und setzt auch erstmals verstärkt auf den unverfälschten Klang akkustischer Gitarren.

Bis dato folgten dem Werk noch sechs weitere Studioalben und jede Menge Covers, Reworks und Remixe nach. Im Fall von „Enjoy the Silence“ beispielsweise nahmen sich Künstler wie Timo Maas, Ewan Pearson, Mike Shinoda oder Tori Amos einer Neuinterpretation an. Bei „Personal Jesus“ waren dies Kapazunder wie Marylin Manson, Johnny Cash oder Nina Hagen.

Alles in allem also ein musikalischer Meilenstein, der seit seinem Erscheinen vor fast 25 Jahren viele Musiker beeinflusst hat. Am besten beschrieben hat die Einzigartigkeit dieses Albuns wohl der Ex-Red Hot Chilli Pepper John Frusciante, der in einem Interview einmal sagte: „Für mich sind jene Energien, die einst Jimi Hendrix dazu bewogen, neue Sounds zu schaffen dieselben, die Depeche Mode überkamen, als sie „Violator“ aufnahmen. Ein Album, das wie kein anderes Rockalbum zuvor klingt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Michael Grabner

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