Kultur – Musik

DaveGahanHourglass

Aus dem Plattenregal: „Hourglass“ von Dave Gahan

23. Februar 2014 • Musik

Elektronisch, stimmgewaltig, tanzbar. Das zweite Soloalbum von Depeche Mode Frontman Dave Gahan: „Hourglass“.

Im Oktober des Jahres 2007 erschienen, war die CD das Nachfolgewerk von Gahans erstem, sehr persönlichen, Album „Paper Monsters“, und als solches mit Spannung erwartet. Nach einem durchwegs gut rezipierten Solodebüt und auch ersten selbst geschriebenen Tracks auf, in der Regel von Martin Gores Songs dominierten, Depeche Mode Alben kam mit „Hourglass“ die Bestätigung, dass Dave Gahan nicht nur die Rampensau von Depeche Mode ist, sondern auch ein sehr talentierter Songwriter.

Zugegeben, die Single „Kingdom“, die bereits einige Zeit vor dem Rest des Albums zu kaufen war, klingt schon verdächtig nach Depeche Mode. Was den Track allerdings um keinen Deut schlechter macht. Wohlbekannte Sounds, schrille Gitarren und Dave Gahan, der in Ohrwurmqualität sein Lied singt. Etwas anders kommt da schon der Opener des Albums, der auch gleichzeitig auf dem zweiten Singlerelease enthalten ist, daher. Eher rockig und balladenähnlich schraubt sich „Saw Something“ mit Streicher-Flächen, Klaviersample und Gitarrensolo durchs Ohr direkt ins Gehirn.

Ähnlich stark präsentiert sich der Rest des Longplayers. Etwa das dreckig-rockige „Use You“ oder das wunderschöne „Down“, dass eine kräftige Portion Radiohead in sich trägt. Mit ein Grund für den Erfolg des Albums sind sicherlich auch die hochkarätigen Gastmusiker und Produzenten die Gahan unterstürzen. So leisten beispielsweise Tony Hoffer, Christian Eigner oder John Frusciante ihren Beitrag zu „Hourglass“.

Michael Grabner

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