Kultur – Musik

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Aus dem Plattenregal Spezial: Weihnachtslieder

20. Dezember 2014 • Musik

Weihnachtliche Beständigkeit

Es gibt wohl kaum ein Genre, das man mit ähnlicher Regelmäßigkeit sein ganzes Leben lang hört wie Weihnachtslieder. Ob freiwillig oder durch gesellschaftliche Zwangsbeglückung sei dahingestellt. Hier einige der beliebtesten.

 

Frank Sinatra – Let It Snow! (1950)

Genau genommen ist dieser Klassiker gar kein Weihnachtslied. Jede Anspielung oder jeden Verweis auf das Fest der Liebe sucht man im Text vergebens. Trotzdem wird das Lied jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtszeit ausgegraben und in den Radios rauf und runter gespielt. Interessant: Geschrieben wurde das Stück bereits 1945. Im Juli. In Kalifornien. An einem der heißesten Tage seit Beginn der Aufzeichnungen.

 

Chris Rea – Driving Home for Christmas (1988)

Inzwischen in unzähligen Coverversionen (wie so viele Weihnachtshits) neu veröffentlicht, stammt das Original aus der Feder von Chris Rea. Im Gegensatz zu den meisten anderen Songs seiner Art, ist es allerdings kaum möglich die Originalversion totzuspielen. Die herrlich rauchige Stimme von Rea und die eingängige Melodie mit heftigem Ohrwurmpotential harmonieren einfach zu gut.

 

Brenda Lee – Rockin‘ Around the Christmas Tree (1958)

Ein weiterer Beweis dafür, dass Weihnachtslieder (ganz) früher einfach mehr Klasse hatten. Natürlich. Geschmackssache. Allerdings ist es beim anhören dieses Songs auch für den größten Weihnachtsmuffel schwer, sich nicht von der Freude und der guten Laune in Brenda Lees Stimme anstecken zu lassen. Interessant: Trotz ihrer ausgereiften Singstimme war die Dame erst 13 Jahre alt als sie den Track aufnahm!

 

Wham! – Last Christmas (1984)

Kein Weihnachten ohne George Michaels Last Christmas. Der Ferrari unter den Songs zur besinnlichen Zeit wird neuerdings auch schon im Oktober in Kaufhäusern gespielt. Das ist dann doch etwas zu viel des Guten. Man geht ja auch nicht im Februar ins Freibad. Gegen das Lied selbst lässt sich wenig sagen. Klassischer 80er Jahre Pop. Das Video hingegen ist etwas ganz besonderes. Die Frisuren! Man kann es nicht oft genug sehen.

 

Coldplay – Christmas Lights (2010)

Kein Weihnachtslied im herkömmlichen Sinn ist „Christmas Lights“ von der britischen Band Coldplay. Das war allerdings auch die Idee dahinter. Chris Martin und seine Band setzten sich nach dem Beschluss ein Weihnachtslied zu verfassen zusammen und sammelten Dinge, die darin auf keinen Fall vorkommen sollten. Herausgekommen ist ein wunderschönes Stück, abseits der üblichen Klischees wie Kinderchor oder Schlittenglöckchen.

 

Weird Al Yankovic – The night Santa went crazy (1996)

Für alle Weihnachtsmuffel sei noch „The night Santa went crazy“ von Weird Al erwähnt. Der Musiker und Parodist liefert dabei ein Meisterstück des schwarzen Humors ab. Bestimmt nichts für jedermann im Vorfeld der Heilligen Nacht, aber wie immer bei Weird Al gilt: nur nicht zu ernst nehmen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Michael Grabner

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